New York Exkursion mit STO

Allen, die im letzten Jahr kein Zeit hatten mit uns nach New York zu reisen sei die Reise unseres Kunden STO empfohlen. Auch diese Exkursion wird von Bettina Johae, unserem guiding-architects Partner in New York geführt. Die Reise findet vom 24. – 29. Juni 2014 statt und kostet inkl. Flug, vier Übernachtungen und der Architekturführungen netto 1.725,00 €. Bei Interesse senden wir Ihnen gerne das ausführliche Reiseprogramm zu.


a-tour

Erweiterung der Beruflichen Schule G6

Die Berufliche Schule Holz, Farbe und Textil (G 6) benötigt am Standort Richardstraße 1 einen Neubau für Lernfeldräume und Werkstätten sowie eine Einfeldsporthalle. Die Planungsaufgabe für die bauliche Erweiterung wurde im August 2013 im Wege einer europaweiten Ausschreibung für die Teilnahme an einem Architektenwettbewerb ausgelobt. Aus insgesamt 102 Bewerbern – davon fünf aus dem Europäischen Ausland – wurden sieben Architekturbüros ausgewählt und zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert.Von diesen sieben Büros wurde nun in der Jury-Sitzung das Büro Felix Schürmann, Ellen Dettinger Architekten, München einstimmig auf den ersten Platz gesetzt.

Insgesamt war für die Gsechs ein Neubauvolumen von rd. 2.500 m² Nettogrundfläche zu erstellen. Dabei waren vorrangig Flächen für Lernfeldräume und Werkstätten sowie eine 1-Feld-Sporthalle, die auch dem Vereinssport dient, im Architektenentwurf abzubilden.

Der Entwurf von Schürmann / Dettinger zeichnet sich insbesondere durch die klare städtebauliche Haltung mit einer Eckbetonung zur Richardstraße aus. Unter Verzicht auf die bislang eingeschossigen Gebäudeabschnitte auf dem Grundstück wird eine für den Neubaubedarf geeignetes Grundstücksfläche frei, die auch die Chance bietet, die Schule mit dem Neubau angemessen im umgebenden Stadtraum zu präsentieren. Durch die Differenzierung und Gliederung des Volumens in einen Sockel, einen geschlossenen Riegel zur Oberaltenallee und einen transparenten, zum schulischen Bestand und der Freifläche gerichteten Klassen-Baukörper fügt sich die Kubatur des Gebäudeentwurfs von Schürmann / Dettinger selbstverständlich in das heterogene Umfeld der Schule  ein und bildet gleichzeitig das Raumprogramm nach außen ab.

Konsequent verteilen sich die einzelnen Funktionen auf die unterschiedlichen Baukörper. Die bauliche Zukunft für die Lernräume der Bereiche Ausbildungsvorbereitung und Fachoberschule sowie neue Selbstlernzentrum präsentieren sich im Entwurf mit seinem Ateliercharakter überzeugend in Form und Ausdruck, und bringen den gestalterischen Anspruch der beruflichen Fachrichtungen optimal zur Geltung. Mit den dargestellten Raumkonzepten können verschiedene Unterrichtsformen einer modernen Pädagogik umgesetzt werden.

Für das Bauprojekt sind Erstellungskosten von insgesamt rd. 6,5 Mio. kalkuliert. Der Baubeginn ist im Frühjahr 2016 geplant.


Bild: Felix Schümann, Ellen Dettinger Architekten

Elbphilharmonie – es geht voran

Am Dienstag wurde auf der Baustelle der Elbphilharmonie der zweite Kran abgebaut. Die restlichen Außenarbeiten werden nun mit dem letzten noch verbliebenen Großkran an der Südseite und zwei kleineren Dachkränen fertiggestellt. Zurzeit werden die letzten Fassadenelemente in den beiden Lichtschächten montiert und das Dach fertiggestellt, denn die Fertigstellung der Elementfassade ist für den 31. Mai vorgesehen.

Im Inneren wird aktuell vor allem die Weiße Haut montiert und die Arbeiten auf der Plaza sind in vollem Gange. Am 15. August soll dann auch das Dach fertig sein und zum 30. April 2015 die Technik des Großen Konzertsaales abgenommen werden.
Die Übergabe des Konzertbereich ist für Juni 2016 vorgesehen, die Abnahme des Gesamtprojekts für den 31. Oktober 2016 terminiert.

Falls Sie sich für eine Führung in der Elbphilharmonie interessieren und mehr über die Architektur erfahren möchten, klicken Sie hier.

db deutsche bauzeitung

In der gerade erschienenen Ausgabe berichtet die db deutsche bauzeitung über unsere im Juni stattfindende Architekturreise nach Portugal:

„Porto und Lissabon stehen auf dem Plan für die Architekturreise nach Portugal, organisiert von a-tour aus Hamburg. Unter der Leitung von deutsch sprechenden ortsansässigen Architekten werden in Porto Bauten besichtigt, die während der baulichen Sanierung und kulturellen Aufwertung der Innenstadt entstanden, etwa die Casa de Música von Rem Koolhaaas oder eine Seilbahnstation von Cristina Guedes und Francisco Vieira Campos. In Lissabon stehen u.a. das Casa das Histórias Museum von Souto de Moura und verschiedene Spaziergänge auf dem Programm. Auf der Fahrt zwischen den beiden Städten werden das Stadion Braga von Souto de Moura und das Weingut Quinta do Vallado von Francisco Vieira besichtig.“

db deutsche bauzeitung

 

 

Mitte Altona – Verzögerte Bahnhofverlegung

Die Verlegung des Bahnhofs Altona nach Diebsteich ist längst nicht gesichert. Offenbar spielt die Bahn bei der Frage um die Zukunft des Fernbahnhofs auf Zeit.

Mit dem ersten Bauabschnitt der Neuen Mitte Altona geht es jedoch voran. Das Architekturbüro André Poitiers hatte 2010 den Masterplanwettbewerb für den Bau der Neuen Mitte gewonnen. Insgesamt sollen hier 4000 Wohnungen in zwei Bauabschnitten realisiert  werden. Die Entwicklung des ersten Abschnitt mit knapp 1600 Wohnungen ist jetzt auf der Zielgeraden. Die Realisierung des zweiten Abschnitts ist jedoch fraglich da sich die Bahn AG mehr Zeit mit ihren Entscheidungen lässt, als einmal angedacht war. Ursprünglich hatten die Überlegungen der Bahn, die Fernbahngleise und Anlagen des Kopfbahnhofs Altona an die S-Bahn-Station Diebsteich zu verlegen, den Anlass der Planung für das riesige Neubaugebiet gegeben. Die Bahn hatte sich auch bei der Auslobung des Masterplan-Wettbewerbs noch beteiligt, dann wurde es um die Verlegungspläne plötzlich ruhig.

Der Konzern hatte zuletzt angekündigt, dass man erst ein umfangreiches Gutachten abwarten wolle, das die Kosten der Verlegung beziffern soll. Hier wurde die Variante Verlegung sowie die Variante Sanierung näher untersucht. Im vergangenen Jahr teilte die Bahn mit, dass es zum Jahreswechsel 2013 auf 2014 eine Entscheidung geben sollte. Doch diese Entscheidung verzögert sich erneut und mit einem Abschluss der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ist nun erst im zweiten Quartal des Jahres zu rechnen. Das Unternehmen gibt aus den offensichtlich vorliegenden Untersuchungen keine genauen Zahlen heraus. Nach Informationen des Hamburger Abendblatts sickerten wohl aber doch einige Informationen durch, die aber nicht bestätigt sind: So hieß es in Bahnkreisen das die Verlegung des Fernbahnhofs rund 300 Millionen Euro kosten soll.

Jeder weis, dass in Hamburg für den Wohnungsbau dringend Flächen benötigt werden. Eine Bahnhofsverlegung würde 36.000 Quadratmeter freie Fläche mit sich bringen. Daher wird gemutmaßt, dass das ständige Verzögern der Bahn den Hintersinn haben könnte, eine Kostenbeteiligung der Stadt heraus zu handeln.

Unterdessen hat sich die Stadt kürzlich auf einen städtebaulichen Vertrag mit den drei Investorengruppen für den ersten Abschnitt östlich des maroden Gleisviadukts geeinigt. Dabei ging es um unter anderem um Kostenbeteiligung für Straßen, um die Zahl der Sozialwohnungen und  um Stellplatzvorgaben. Parallel dazu haben die Behörden inzwischen einen Bebauungsplan aufgestellt, der exakt regelt, wo die Gebäude stehen und wie groß und hoch sie werden.

Sobald der Bebauungsplan rechtskräftig ist wird es mit den Architekten-Wettbewerben losgehen. Zehn große Wohnblöcke mit jeweils etwa 160 Wohnungen sind im ersten Abschnitt geplant. Drei bis vier Architekten pro Block sollen, um ein lebendiges Bild zu erhalten, die Entwürfe liefern. In drei Jahren könnte so der erste Abschnitt dieses nach der HafenCity zweitgrößten Neubauprojekts Hamburg fertig sein.

Hamburg autofreie Stadt?

Entgegen anderslautender Meldungen in verschiedenen englischsprachigen Publikationen und Internetblogs plant Hamburg nicht bis 2034 eine autofreie Stadt zu werden.

Vielmehr plant Hamburg ein grünes Netz für die Hansestadt. Das Grüne Netz ist ein freiraumplanerisches Konzept für Hamburg, das attraktive Erholungsräume und Parkanlagen in Hamburg über ein fahrrad- und fußgängerfreundliches Wegenetz miteinander verbindet. Dieses Konzept sieht vor, dass die Hamburger Bürgerinnen und Bürger in der Entwicklung bis 2034 ihre Stadt mit dem Fahrrad oder zu Fuß besser erleben können.

Radfahren oder Spazierengehen, ohne auch nur einem Auto zu begegnen – für viele Hamburger ist das ein Traum. Ein Traum, der innerhalb der nächsten 20 Jahre Wirklichkeit werden könnte. Zumindest, wenn es nach der Behörde für Stadtentwicklung geht. Denn mit dem Plan „Grünes Netz“ will die Behörde Hamburgs Grünflächen miteinander verbinden. Ziel ist es, von der Innenstadt mit dem Rad oder zu Fuß zu den Erholungsorten zu kommen.

Hamburg autofreie Stadt?

Die Herausforderung ist groß: Die Bebauung der Stadt wird dichter – immer neue Wohnblöcke entstehen. Radfahrer beschweren sich über die schlechten Radwege – einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zufolge gehört Hamburg zu den deutschen Großstädten mit den schlechtesten Bedingungen für Radfahrer. Und obwohl die Stadt als grün gilt, wissen viele Hamburger nicht, wie vielfältig die Parks und Grünflächen sind.

Auf sieben Landschaftsachsen sollen Radfahrer und Fußgänger direkt auf den grünen Ring rund um Hamburg gelangen – ohne eine einzige Straße kreuzen zu müssen. Die Voraussetzungen, die die Stadt mitbringt sind ideal. Bereits der Fritz Schumacher plante in den 1920er-Jahren grüne Zwischenräume bei der Bebauung mit ein. Seit den 1990er-Jahren gibt es das Bestreben, dieses Netz zu verdichten. Jetzt will die Behörde für Stadtentwicklung erneut in die Offensive gehen: Denn die Stadt feiert mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit in diesem Jahr die 100. Geburtstage des Winterhuder Stadtparks und des Altonaer Volksparks.

Damit Fußgänger und Radfahrer tatsächlich „auf grünen Wegen“ durch die Stadt kommen, müssen die Achsen, die die Grünflächen miteinander verbinden,  allerdings weiter ausgebaut werden. Doch realisieren kann die Behörde das Projekt nur mit der Unterstützung der Bezirke. Denn am Ende müssen diese die Veränderung in Gang bringen.

Hamburg autofreie Stadt?
© BSU

Gemischt wohnen?

Am 05. Februar 2014 findet im Kesselhaus die Veranstaltung „Gemischt wohnen? Integration oder Segregation der Stadt“ statt.

Anlass ist die Vorstellung der Ergebnisse einer internationalen, von der Wüstenrot Stiftung geförderte Studie zu den vielfältigen Facetten sozialer Mischung in der Stadt und deren Perspektiven im Spannungsfeld zwischen den Potentialen einer integrativen Stadtentwicklungspolitik einerseits und Segregationstendenzen andererseits. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Vorträge namhafter Experten sowie eine abschließende Podiumsdiskussion.

 

Speicherstadt und Kontorhausviertel

Die Hamburger Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit dem Chilehaus sind für das Unesco-Weltkulturerbe nominiert.  Die Kultusministerkonferenz hat beim Auswärtigen Amt den entsprechenden Antrag eingereicht. Das Welterbekomitee der Unesco in Paris wird über die Nominierungen im Sommer 2015 entscheiden.

Speicherstadt und Kontorhausviertel

Das Hamburger Denkmalschutzamt hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren die Bewerbung, zusammen mit den Eigentümern der Gebäude in der Speicherstadt wie zum Beispiel der HHLA aber auch den der Kontorhäuser, intensiv vorbereitet.

Die Speicherstadt wurde zwischen 1885 und 1927 gebaut und gilt als das größte zusammenhängende, einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt. In enger Nachbarschaft befindet sich das Kontorhausviertel, welches eines der eindrucksvollsten Stadtbilder der 1920er Jahre in Deutschland darstellt und das erste reine Büroviertel auf dem europäischen Kontinent war. Das herausragende Gebäude ist das zwischen 1922 und 1924 errichtete Chilehaus, welches heute der Union Investment gehört.

Speicherstadt und Kontorhausviertel

 

Kolbenschmidt Gelände

Kolbenschmidt Gelände – Konversion des Werksgeländes in Ottensen

Ziel des städtebaulichen Wettbewerbs war ein nachhaltiges und stadtteilverträgliches Gesamtkonzept mit geeigneten Nutzungsbausteinen für das Industriegelände der früheren Kolbenschmidt AG zu entwickeln. Die 10 eingeladenen Teams waren aufgefordert, Visionen für die zukünftige Entwicklung des 3,6 ha großen Areals an der Friedensallee 128 zu skizzieren und hierfür erste typologische Entwürfe zu erarbeiten. Dabei galt es auch, ein Konzept für den Umgang mit erhaltenswerten Teilen des Gebäudebestands zu entwickeln und Bereiche unterschiedlicher Wertigkeiten und Verdichtungen zu definieren.

Nach einer Vorauswahl unter den zehn eingereichten Entwürfen der ersten Wettbewerbsphase entschied das Preisgericht einstimmig für den Entwurf des Hamburger Büros coido architects (Cordsen Ipach + Döll) mit dem ersten Preis auszuzeichnen.

Jurytext : „Die Entwurfsidee nimmt die Vielfalt des Stadtteils Ottensen auf. Der Altbestand und Neubauten mischen und ergänzen sich zu einer Einheit. Von einem Gewerbeschwerpunkt im Nordwesten des Gebietes entwickelt sich das Quartier zu einem Wohnungsbauschwerpunkt im Süden, Osten und Westen. Im Innern werden verschiedene Typen von Wohnen und Gewerbe realisiert.Der zentrale Platz ist als multifunktionale Fläche geplant. Hier sollen Quartiersevents, Märkte und Veranstaltungen stattfinden können. Das Konzept bietet Raum für Wohnungen und Gewerbeeinheiten in unterschiedlichen Preis- und Mietsegmenten. Um den unterschiedlichsten Gewerbearten, wie handwerklichen Betrieben und der Kreativwirtschaft Raum zu geben, sieht der Entwurf eine Umnutzung der Bestandshallen 7 und Halle 6, ergänzt durch Neubauten, vor.“

Den zweiten Preis erhielt das Altonaer Architekturbüro LRW Architekten und Stadtplaner (Loosen, Rüschoff + Winkler).

Auf der Grundlage des prämierten Entwurfs wird das Bezirksamt Altona in diesem Jahr ein Bebauungsplanverfahren durchführen. Inzwischen soll auf dem Gelände mit seiner 150-jährigen industriellen Nutzung die Beseitigung der Altlasten vorgenommen.

Kolbenschmidt Gelände
© coido architects

Kolbenschmidt Gelände
© coido architects
Die Kennzahlen des Sieger-Entwurfs:

Wohnen: ca. 41.700 m², 463 Wohneinheiten (im Schnitt 75m²),
Gewerbe: ca. 18.500 m², Gebäudehöhen: 7 – 18.5 m,
Straßen/ Plätze: ca. 11.000 m²,
Grünflächen: ca. 8.300 m²

Kleingärten versus Wachsende Stadt?

Die Menschen drängt es seit einigen Jahren wieder verstärkt in die Großstädte, und zwar möglichst dicht an den Stadtkern mit seiner attraktiven kulturellen und sozialen Infrastruktur sowie kurzen Wegen zu Versorgungseinrichtungen und Arbeitsplätzen. Es fehlen überall vor allem bezahlbare Wohnungen, insbesondere Grundstücke zum Bau neuer Wohnungen. So greifen immer mehr Städte in ihrer Not auf ihre Reserveflächen, z.B. die Kleingärten zurück, die häufig in gut erschlossenen Stadtquartieren liegen. Auch in Hamburg. Das trifft verständlicher Weise auf wenig Gegenliebe bei den betroffenen Kleingärtnern. Es kommt zu scheinbar schier unauflösbaren Konflikten.

Wir fragen uns, muss das so sein? Welche Standpunkte vertreten die Konfliktparteien? Über welche Lösungsansätze und neuen Konzepte verfügen die Beteiligten an den Konflikten, insbesondere in Hamburg? Kann man den Wunsch der Wohnungssuchenden auf bezahlbaren Wohnraum einfach gegen den Wunsch der Kleingärtner auf den Erhalt ihrer Gärten ausspielen? Welche Möglichkeiten der Konfliktlösung gibt es? Wie kann ein möglichst demokratisches Beteiligungsverfahren für die Betroffenen eingehalten werden?

Diskussionsveranstaltung am Donnerstag 13. Februar 2014 ab 18:30 Uhr in der Patriotische Gesellschaft von 1765, Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg

mit

Margit Bonacker, Vorsitzende Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), Landesgruppe Nord Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein
Prof. Dr. Ing. Jürgen Pietsch, Stadt- und Umweltplanung, HCU Hamburg
Michael Sachs, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, BSU
Dirk Sielmann, Vorsitzender des Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg e.V.
Moderation: Herbert Schalthoff, Journalist und Moderator beim TV-Sender Hamburg 1

Architekturreise Portugal

Portugal – für viele von uns stellt sich dieses kleine Land am Westzipfel Europas klischeehaft mit herrlichen Stränden, Portwein und ökonomischer Krise dar.

Die zeitgenössische Architektur in Portugal ist in Deutschland wie in Europa relativ unbekannt, abgesehen von Veröffentlichungen über Alvaro Siza und dessen Schüler Eduardo Souto de Moura.

Portugal hat mehr zu bieten. Der Umgang mit Land und Landschaft in Beziehung zu Architektur und Stadtplanung geben Aufschluss über das Selbstverständnis der portugiesischen Gesellschaft. Dieses findet sich in einem durchgängigen hohen kulturellen Anspruch im Ganzen und einer hochwertigen Architektur im Detail wieder. Banale Alltagsarchitektur wie herausragende Komplexe von zentraler Bedeutung führten in diesem Sinne dazu, dass das kleine Land zu einem architektonischen Riesen wurde.

Architekturreise Portugal

Unsere Tour wird abseits der touristischen Pfade in unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen stattfinden; hier werden wir ältere und neuere Highlights lokaler und internationaler Architekten besichtigen, die sich vornehmlich mit der Wechselbeziehung von Raum, Architektur, Landschaft und Stadt auseinandersetzten.

Vom 18. bis 22. Juni 2014 gehen wir, unter Leitung unseres dort ansässigen Netzwerkpartners Cultour, auf eine Entdeckungsreise von Porto nach Lissabon . Kommen Sie mit!

Architekturreise Portugal
Casa da Música OMA, Porto Bild: Luís Ferreira Alves

Das Pogramm finden Sie hier.

Haben Sie Interesse an weiteren Architekturreisen? Dann klicken Sie hier!

Exkursion Breslau

Die Stadt Breslau – nur 3 Stunden von Berlin entfernt – hat neben ihrer 1000 Jahre alten Geschichte weit mehr zu bieten hat als die spektakuläre Jahrhunderthalle von Max Berg, die besonderen Bauten der Klassischen Moderne wie das Kaufhaus Petersdorff von Erich Mendelsohn, Geschäfts- und Bürohäuser von Hans Poelzig und Adolf Rading, sowie die Werkbundsiedlung WUWA mit dem Hotel von Hans Scharoun.

Exkursion Breslau

Auch wegen erfrischender zeitgenössischer Architektur und coolem Interior Design lohnt sich eine Reise in die Oderstadt. Nach westlichen Vorbildern versucht sich eine junge Architektenschaft an neuen Formen, der ehrgeizige Bürgermeister und Stadtpräsident Rafał Dutkiewicz hat der Stadt ein neues Image gegeben. 2016 wird Breslau Kulturhauptstadt Europas.

WrocLOVE ist die Devise!

Vom 27. bis 30. März 2014 machen wir eine Vorbesichtigung, treffen ortsansässige Akteure und schauen uns ambitionierte Stadtentwicklungsprojekte an, die, was Qualität und Innovation angeht, sich nicht vor der Avantgarde in Europa verstecken müssen.

Das ausführliche Programm für die Reise nach Breslau finden Sie hier

Exkursion Breslau Exkursion Breslau

 

LEED für Tanzende Türme

Die Tanzenden Türme, eine Projektentwicklung der STRABAG Real Estate GmbH (SRE) im Hamburger Stadtteil St. Pauli, haben vom U.S. Green Building Council (USGBC) das Gold-Zertifikat nach dem „LEED for Core & Shell“-System erhalten. Das Büroensemble am Beginn der Reeperbahn punktete mit seiner innovativen und energieeffizienten Bauweise sowie dem schonenden Umgang mit Ressourcen.

Eine Betonkernaktivierung sorgt in den Tanzenden Türme zu jeder Zeit für ein angenehmes Raumklima im Gebäude. Das System senkt zum einen die Heizkosten im Winter beträchtlich, zum anderen hält es die Räume in den Sommermonaten auch ohne Klimaanlage auf angenehmer Temperatur. Darüber hinaus schützt eine automatisierte, windstabile Sonnenschutzvorrichtung die Räume zusätzlich vor Überhitzung in den warmen Monaten. Dennoch können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Fenster in den Tanzenden Türmen manuell öffnen – selbst in den obersten Stockwerken. Dieser Verzicht auf eine Vollautomatisierung ist gewollt: Denn das Gebäudekonzept geht davon aus, dass Nachhaltigkeit auch bedeutet, den Nutzerinnen und Nutzern die individuelle Steuerung ihres Wohlbefindens zu ermöglichen.

Das gesamte Gebäude wird über Fernwärme versorgt, die zu einem hohen Anteil aus regenerativen Energiequellen produziert wird, wodurch der Ressourcenbedarf der Tanzenden Türme sinkt. Selbst die Aufzugsanlage fügt sich in das nachhaltige Konzept der Immobilie ein: Wird ein Aufzug gerufen, wählt ein Computersystem automatisch den am nächsten liegenden vor und schickt die reservierte Kabine zum Fahrgast. Das vermeidet nicht nur unnötige Fahrten und senkt so den Energiebedarf sondern bringt die Fahrgäste auch schneller an ihr Ziel.

Das Projekt nach Plänen der Architekten BRT Bothe Richter Teherani verfügt über eine mehrschichtige Fassade, bei der sich die einzelnen Elemente unterschiedlich zueinander neigen und sich die inneren zu den äußeren Fronten drehen. Die beiden rund 90 m hohen Türme knicken in unterschiedlichen Höhen ab. Der Südturm mit 24 Stockwerken ist in der 7. Etage geknickt, der Nordturm mit 22 Stockwerken hat im 17. Geschoss einen Gegenknick. Insgesamt mussten bei der Fassadenkonstruktion 16 verschiedene Neigungssituationen berücksichtigt werden. Die gesamte Fassade besteht aus Einzelteilen, die jeweils ineinandergreifen und schräg versetzt eingebaut wurden.

LEED für Tanzende Türme

Architektur Jahrbuch 2013

Das 25. Jahrbuch präsentiert die wichtigsten Hamburger Bauten 2013, wirft einen kritischen Blick auf das aktuelle Architekturgeschehen und auf  architektonische Schlaglichter der letzten 25 Jahre in Hamburg.Projekte 2013

u.a.: Quartier 21 (diverse Architekten), Internationale Bauausstellung Wilhelmsburg (diverse Architekten), Bildungszentrum Tor zur Welt (bof Architekten), Weltquartier (kfs, Gerber Architekten, Knerer+Lang, petersen pörksen partner), Haus der Projekte (Studio NL-D), Neubau der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt BSU (Sauerbruch Hutton), Case Study Houses (Gerd Streng), Hauptgebäude der TU Harburg (GMP), Firmenzentrale Stulz (Coido Architects), Sanierung von St. Annen 2 (ehem. Freihafenzollamt) und dem Speicherblock R2 (SKA Sibylle Kramer Architekten/HHLA), Umnutzung der Seefahrtschule (GMP), Kraftwerk Moorburg (Arcus-PB und ASW Architekten), Grundschule Klein Flottbeker Weg (trapez), KulturWerk und Musikschule Norderstedt (me di um), Jüdisches Kulturzentrum (Knaack & Prell), Sanierung St. Katharinen (Helmut Riemann), Ökumenisches Zentrum Hafencity (Wandel Hoefer Lorch), Mojo Club (Thomas Baecker), Gartenquartier Kleine Horst (SEHW, RHW), Gründerhaus Große Freiheit (Renner Hainke Wirth)

Feuilleton u.a.: Jubiläumsspecial: 25 Projekte aus 25 Jahren aus damaliger und heutiger Perspektive IBA und igs 2013 Wohnungsbau-Offensive: Was für Bauten und Siedlungen entstehen? Porträtiert werden in diesem Jahr das Studio Andreas Heller und der Architekt u.a. des Hamburger Hauptbahnhofs Emil Maetzel (1877 – 1955)

Das Jahrbuch können Sie direkt bei uns bestellen.

Vom Städtebau zum Objekt

Am 16. Januar 2014  referiert Steffan Robel, Geschäftsführer des Landschaftsarchitekturbüros A24 in Berlin in der HafenCity Universität über „VOM STÄDTEBAU ZUM OBJEKT“. Der Vortrag findet in der Averhoffstraße 38 Raum 347 statt und beginnt um 16:00 Uhr. Steffan Robel stellt die Arbeiten des Büros in einem Werkbericht vor.


© A24 Landschaftsarchitekten

Die Zukunft fotografieren

Vom  7. Februar bis 4. Mai 2014 findet im Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „Die Zukunft fotografieren“ statt. Das klingt zunächst paradox. Gewöhnlich ist die Fotografie immer mit der Gegenwart oder der Vergangenheit verknüpft. Mehr als jedes andere Medium thematisiert sie das Verrinnen von Zeit. Der Fotograf drückt den Auslöser und dokumentiert die Spuren dessen, was stattgefunden hat. Fünf deutsche und fünf russische Fotografinnen und Fotografen, eingeladen vom Goethe Institut, unternehmen das Experiment in die andere Richtung zu schauen. Die Künstler konstruieren Bilder am Computer oder fotografieren gebaute Modelle, um utopische und dystopische Orte und Landschaften zu schaffen. Oder sie fotografieren die Gegenwart, die auf die Zukunft vorausweist. Das Projekt und die Ausstellung verfolgen dieses utopische Potential der zeitgenössischen Fotografie. Fotografien von Olga Chernysheva, Vladislav Efimov, Sofia Gavrilova, Beate Gütschow, Yakov Kazhdan, Anton Kuryshev, Eva Leitolf, Sascha Pohflepp und Chris Woebken, Ricarda Roggan und Jens Sundheim. Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Moskau im Rahmen des Deutschlandjahrs.


Bild: Jens Sundheim, „Von Ameisen und Sternenkörpern”

Happy New Year 2014

wir wünschen allen unseren Newsletterleserinnen und -lesern ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Für uns war das zurückliegende Jahr mit knapp 350 Führungen und mehr als 10.000 Architekturinteressierten aus aller Welt ein voller Erfolg. Wir danken allen, die bei uns gewesen sind und freuen uns auf die, die wiederkommen wollen und auf die, die vorhaben in diesem Jahr Hamburg zu besuchen. Wir sind vor Ort und freuen uns, Sie zu begrüßen und Ihnen zu zeigen, was sich in Hamburgs Architekturszene Neues tut.


Das Bild zeigt die Archiekturexkursion des Schweizer Büros
Dahinden Heim Architekten anlässlich des 30jährigen Bürojubiläums

© Dahinden Heim Architekten

 

Wohnen an der Denickestrasse

Die SAGA / GWG will auf der Ecke Denickestraße/ Thörlstraße 175 Wohnungen aus dem Jahr 1942 abreißen und dafür 340 öffentlich geförderte Wohnungen und etwa 170 Tiefgaragen-Stellplätze an gleicher Stelle wieder aufbauen. Um die größere Anzahl an Wohnungen auf der gleichen Fläche zu bauen, will die SAGA/GWG den bisher großzügigen Innenhof mit Garagen und Spielplatz „nachverdichten“. Die neuen Wohnungen sollen zwischen 40 und 98 Quadratmeter groß sein und eineinhalb bis viereinhalb Zimmer umfassen.

Gegenstand des ausgelobten Wettbewerbs war der Entwurf von Gebäudefassaden und exemplarischer Grundrisse für neue Geschosswohnungsbauten entlang der Denickestraße und Thörlstraße sowie der freiraumplanerische Entwurf für die gebäudebezogenen Außenanlagen dieser Bebauung und den Innenhof. Auf dem Gelände an der Denickestraße/Thörlstraße sollen neben 257 Wohnungen für Familien 69 Seniorenwohnungen sowie eine Kita mit 65 Plätzen geplant werden.  Mit Ihrem Entwurf überzeugten Renner Hainke Wirth Architekten zusammen mit G2 Landschaft die Jury und wurden mit dem 1. Rang ausgzeichnet.

Rund 50 Millionen Euro soll das ganze Projekt kosten. Darin enthalten sind nicht nur der Abriss und der Neubau, sondern auch die Organisation der Ersatzwohnungen für die jetzigen Mieter und die Übernahme der Umzugskosten. Als Miete plant die SAGA/GWG im Moment mit 5,90 Euro pro Quadratmeter nettokalt. Der Baubeginn ist für den Sommer 2014 geplant.


© Renner Hainke Wirth Architekten

 

Campus Steilshoop

Der Landesbetrieb SBH | Schulbau Hamburg wurde mit der Aufgabe betraut für die Freie und Hansestadt Hamburg die Schulimmobilien unter Berücksichtigung der schulischen Belange und nach wirtschaftlichen Grundsätzen zu planen, zu bauen, zu unterhalten und zu bewirtschaften. In dieser Tätigkeit führte die SHB den Wettbewerbs für den Neubau der Grund- und Stadtteilschule und eines Quartierszentrums im Ortsteil Steilshoop im Bezirk Wandsbek durch. Der Wettbewerb wurde als Nichtoffener, hochbaulicher Realisierungswettbewerb für maximal 15 Teilnehmerteams, mit einem vorgeschalteten öffentlichen Bewerbungsverfahren ausgeschrieben. Gegenstand des Wettbewerbs war die hochbauliche Vorentwurfsplanung für einen Schulneubau mit einer 4-zügigen Grundschule und einer 3-zügigen Stadtteilschule sowie einem Quartierszentrum am Standort Gropiusring. Dabei sollte insgesamt ein Neubau-volumen von rd. 8 500 m² NF geplant werden und räumlich und funktional getrennte Gebäude für die Grundschule, die Stadtteilschule und das Quartierszentrum entstehen. Ein teilweiser Erhalt des Gebäudebestands auf dem Schulgrundstück sollte im Wettbewerb geprüft werden. Für das Bauvorhaben wurde eine Kostenobergrenze für den Hochbau und technischen Ausbau in Höhe von ca. 20 Mio. EUR festgesetzt.

Das Preisgericht hat dem Auslober einstimmig empfohlen, die drei gleichrangigen Entwürfe in einem sich dem Wettbewerb anschließenden VOF-Verfahren überarbeiten zu lassen.

1. Preis
BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg


© BLK2 Böge Lindner K2

Beurteilung durch das Preisgericht:
Der Entwurf begeistert durch die städtebaulich meisterhaft angeordneten Baukörper, die den Stadtteil und das Zentrum von der Fehlinghöhe und dem Gropiusring großzügig und selbstverständlich an den Bramfelder See anbinden. Verblüffend ist, wie es den VerfasserInnen zugleich gelingt, einen gut proportionierten inneren Quartiersplatz zwischen den neuen Gebäuden auszuformen, der lediglich die Sporthalle in eine etwas rückwärrtige Lage manövriert, ansonsten aber gut zu funktionieren verspricht. Die gute städtebauliche Lösung findet in der klaren, geschlossenen und im Detail feinfühlig differenzierten Architektursprache ihre schlüssige Entsprechung: Es zeigt sich ein angenehmes und freundliches Ambiente, in dem man sich wohlfühlen kann …

1. Preis
HASCHER JEHLE Architektur, Berlin


© HASCHER JEHLE

Beurteilung durch das Preisgericht:
Zwei sehr individuelle, stromlinienförmige Baukörper formen die Hülle für Schule und Quartierszentrum. Städtebaulich flankieren sie den Blick aus der zentralen Achse Fehlinghöhe und fassen ihn geschickt, indem sie hier den Freiraum aufweiten und für die beiden Häuser im Osten und Westen des so entstehenden Stadtplatzes gut auffindbare zentrale Adressen schaffen. Gleichzeitig wird der Fußweg zum See begleitet und aufgewertet. Ein kleiner Nachteil entsteht durch die so erzeugte Lage der Sporthalle in zweiter Reihe. Das westliche Haus fasst intelligent die beiden Schulen in einem Baukörper zusammen, wobei jeweils eine individuelle Eingangssituation besteht. Die Schule wirkt innenräumlich durch großzügige Einschnitte licht und einladend, da Tageslicht über verglaste Flure, Aufweitungen und gut proportionierte Innenhöfe ins Innere fällt. Problematisch ist allerdings die Vermischung von Unterrichtsbereichen an der Nahtstelle von Grundschule und Sekundarstufe. Im Erdgeschoss sind Mensa und Pausenhalle zwar gut platziert – letztere belebend am öffentlichen Raum – lassen sich für große Schulveranstaltungen allerdings nicht optimal zusammenschalten. Ferner besteht die Problematik der Trennung von Produktionsküche und Mensa auf der einen und Alraune mit Bistrobereich auf der anderen Seite. Der Gang unter Gelände stellt keine ausreichende Verbindung dar. Die städtebauliche Offenheit ist erkauft zugunsten einer schlüssigen Lösung in der Anordnung übergeordneter Funktionen. Im östlichen Teil sind die beiden Bereiche des Quartierszentrums platziert und mit Multifunktionsraum und Bistro am öffentlichen Raum präsent. Insgesamt bietet der Entwurf mit der prägnanten und wieder erkennbaren „Körpersprache“ eine gute und individuelle Antwort auf eine sehr komplexe Aufgabenstellung. Die Fassadensprache kleidet den Körper angemessen, wenn auch in diesem Entwurfsstadium noch sehr schematisch dargestellt, und lässt in der weiteren Detaillierung eine optimistische Ausstrahlung in den Stadtteil erwarten.

1. Preis
petersen pörksen partner architekten | stadtplaner, Lübeck


© petersen pörksen partner

Beurteilung durch das Preisgericht:
Es handelt sich um ein klares Gesamtkonzept, dass die Einzelbereiche Quartierszentrum, Stadtteilschule und Grundschule eindeutig und ablesbar definiert und damit jeweils den einzelnen Einrichtungen identifizierbar zuordnet. Wie an einer Perlenschnur aufgefädelt sind die drei Nutzungen im Erdgeschoss miteinander verbunden. So entsteht zum einen eine sehr schön formulierte stadt-landschaftsräumliche Wegebeziehung vom Gropiusring im Süden zum See im Norden und zum anderen ein landschaftlich gestalteter Stadtraum, vom dem aus richtigerweise alle Zugänge sowohl zum vorhandenen Sport im Osten als auch zu den drei Eingängen des Grundschulhauses der Stadtteilschule und des Quartierszentrums angelegt sind. Die Anordnung der Gemeinschaftsräume der Schule (Mensa, Aula) und des multifunktionalen Bistros und der Klubräume des Quartierszentrums entlang des Weges zum See unterstreicht die Öffentlichkeit des Weges und ergibt schöne Ausblicke aus diesem Bereich zum Platz und führt darüber hinaus auch zu guten funktionalen Nutzungsmöglichkeiten. Obwohl jede Einrichtung ihren eigenen individuellen Eingang in ihr jeweils eigenes Haus hat, sind doch alle Einrichtungen zu einem Ganzen verwoben, ohne die eigenständigen Nutzungen einzuschränken. Jede Einrichtung hat auch in den Obergeschossen mit einem jeweiligen Innenhof ihre eigene Identität durch Licht und Offenheit. Leider ist die städtebauliche Einfügung als selbstverständliche Wegebeziehung von der Fehlinghöhe zum See nicht gegeben, was einen großen städtebaulichen Nachteil darstellt. Die drei Baukörper stehen darüber hinaus zu weit auseinander und verlieren sich in ihrer Einheit. Die Fassaden sind eher beliebig und lassen die angemessene Qualität vermissen. Insgesamt handelt es sich um einen Entwurf, der von der funktionalen Nutzung aus Sicht der Schule und des Quartierszentrums der Aufgabenstellung gerecht wird, auch landschaftlich und topographisch schön eingebettet ist, jedoch einen entscheidenden Mangel im städtebaulichen Konzept im Hinblick auf die Siedlung Steilshoop aufweist.

Frohes Fest

Wir wünschen Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, ein frohes Fest und ein schönes neues Jahr! Wir freuen uns schon, Sie im kommenden Jahr auf unseren Architekturführungen durch Hamburg oder auf einer unserer Architekturreisen begrüßen zu können.

mit der KITA in der HafenCity

Was ist die Elbphilharmonie?
Weshalb hat das Kesselhaus Schornsteine?
Warum baut man in der HafenCity auf Deichen?
Gibt es wirklich Piraten auf dem Piratenspielplatz?

Diese und andere Fragen beantworteten wir in der vergangen Woche mit der Löwengruppe der KITA Vogelnest auf unserer Architekturexkursion in die HafenCity. Von Ottensen ging es zu Fuß nach Neumühlen und mit dem Schiff zum neuen Anleger an der Elbphilharmonie. Wir erkundeten mit den 3 bis 6 jährigen das Gelände rund um das Konzerthaus und die neu geschaffene Warft am Kaiserkai. Bei einem kurzen Stopp am Elbphilharmonie Pavillon lauschten die Kinder an den Hörmuscheln und bekamen einen ersten Eindruck zur Musik, die bald in der Philharmonie zu hören sein wird. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Höhe der Muscheln nicht für kleine Kinder geeignet sind.

mit der KITA in der HafenCity

Mit großem Hunger ging es ins Kesselhaus, wo alle ihre Rucksäcke auspacken durften und ihr Frühstück verspeisten, bevor wir gemeinsam das Modell der HafenCity erkundeten.
Nach der Stärkung und mit einem guten Überblick über die Stadt und das neue Gebiet an der Elbe spazierten wir mit den „Löwen“ weiter zum Neubau von Unilever am Strandkai
und bestauten das große Atrium. Auf der angrenzenden Elbterrasse erklärten wir den Kindern, wie man aus alten Seecontainern nützliche Gebäude errichten kann und die Kids bauten mit Legosteinen das Fährterminal von Renner Hainke Wirth Architekten nach.

Das große Highligt folgte mit dem Besuch des neuen Piratenspielplatzes. Ein Park mit einem Weidenlabyrinth, einer großen Kletterwand mit Baumhaus, einer Wasserspiellandschaft und mehreren Hängebrücken. Die Kinder erkundeten den Park, tobten und kletterten und alle waren sich ganz einig: das ist das tollste Projekt in der neuen HafenCity.

mit der KITA in der HafenCity mit der KITA in der HafenCity mit der KITA in der HafenCity mit der KITA in der HafenCity

 

 

Campus Erweiterung

An der Bundesstraße wird nach den Plänen der Architekten Raumwerk (Frankfurt) und der SEHW (Hamburg) ein zentraler Campus geschaffen. Unter Einbeziehung des maroden Geomatikums sollen die vier Fachbereiche Mathematik, Geowissenschaften, Informatik und Chemie räumlich zusammengeführt werden.

Campus Erweiterung

Mit den Bauarbeiten wurde jetzt begonnen. Im ersten Bauabschnitt soll ein Gebäude für die Klimaforschung rund um das grau-braune Hochhaus entstehen. Wenn im zweiten Schritt die Bibliotheken, Hörsäle und Mensa fertig und die Studierenden dort untergebracht sind, soll in einem dritten Abschnitt das Geomatikum saniert werden. Danach ziehen die Mathematiker, das Rechenzentrum und die Präsidialverwaltung ins Geomatikum.

Die Stadt wird in den kommenden Jahren insgesamt etwa 500 Millionen Euro in die dringend notwendige Universitätserweiterung stecken. Allein 320 Millionen sollen in einen neuen Gebäudeverbund, der sich vom Geomatikum am Schlump über die Bundesstraße bis hin zur Grindelallee zieht, investiert werden. Bis Ende 2018 soll der Komplex fertiggestellt sein.

Campus Erweiterung

Grandhotel The Fontenay

Sterne-Restaurant mit bestem Alsterblick, bis zu 200 Quadratmeter große Suiten und ein Schwimmbad auf dem Dach: Multi-Milliardär Klaus-Michael Kühne stellte die Pläne für das ehemalige „InterConti“-Hotel an der Fontenay (Rotherbaum) vor.

Der Neubau, nach dem Entwurf des Architekturbüro Störmer und Partner, soll ein All-Suiten-Hotel mit 130 Zimmern werden, in dem die 90 Regelzimmer mindestens 45 qm messen. Weitere 20 Suiten werden bis zu 200 qm groß sein, wie die Präsidentensuite, die im obersten Zimmergeschoss künftig einen weiten Blick über Alster und Innenstadt bietet.

Grandhotel The Fontenay

Kühne beabsichtigt – wie in der Presseerklärung zum Wettbewerb notiert – „über seine Kühne Immobilia GmbH ein neues Grandhotel zu errichten, das den Anspruch hat, das beste Hotel Deutschlands und eines der besten in Europa zu werden“. Zielstellung ist, vermehrt internationales Publikum nach Hamburg und in das Hotel zu locken. Dazu kommen 20 bis zu 200 Quadratmeter große Suiten und 20 „Residenzen“ zur Badestraße hin. Sie sind für Langzeit-Bewohner gedacht. Mindestens 100 Millionen will er in sein Luxushotel investieren.

Der Zeitplan ist ambitioniert.  Das frühere Intercontinental Hotel soll Anfang nächsten Jahres abgerissen werden. Die Fertigstellung des Hotels ist für Juni 2016 geplant.

Grandhotel The Fontenay

Grandhotel The Fontenay
© Störmer Murphy and Partners

Architekturreisen 2014

Auch für das nächste Jahr haben wir einige interessante Architekturreisen geplant.
Wir freuen uns Ihnen unser Programm für 2014 vorstellen zu dürfen:

Breslau 28. bis 30. März 2014
Tokio 13. bis 22. April 2014
Porto und Lissabon 18. bis 22. Juni 2014
Venedig November 2014

 

Für die Reise nach Tokio (Anmeldeschluss ist der 20.12.2013) liegt das Programm schon vor und kann gerne übersandt werden. Weitere Informationen sind auf unserer Webseite zu finden.