„New Green Home“: nachhaltiges Bürogebäude in der HafenCity

VTG verlagert Konzernzentrale „New Home“ in die HafenCity. Der Hamburger Projektentwickler DC Developments setzt im Elbbrücken-Quartier in der Hamburger HafenCity ein Platin-zertifiziertes Bürohochhaus um. Auf dem Baufeld 101 an der Versmannstraße/Ecke Lieselotte von Rantzau-Platz entsteht das Bauvorhaben mit einer Bruttogrundfläche von bis zu 21.000 m². Im Mittelpunkt der Entwicklung steht ein nachhaltiges Gebäudekonzept, inklusive eines 400 m² großen begrünten Innenhofs. Der Entwurf stammt von steidle Architekten. Das Investitionsvolumen beträgt rund 180 Mio. Euro. Ankermieter wird das international führende Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG mit Hauptsitz in Hamburg. Im hochbaulichen Wettbewerb, den der Bauherr gemeinsam mit der HafenCity Hamburg GmbH und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen durchführte, setzte sich das Büro steidle Architekten gegen acht nationale und internationale Büros durch. Der Baustart ist für Anfang 2023, die Fertigstellung für 2026 geplant.

Bürogebäude_Außenansicht Nacht© DC Developments_VTG_steidle

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Auf einer Grundstücksfläche von ca. 3.150 m² entstehen rund 18.000 m² flexible Büroflächen, verteilt auf einen Riegel- sowie Turmbau mit rund 60 m Höhe – mit Ausblicken auf den Baakenhafen im Süden, die Stadtsilhouette im Norden und direktem Zugang zum Lieselotte von Rantzau-Platz, benannt nach der erfolgreichen deutschen Reederin und Unternehmerin. Im Erdgeschoss werden teilweise sogenannte publikumswirksame Flächen entstehen. Voraussichtlich 70 Tiefgaragen-Stellplätze mit E-Ladevorrichtungen ergänzen das Konzept, sowie 5 Car-Sharing-Plätze und rund 200 Fahrradstellplätze.

„New Green Home“: nachhaltiges Bürogebäude in der HafenCity

Geringe CO2-Emission in Herstellung und Betrieb: Projektentwickler DC Developments strebt die höchste Auszeichnung „Platin“ des HafenCity Umweltzeichen an. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Kriterien Energie, Baustoffe sowie einem behutsamen Umgang mit öffentlichen Ressourcen. Neben der Auslegung für einen reduzierten Energiebedarf im Betrieb, fokussiert DC Developments sich bei der Auswahl der Materialien auf Baustoffe, die besonders CO2-arm hergestellt, recycelt oder wiederverwendbar sind. Das Rückbaukonzept dokumentiert die Kreislauffähigkeit des Gebäudes.

Als Novum in der HafenCity erscheinen der begrünte Dachgarten und ein von dem Landschaftsarchitekturbüro Kretschmer Tauscher Sander (KRE_TA) gestalteter Innenhof mit insgesamt 400 m² Fläche, die durch ihre vorgesehenen seltenen heimischen Pflanzen- und Tierarten einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität im Umfeld liefern. Die „Grünoasen“ sollen für die Mitarbeitenden von VTG und für alle anderen Mieter des Hauses einen Ort der Begegnung, mit Aufenthaltsqualität schaffen.

Bürogebäude_Innenhof© DC Developments_VTG_steidle

03_Bürogebäude_Innenhof© DC Developments_VTG_steidle

„Das Baufeld 101 bildet den westlichen Auftakt zum Quartier Elbbrücken; daher kommt ihm eine große Bedeutung zu. Der Entwurf betont seine besondere Lage durch interessante und attraktive öffentliche Nutzungen und schafft ein Gesicht zum Platz ohne in Kubatur und Höheentwicklung aus der Reihe zu tanzen. Auf den ersten Blick zeigen sich die Gebäude zurückhaltend, beim genaueren Hinsehen erkennt man ein feines Backsteinkleid, das das Thema Sockel und Dachgeschoss differenziert und betont, ohne die gestalterische Idee des proportionierten Rasters zu verlassen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Material, denn die Fassade besteht aus gebrauchten, wiederverwenden Ziegelsteinen. Der Entwurf zeigt sich als kräftiges und zugleich offenes Gebäude, mit einer feinen, schönen Steinfassade nach außen und einem lichten, grünen Atrium nach innen. Er schafft damit an dieser besonderen Stelle einen wichtigen und richtigen Stadtbaustein“, sagt Oberbaudirektor Franz-Josef Höing.

„Arbeitswelten erleben derzeit einen grundlegenden Wandel. Das klassische Büro wird um die Optionen des Arbeitens im Homeoffice ergänzt und dient in erster Linie als Treffpunkt von Kolleg:innen. In
Zukunft wird sich neben dem Homeoffice sicher ein Officehome etablieren. Unsere Aufgabe ist es, flexible Lösungsansätze zu entwickeln: Das Bürogebäude der Zukunft muss Begegnungsorte bieten, Freiräume für spontanen Austausch schaffen und Kreativzentren zur Entwicklung neuer Ideen fördern
– hierfür entwarfen wir beispielsweise offene, natürlich belichtete Erschließungswege und den intensiv begrünten Innenhof”, erklärt Johann Spengler, geschäftsführender Gesellschafter von steidle Architekten, die den Architekturwettbewerb des Bürogebäudes für sich entschieden.

Auf unserer Architekturführung HafenCity Ost können Sie mehr erfahren.

Architektur für die Wasserhäuser HafenCity entschieden

Die Architektur für die drei Wasserhäuser im Baakenhafen in der HafenCity ist entschieden. Die Lage der Baufelder im Hafenbecken weist ambitionierte technische und gestalterische Herausforderungen auf. Darüber hinaus wurden hohe Ansprüche an die Nachhaltigkeit formuliert. Für diese Aufgabe haben die drei Bauherren, die LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH, die OTTO WULFF Projektentwicklung GmbH und die Richard Ditting GmbH & Co. KG im Einvernehmen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie der HafenCity Hamburg GmbH zu einem hochbaulichen Workshopverfahren eingeladen, bei dem pro Wohnturm ein Architekturbüro ausgewählt wurde. Die Gewinner sind die Büros KCAP B.V. (Rotterdam), Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH (Berlin) und Buchner Bründler Architekten AG (Basel).

Wasserhäuser Baakenhafen_BF 92c_1 BF © Ditting_Buchner Bründler Architekten

Wasserhäuser Baakenhafen_Buchner Bründler Architekten_BF 92c_1 BF © Ditting_Buchner Bründler Architekten

Die Planung der Wasserhäuser hat eine längere Geschichte: Die 2012 aus dem hochbaulichen
Wettbewerbsverfahren hervorgegangenen Entwürfe sahen drei im Wasser stehende Gebäu-
depaare vor, die über Steganlagen mit dem südlichen Ufer des Baakenhafens verbunden waren. Im
Laufe der weiteren Bearbeitung zeigte sich jedoch, dass eine wirtschaftlich tragfähige Lösung nicht
erreicht werden konnte: Zu groß hätten die architektonischen und städtebaulichen Kompromisse aus-
fallen müssen. Nachfolgende intensive Prüfungen hinsichtlich Position und Höhe ergaben, dass vorzugsweise drei einzelne, markante Gebäude sich städtebaulich wesentlich besser in das Quartier einfügen würden. Somit wurde deutlich, dass man sich von den bisherigen Architekturentwürfen verabschieden musste.

Architektur für die Wasserhäuser HafenCity entschieden

So wurde gemeinsam mit den drei Bauherren im letzten Jahr ein neues hochbauliches Workshopver-
fahren durchgeführt. Für jedes der Gebäude wurde ein eigenständiger Wettbewerb durchgeführt und von der Jury, unter der Leitung von Stefan Behnisch, jeweils ein siegreicher Entwurf prämiert. Bei der Auswahl der Entwürfe sind neben der funktionalen Gestaltung insbesondere das direkte Umfeld sowie die Fernwirkung der Gebäude und das Zusammenspiel untereinander sowie der Einklang mit der landseitigen Bebauung betrachtet worden.

Baufeld 88c – LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH
Der Watertower auf dem Baufeld 88c ist das westlichste der insgesamt drei Wasserhäuser. Der Entwurf für das Wasserhaus von KCAP B.V., Rotterdam bildet sich in der Grundform eines Seesterns aus und kann über einen überdachten Steg erreicht werden. Von diesem erreicht man eine geschwungene Plattform, an dessen Westseite sich ein Kinderspielplatz befindet und an der Ostseite den Eingangsvorplatz mit überhöhter Lobby ausbildet. Das Gebäude bietet Raum für insgesamt 62 Wohnungen verschiedener Größen zwischen 55 und 175m². Die Form des Seesterns bietet maximale Aussichtsmöglichkeiten für die Bewohner:innen, zugleich zeigt die organische und schlanke Form des Gebäudes von allen Seiten unterschiedlichste Anblicke. Der Bauherr legt großen Wert auf die Nachhaltigkeitsaspekte des Neubaus. So wird die LIP das Gebäude nicht nur nach dem Platin-Standard des HafenCity-Labels zertifizieren lassen, sondern es werden darüber hinaus zusätzliche Anforderungen an die Einsparung von CO2-Emissionen und an den Einsatz natürlicher oder recycelter Baustoffe erfüllt.

Wasserhäuser Baakenkafen_BF 88c_1 © LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH_KCAP

Wasserhäuser Baakenkafen_KCAP_BF 88c © LIP Ludger Inholte Projektentwicklung GmbH_KCAP

Baufeld 90b – OTTO WULFF Projektentwicklung GmbH
Das Baufeld 90b zeichnet sich durch seine mittige Lage zwischen den drei Wasserhäusern aus und erfüllt daher in der Trilogie der drei Gebäude eine wichtige Funktion. Die prämierten Architekten Barkow Leibinger Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin entwickelten einen Entwurf, der den hohen Ansprüchen dieser besonderen Aufgabe gerecht wird. Die Grundrissfigur des Wasserhauses ist aufgefächert, so dass maximale Ausblicke zur Innenstadt, über die HafenCity und die Elbe möglich sind. Die Wohnungen öffnen sich vom kompakten Kern ausgehend nach außen und sind leicht zueinander versetzt, wodurch auch das kleinste Apartment Ausblicke in mindestens zwei Himmelsrichtungen hat. Daraus ergibt sich die skulpturale Gestalt des Hauses, die durch starke Brüstungsbänder zusätzlich betont wird. Die anspruchsvolle Baulogistik über eine Baustraße auf dem Wasser sowie die Zugänglichkeiten nur über Stege wird für technisch interessierte Bürger:innen ein lohnendes Ausflugsziel darstellen und demonstriert einmal mehr die Innovationskraft an diesem Standort.

Wasserhäuser Baakenhafen_BF 90b_2 © Otto Wulff_Barkow Leibinger_Atelier Tata

Wasserhäuser Baakenhafen_Barkow Leibinger_BF 90b © Otto Wulff_Barkow Leibinger_Atelier Tata

Baufeld 92c – Richard Ditting GmbH & Co. KG
Das östliche Baufeld 92c, für das der Entwurf von Buchner Bründler Architekten AG, Basel ausgewählt wurde, ist durch seine Nähe zum Baakenpark gekennzeichnet. Transparenz und Leichtigkeit kennzeichnen das Wasserhaus des Hamburger Bauunternehmens und Projektentwicklers Richard Ditting GmbH & Co. KG. Auf rund 7.955m² Bruttofläche bietet das Holz-Hybrid-Haus Platz für 80 bis 85 Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern und bis zu 110 Quadratmetern sowie einem Indoor-Spielplatz. Der Zugang erfolgt über eine zweigeschossige Brücke über die Baakenallee sowie den Petersenkai. Der vorgelegte Entwurf besticht durch eine scheinbar schwingende Quaderform und eine sympathisch leichte Silhouette. Die künftigen Bewohner:innen werden weite Blicke auf Elbe, HafenCity und Innenstadt haben, Highlights der Ausstattung sind umlaufende Terrassen, Loggien, bodentiefe Verglasung, ein Erdgeschoss in doppelter Höhe mit Arkadenumlauf. Die Bauausführung soll nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip ressourcenschonend und emissionsreduziert erfolgen. Weitere Nachhaltigkeitsaspekte sind Photovoltaik, Gründach, Fahrradstellplätze mit Ladestation sowie Dachvorsprünge für äußeren Sonnenschutz.

Die drei Wohntürme, die in das Hafenbecken gebaut und durch Steganlagen mit dem Ufer verbunden
sind, werden neue städtebauliche Ankerpunkte im Quartier Baakenhafen bilden. Mit dem Bau kann voraussichtlich 2023/2024 begonnen werden.

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Infocenter Science City offiziell eröffnet

Stadtentwicklung als Erlebnis zum Anfassen und Eintauchen. Unmittelbar gegenüber der Trabrennbahn Bahrenfeld hat mit dem Infocenter Science City am Albert-Einstein-Ring 10 ein für alle Menschen offener Treffpunkt und Informationsort eröffnet.

Eröffnung des Science City Inofecenters

Eröffnung des Science City Inofecenters in Bahrenfeld mit Dr. Andreas Kleinau HafenCity GmbH, Frau von Berg Bezirksamtsleiterin Altona, Dr. Dosch Desy © Science City Hamburg Bahrenfeld GmbH – Miguel Ferraz

Am Donnerstag, den 30. Juni 2022 nahmen Dr. Stefanie von Berg, Leiterin des Bezirksamts Altona, Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender des DESY-Direktoriums, Prof. Dr. Heinrich Graener, Dekan der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften der Universität Hamburg sowie Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der Science City Hamburg Bahrenfeld GmbH das neue Infocenter für die Science City Hamburg Bahrenfeld offiziell in Betrieb.

Infocenter Science City offiziell eröffnet

Die Ausstellung bringt den Besucherinnen und Besuchern die spannenden Entwicklungen und Herausforderungen eines rund zwei Jahrzehnte andauernden Stadtentwicklungsvorhabens näher: Erfahrene Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, Ausstellungstafeln, Entwicklungspläne, kostenlose Informationsmaterialien, gebastelte Stadtmodelle und bearbeitete Originalpläne aus mehreren Beteiligungsworkshops zu den Quartieren am Volkspark sorgen dafür, dass man sich die Science City lebhaft vorstellen kann. Die Ausstellung wird schrittweise um einzelne Exponate, multimediale Darstellungen und audio-visuelle Vorführungen erweitert.

In der Science City Hamburg Bahrenfeld verbinden sich zukünftig internationale Spitzenforschung, universitäre Ausbildung, innovative Unternehmen und lebendige Wohnquartiere zu einem neuen, 125 Hektar großen Stadtraum. Dieser besteht aus mehreren Teilbereichen, die räumlich und inhaltlich ineinander übergehen: ein wissenschaftliches Hauptentwicklungsareale um das Deutsche Elektronen-Synchroton DESY, naturwissenschaftliche Fachbereiche der Universität Hamburg und weitere renommierte Institute, ein Innovations- und Technologiezentrum sowie eine mischgenutzte lebendige Nachbarschaft mit Wohnschwerpunkt. Verknüpft wird das gesamte Areal durch eine neue Infrastruktur, attraktive Freiräume und durch die Verbindung neuer Wohn- und Arbeitswelten mit dem bestehenden nachbarschaftlichen Umfeld der Stadtteile Bahrenfeld und Lurup. Menschen und Institutionen der Umgebung werden aktiv in den gesamten Prozess eingebunden und schon frühzeitig intensiv an der Gesamtentwicklung beteiligt.

Die Science City Hamburg Bahrenfeld: Wissen findet Stadt

Für die Zusammenführung der einzelnen Entwicklungsstränge und die Koordination der beteiligten Akteure ist die städtische Science City Hamburg Bahrenfeld GmbH zuständig.

Das Infocenter Science City öffnet immer dienstags von 10:00 bis 14:00 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr und wird betrieben von der Science City Hamburg Bahrenfeld GmbH.

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Der Hopfenmarkt wird umgestaltet

Der Hopfenmarkt wird umgestaltet: Der Platz westlich des Mahnmals St. Nikolai soll zu einer attraktiven Freifläche mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Entstehen soll dort zudem ein sogenanntes Archäologisches Fenster: Mit dem Bauwerk soll der Wall der mittelalterlichen Neuen Burg aus dem Jahr 1021 erlebbar werden, der dort bei Ausgrabungen gefunden wurde. Ein Gesamtentwurf, der all diese Elemente einbindet, wird jetzt in einem städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb gesucht. Das Ergebnis wird im Spätsommer 2022 erwartet.

Hopfenmarkt

Hopfenmarkt © moka-studio

Informationen über alle Punkte und Details, die in die Planung einzubeziehen sind, gab es am 23. November 2021 bei einer digitalen Veranstaltung. Inputs zu den Ideen der Umgestaltung und den Anforderungen an die Wettbewerbsentwürfe gaben in der Infoveranstaltung Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, Dr. Anna Joss, Leiterin des Denkmalschutzamtes in der Behörde für Kultur und Medien, Gordon Nelkner, Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt im Bezirksamt Hamburg-Mitte sowie Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Daniel Luchterhandt vom Büro luchterhandt & partner, das das Wettbewerbsverfahren betreut.

Der Hopfenmarkt wird umgestaltet

Die Umgestaltung des Hopfenmarkts ist, ebenso wie die Umgestaltungen des Jungfernstiegs und des Burchardplatzes, ein Leitprojekt des Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Zugrunde liegt das Handlungskonzept Innenstadt. Die Basis der städtischen Aktivitäten bilden klar definierte Ziele für eine lebendige und vielfältige Innenstadt: Höhere Aufenthaltsqualität an fußläufig besser verknüpften Orten im öffentlichen Raum, mehr Wohnen in der Innenstadt und insgesamt vielfältigere Nutzungsstrukturen. Für ihre Umsetzung sind nun zunächst 29 Millionen Euro vorgesehen. Manche Maßnahmen laufen bereits sichtbar, wie der autoarme Jungfernstieg. Andere sind im Planungsstadium – wie die Umgestaltungen am Hopfenmarkt und Burchardplatz sowie im Rathausquartier. Hinzu kommen zahlreiche private Bauprojekte, die ebenfalls auf die Erreichung der Ziele einzahlen. So lassen sich aktuell zukunftsgerechte Entwicklungen und Potenziale an insgesamt rund 20 Orten innerhalb des Hamburger Wallrings verorten.

autoarmer Jungfernstieg

Jungfernstieg © moka-studio

Ein Element der künftigen Gestaltung des Hopfenmarkts soll das sogenannte Archäologische Fenster werden. Unter der Platzfläche im Vorfeld des Mahnmals St. Nikolai wurden außergewöhnlich gut erhaltene Teile des Walls der „Neuen Burg“ entdeckt, die vor genau 1000 Jahren, ab 1021, als zweite Befestigung neben dem Wall am Dom errichtet worden ist. Die bedeutsamen Funde sollen dauerhaft inszeniert und in eine Darstellung der Entstehungsgeschichte Hamburgs eingebettet werden.

Insgesamt soll der aktuell als Parkplatz genutzte Hopfenmarkt zum lebendigen Aufenthaltsort werden und in seiner Gestaltung zugleich der historischen Bedeutung des Nikolai-Quartiers als Keimzelle der Hafen- und Kaufmannsstadt Hamburg gerecht werden. Der derzeitige großzügige Baumbestand soll weitestgehend erhalten bleiben. Die künftige ebenerdige Querung der Willy-Brandt-Straße soll zudem die Anbindung an den Cremon und damit die fußläufige Verbindung zu Speicherstadt und HafenCity verbessern.

Aufwertung der Hamburger Innenstadt

Das zweiphasige Wettbewerbsverfahren mit zunächst 30, in der zweiten Phase voraussichtlich noch acht teilnehmenden Büros, lobt die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte aus, in enger Abstimmung mit der Behörde für Kultur und Medien sowie dem Archäologischen Museum Hamburg.

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Hamburgs Hauptbahnhof bekommt eine gläserne Halle

Der Ausbau des Hamburger Hauptbahnhofs ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen: die Jury hat die Entwürfe des Büros bof Architekten aus Hamburg mit den Landschaftsarchitekten hutterreimann aus Berlin zum Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs und Entwicklung seines Umfelds gekürt. Der Entwurf überzeugte die 23 Jurymitglieder aus Politik, Stadtplanung und Architektur sowie von der Deutschen Bahn mit einer gläsernen Halle auf der Südseite des Bahnhofs.

Hauptbahnhof-Visualisierung-Hachmannplatz

Hauptbahnhof Visualisierung Hachmannplatz © bof architekten & hutterreimann landschaftsarchitektur

Laut Jury bietet diese Halle eine zeitgemäße Fortsetzung der denkmalgeschützten Bahnhofshalle. Die Großform des Bestands wird aufgenommen und die umliegenden Stadträume werden differenziert entwickelt. In die Entscheidung der Jury flossen auch die Rückmeldungen der Hamburgerinnen und Hamburger ein: Sowohl vor der ersten als auch vor der zweiten Jurysitzung konnten sie bei öffentlichen Ausstellungen der Wettbewerbsarbeiten im Museum für Kunst und Gewerbe Feedback zu den Entwürfen geben.

Hamburgs Hauptbahnhof bekommt eine gläserne Halle

Klarheit und Sichtbarkeit sind die entwurfbestimmenden Faktoren. Der Hamburger Hauptbahnhof wirkt in seinem jetzigen Zustand verbaut und unübersichtlich. Durch den Rückbau sämtlicher Anbauten wird der Hauptbahnhof seinem Ursprungszustand so nahe wie möglich gebracht und durch eine klare, schlüssige Ergänzung komplementiert. Zusätzlich wird aus der Kubatur des Bahnhofs heraus eine Ergänzung entwickelt, die sich großzügig zum Hachmannplatz öffnet und so Quartier und Bahnhof schlüssig miteinander verbindet. Der Bahnhof als Entree zur Stadt erhält die angemessene Großzügigkeit, Übersichtlichkeit und Sichtbarkeit sowohl im Inneren wie auch im Äußeren.

Der nun gekürte Entwurf soll Grundlage eines Masterplans für die Erweiterung des Hauptbahnhofs und die Entwicklung seines Umfelds werden. Neben der verkehrlichen Leistungsfähigkeit des Bahnhofs sind städtebauliche und architektonische Aspekte darin ebenso bedeutsam wie der behutsame Umgang mit dem denkmalgeschützten Gebäude des Hauptbahnhofes, die Gestaltung der Freiräume und die Vernetzung mit den umgebenden Nachbarschaften.

Hauptbahnhof Visualisierung Kommunaltrasse

Hauptbahnhof Visualisierung Kommunaltrasse © bof architekten & hutterreimann landschaftsarchitektur

Hamburgs Hauptbahnhof ist mit rund 550.000 Reisenden der am zweitmeisten frequentierte Bahnhof Europas. Für die Zukunft werden durch den Ausbau des Schienennetzes im Nah- und Fernverkehr bis zu 750.000 Fahrgäste erwartet. Der Ausbau des Bahnhofs soll neben einer grundlegenden Modernisierung hierfür die Grundlage schaffen.

Jury wählt Siegerentwurf des Wettbewerbs aus

Insgesamt hatten sich 60 Büros und Arbeitsgemeinschaften in dem Wettbewerbsverfahren beworben. 30 Teilnehmende gaben im Juni 2021 ihre ersten Entwürfe ab, von denen die Jury in ihrer Sitzung im August 2021 acht Büros für eine zweite Bearbeitungsstufe auswählte. Sieben Büros reichten schließlich ihre Entwürfe ein, die der Jury in der Preisgerichtssitzung am 6. Dezember vorgestellt wurden.

Im Januar werden die Ergebnisse des Wettbewerbs noch einmal im Rahmen einer Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe präsentiert. Parallel erfolgt die weitere Vorbereitung der Planungsleistungen durch Baugrunduntersuchungen, Bestandsdatenerfassung und 3D-Modellierung.

Hauptbahnhof Visualisierung Passage Modul C

Hauptbahnhof Visualisierung Passage Modul C © bof architekten & hutterreimann landschaftsarchitektur

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Architekturwettbewerb für nachhaltiges Pilotprojekt in östlicher HafenCity entschieden

Unmittelbar am Amerigo-Vespucci-Platz im Quartier Elbbrücken in der östlichen HafenCity entsteht ein nachhaltiges, mischgenutztes Gebäude mit einem sehr hohen Anteil an geförderten Wohnungen. Das circa 22.500 qm umfassende Vorhaben zeichnet sich in erster Linie durch die Einsparung grauer Emissionen und einen verringerten Ressourcenverbrauch in der Bauphase sowie eine zukünftige Recyclingfähigkeit im Sinne des zirkulären Bauens aus. Erstmals überhaupt soll bei einem Gebäude Gradientenbeton zum Einsatz kommen.

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Baufeld-108-1-PATRIZIA © Kim Nalleweg

Die neue Technologie greift mit der organischen Struktur des Knochenbaus ein Vorbild aus der Natur auf. Ziel ist eine erhebliche Reduzierung des Materialeinsatzes bei Betonbauteilen. Hervorzuheben bei dem Vorhaben ist der Einsatz neuer klimaschonender Technologien bei gleichzeitiger hoher sozialer Wohnraumförderungsquote von insgesamt vierzig Prozent – neben freifinanzierten Mietwohnungen, einer Kita sowie gewerblichen und publikumsbezogenen Nutzungen. Die Bauherrin PATRIZIA AG hat im Einvernehmen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der HafenCity Hamburg GmbH einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb ausgelobt, zu dem sechs Architekturbüros aus dem In- und Ausland eingeladen waren. Aus diesem ist das Berliner Architekturbüro Kim Nalleweg Architekten siegreich hervorgegangen.

Architekturwettbewerb für nachhaltiges Pilotprojekt in östlicher HafenCity entschieden

Auf dem Baufeld 108 im Quartier Elbbrücken in der östlichen HafenCity entstehen entlang der Lucy-Borchard-Straße in einem durchgehend siebengeschossigen Gebäude auf ca. 8.000 qm 87 geförderte Mietwohnungen. Am neuen Amerigo-Vespucci-Platz werden ein dreizehngeschossiger Hochpunkt und ein ebenfalls siebengeschossiges Gebäude durch einen eingeschossigen Verbindungskörper zusammengefügt. Hier entstehen ca. 11.600 qm Fläche für 95 freifinanzierte Mietwohnungen. Im Ganzen umfasst das Gebäudegefüge damit 182 Wohnungen. Im Erdgeschoss ergänzen eine ca. 900 qm große Kita sowie eine Fläche von ca. 2.000 qm für mehrere Gewerbeeinheiten das insgesamt ca. 22.500 qm umfassende gemischte Stadtensemble.

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Baufeld-108-2-PATRIZIA © Kim Nalleweg

Im Gegensatz zu üblichen Stahlbetonbauten wird der gesamte Konstruktions- und Nutzungsprozess des Gebäudes in wesentlichen Punkten substantiell verbessert, es werden Ressourcen eingespart und Materialkreisläufe bis hin zur Rückbaufähigkeit des Gebäudes geschlossen. Im Sinne des zirkulären Bauens wird somit über den gesamten Nutzungszyklus CO2 eingespart und die Umwelt entlastet. Konkret geht es dabei um:
  • Eine Reduktion der verbauten Baustoffmengen, vor allem des Betons, durch Optimierung der Bauweise und eine weltweit erstmalige Anwendung von sog. Gradientenbeton und ggf. weiteren innovativen Technologien. Insbesondere durch die vom Büro Werner Sobek (Stuttgart) und dem Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart entwickelte Gradientenbeton-Technologie können die Masse und damit das Gewicht einzelner Bauteile um mindestens 50 Prozent verringert und somit graue Energie und graue Emissionen eingespart werden. Nach dem Prinzip organischer Knochenstrukturen ist der vorrangig bei Deckenkonstruktionen eingesetzte Beton durch eine Vielzahl von Hohlkörpern unterschiedlich porös (gradient), bei gleichzeitig hervorragender Stabilität und Resistenz.
  • Den Einsatz von recycelten Materialien, etwa von Mauerwerk mit Bezug zu lokalen Abbruchstellen und die Verwendung recycel- und kompostierbarer Baustoffe sowie von Recycling-Beton im Sinne des zirkulären Bauens.
  • Die Erstellung eines Rückbaukonzepts inklusive einer digitalen Materialdatenbank über die im Gebäude verbauten Materialien sowie den Einsatz von später weitestgehend sortenrein trennbaren Materialien.
  • Eine weitgehende Kooperation mit lokalen Hamburger Partner:innen aus Bauindustrie und Wissenschaft im gesamten Planungs- und Bauprozess. Ziel ist der Aufbau neuer Netzwerkstrukturen, um zunächst Transportwege zu verkürzen und weitere Emissionen einzusparen. Darüber hinaus sollen die technologischen Erkenntnisse dokumentiert, ausgewertet und weitergegeben werden, um diese auch bei folgenden Bauvorhaben über die HafenCity hinaus zu nutzen.

Erstmals Einsatz von Gradientenbeton

Nach Aussage der Jury des Architekturwettbewerbs unter Vorsitz der renommierten Architektin Prof. Julia Bolles-Wilson gelingt es dem siegreichen Entwurf des aus Berlin stammenden Architekturbüros Kim Nalleweg Architekten eindrucksvoll, diese sehr verschiedenen und überaus anspruchsvollen Anforderungen zu erfüllen. Bis in die Materialität, Farbigkeit, Tiefe und Haptik der Fassadengestaltung weise das Gebäude dabei eine hohe architektonische Ästhetik auf. Als gleichzeitig nachhaltiges und sozial lebendiges Wohngebäude fügt sich der Entwurf zudem sehr gut in das städtische Umfeld am Amerigo-Vespucci-Platzes sowie des gesamten Quartiers Elbbrücken in der HafenCity ein.

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Architektur für Mixed‐Use‐Gebäudeensemble in der HafenCity vorgestellt

Im Quartier Elbbrücken in der östlichen HafenCity in Hamburg entsteht auf den Baufeldern 113 bis 116 ein neues, innovatives Mixed‐Use‐Gebäudeensemble: Highlight und Anziehungspunkt des Mixed‐use‐Projekts ist das Digital Art Museum, das digitale Kunst des internationalen Künstlerkollektivs „teamLab“ erlebbar machen und das größte Museum für digitale Kunst in Europa sein wird. Weitere Bausteine des Gebäudeensembles sind rund 600 Miet‐ und Eigentumswohnungen in außergewöhnlicher Lage, ein internationales, öffentlich gefördertes Studierendenwohnheim mit weiteren rund 260 Wohnungen zu günstigen Mieten, eine Kindertagesstätte sowie ergänzende Flächen für Gewerbe und Gastronomie.

Mixed-Use-Gebäudeensemble

BF-113-Turm-©-KempeThill

Für das an Baakenhafen und Elbe beiderseitig am Wasser gelegene Projekt hat die Hamburger ECE
zusammen mit Harmonia Immobilien, Lars Hinrichs und dem Studierendenwerk Hamburg als
Bauherren und Projektentwickler gemeinsam mit der HafenCity Hamburg und der Behörde für
Stadtentwicklung und Wohnen letzte Woche die Gewinner des architektonischen Workshopverfahrens für die insgesamt sieben Gebäudeteile auf vier Baufeldern vorgestellt.

Die Gewinnerentwürfe kommen vom Atelier Kempe Thill, Rotterdam, und blauraum Architekten,
Hamburg (beide Baufeld 113), KPW Papay Warncke und Partner Architekten, Hamburg (Baufeld 114),
Heide & von Beckerath, Berlin (Baufeld 115) sowie Diener & Diener Architekten, Basel (Baufeld 116).

Architektur für Mixed‐Use‐Gebäudeensemble in der HafenCity vorgestellt

Die Entwürfe sorgen durch verschiedene Höhen und Kubaturen, mit gläsernen Hochpunkten und
individuellen Fassadengestaltungen in Klinkeroptik, Keramik und gefärbtem Recyclingbeton für eine
abwechslungsreiche Gestaltung. Ein hoher Anteil an Glasflächen und teils raumhohe
Fensterelemente bieten ein modernes Äußeres und lichtdurchflutete Räume in den in Größe, Schnitt
und Typ unterschiedlich gestalteten Wohnungen.

Großzügige Balkone, Loggien und begrünte Dächer sowie Dachterrassen und einladende
Grundrisse sorgen für einen hohen Wohnkomfort mit großartigen Ausblicken aufs Wasser.
Begrünte Innenhöfe und gemeinsam nutzbare Außenflächen schaffen eine angenehme Aufenthaltsqualität.

Mixed-Use-Gebäudeensemble Elbbrücken

BF-113-Block-©-blauraum

Das Gebäudeensemble verfügt durch die Umsetzung hoher Energiestandards, den Einsatz erneuerbarer Energien, eine CO2‐reduzierte Bauweise, die Verwendung recyclebarer Bauteile und eine auf Barrierefreiheit ausgelegte Planung über höchsten Nutzerkomfort und entspricht den hohen Nachhaltigkeitsstandards des Umweltzeichens HafenCity.

Ergebnisse des Workshopverfahrens zur Architektur

Das neue Gebäudeensemble ist als innovatives und kosmopolitisch geprägtes Stadtquartier
konzipiert, das vielfältige Nutzungen vereint und innerstädtischen, zentral gelegenen Wohnraum für
unterschiedliche Zielgruppen mit einem abwechslungsreichen Nutzungsmix verbindet.

Leuchtturmprojekt und digitales Kernelement des Ensembles ist das von Xing‐Gründer Lars Hinrichs
initiierte Digital Art Museum, das als neuer touristischer Anziehungspunkt für die östliche HafenCity und den großzügig angelegten Amerigo‐Vespucci‐Platz, an den das neue Ensemble angrenzt.

Mixed-Use-Gebäudeensemble

BF-115-©-Heide-&-von-Beckerath

Der Baustart für das Projekt auf einer Grundstücksfläche von rund 15.000 m² und mit einer
Bruttogeschossfläche von insgesamt rund 76.000 m² ist für Herbst 2022 geplant, die Fertigstellung
der unterschiedlichen Bauteile soll schrittweise ab Ende 2024 und bis Anfang 2026 erfolgen. Das
Gesamtinvestitionsvolumen beläuft sich auf rund 480 Mio. Euro. Entwickelt wird das Projekt in
Kooperation von ECE, Harmonia Immobilien, Lars Hinrichs und dem Studierendenwerk Hamburg.

Durch verschiedene digitale Tools und Features– vom Digital Art Museum über Vorrichtungen für
Smart‐Home‐Applikationen und digitale Zugangssystemen für die Wohnungen bis hin zu einer
lückenlosen Funknetzabdeckung und schnellsten Internetverbindungen im gesamten Areal– ist das
Gebäudeensemble als zukunftsweisendes digital orientiertes Stadtquartier angelegt.

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Wechsel an der Spitze der HafenCity Hamburg GmbH

Es findet ein Wechsel an der Spitze der HafenCity Hamburg GmbH statt. Zum 1. November 2021 übernimmt Dr. Andreas Kleinau den Vorsitz der Geschäftsführung von Prof. Jürgen Bruns-Berentelg bei der städtischen HafenCity Hamburg GmbH, die neben der HafenCity inzwischen auch drei weitere große Hamburger Stadtentwicklungsvorhaben direkt oder über Tochterunternehmen verantwortet. Theresa Twachtmann tritt als neue Geschäftsführerin ein. Sie wird die Nachfolgerin von Giselher Schultz-Berndt, der zum Jahresende ausscheidet.

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Dr. Andreas Kleinau, Theresa Twachtmann, Giselher Schultz-Berndt, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg (v.l.n.r) © Stefan-Groenveld

Fast 25 Jahre nachdem Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Henning Voscherau 1997 erstmals die Vision der HafenCity vorstellte und rund 20 Jahre nach dem ersten Spatenstich, sind die 127 Hektar Landfläche der HafenCity fast vollständig in der Planung und Realisierung. Auf dem ehemaligen Hafen- und Industriegebiet sind verschiedene urbane Quartiere entstanden, die als Erweiterung der Innenstadt mit dem Elbtower in wenigen Jahren weithin sichtbar an den Elbbrücken ankommen. Die Entwicklung bleibt damit allerdings nicht stehen: Im Osten und Süden der HafenCity entstehen der neue Stadtteil Grasbrook sowie der gewerblich geprägte Billebogen, im Westen Hamburgs zudem die Science City Hamburg Bahrenfeld. Alle drei neuen Entwicklungsgebiete sowie die HafenCity selbst werden von der städtischen Entwicklungsgesellschaft HafenCity Hamburg GmbH (HCH) direkt oder über ein Tochterunternehmen verantwortet.

Wechsel an der Spitze der HafenCity Hamburg GmbH

Die Ausgestaltung dieser neuen Generation von Stadträumen geht mit einem Stabwechsel in der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH einher: Zum 01.11.2021 scheiden der langjährige bisherige Vorsitzende, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, und zum 31.12.2021 der Geschäftsführer Giselher Schultz-Berndt altersbedingt aus. Bruns-Berentelg war 2003 an die Spitze der HafenCity Hamburg GmbH berufen worden, Schultz-Berndt hatte sogar bereits ab 1996 Voscheraus damaliges „Geheimprojekt HafenCity“ mitgestaltet.

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, bedanken sich bei den langjährigen Verantwortlichen und heißen das neue Team willkommen.

Wechsel an der Spitze der HafenCity Hamburg GmbH

Dr. Andreas Kleinau
Dr. Andreas Kleinau studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg und promovierte im Arbeitsbereich für Betriebswirtschaftliche Datenverarbeitung. 1993 begann seine berufliche Laufbahn bei dem auf Organisations- und Immobilienberatung spezialisierten Unternehmen Quickborner Team. Fünf Jahre später gründete er die macon Gesellschaft für Unternehmensberatung mbH und entwickelte im Auftrag nationaler und internationaler Unternehmen Standortstrategien, Gebäudekonzepte sowie innovative Arbeits- und Organisationslösungen und formte aus der Gesellschaft eine der renommiertesten Beratungsfirmen der deutschen Immobilienbranche. Aus einer Fusion von macon und Quickborner Team ging 2015 combine Consulting GmbH mit Niederlassungen in Hamburg, Berlin, München und Düsseldorf hervor. In beratender Rolle begleitete er die Entscheidungsprozesse zahlreicher große Vorhaben auch in der HafenCity. Im Herbst 2020 trat Dr. Kleinau in die Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH ein.

Theresa Twachtmann
Theresa Twachtmann war bis zu ihrem Wechsel zur HafenCity Hamburg GmbH als Leiterin Finanzen, Controlling und Treasury bei der Hamburger Hochbahn tätig. Ihre Karriere begann die studierte Diplom-Betriebswirtin als Strategie- und Bankberaterin bei dem Unternehmen IBM in der Schweiz. 2008 wurde sie kaufmännische Leiterin des renommierten „Lucerne Festival“ und absolvierte zudem einen Master in Arts Administration. 2013 kam sie nach Hamburg, wo sie zunächst die kaufmännische Geschäftsführung des Thalia Theaters übernahm und später als selbstständige Unternehmensberaterin unter anderem für die Elbphilharmonie tätig war. Zusätzlich zu der langjährigen Managementerfahrung im privatwirtschaftlichen, öffentlichen und kulturellen Sektor war Twachtmann als Aufsichtsrätin in mehreren Aufsichtsgremien tätig. Aufgrund ihrer Beteiligung an vielfältigen, teils internationalen Projekten verfügt sie zudem über ein weitreichendes Verständnis in städtebaulichen und politischen Kontexten.

Auf unseren Architekturführungen können Sie mehr erfahren.

Europas größtes Digital Art Museum kommt in die HafenCity

TeamLab Borderless: Europas größtes Digital Art Museum kommt in die HafenCity. 7.000 qm Fläche, 10 Meter hohe Decken: in der östlichen HafenCity entsteht das Digital Art Museum – Europas größtes Museum für digitale Kunst. Das Museum im Quartier Elbbrücken wird im Laufe des Jahres 2024 mit der Eröffnungsausstellung teamLab Borderless Hamburg eröffnet, einer riesigen Kunstwelt des Künstlerkollektivs teamLab, die sich über das komplette Museum erstreckt.

Digital Art Museum HafenCity

Universe of Water Particles on a Rock where People Gather © teamLab

Das von der Pace Gallery vertretene internationale Künstlerkollektiv teamLab wurde 2001 gegründet. teamLab ist ein internationales und interdisziplinäres Kollektiv, das die Verbindung zwischen Kunst, Wissenschaft, Technologie und der Natur durch ihre kollektiven Kreationen erkundet. Die Gruppe besteht aus Spezialist:innen in vielen Feldern, zum Beispiel Künstler:innen, Programmierer:innen, Ingenieur:innen, CG-Animatoren, Mathematiker:innen und Architekt:innen. Die bahnbrechenden Ideen des Kollektivs, ihre immersive Kunst und ihre veränderbaren Installationen haben den Begriff der digitalen Kunst maßgeblich geprägt.

Eines der jüngsten Projekte von teamLab, teamLab Borderless Hamburg, ist eine einzige, kontinuierliche Welt von Kunstwerken, in der die Besucher in grenzenlose, sich ständig verändernde Kunst eintauchen, umherwandern, sie erforschen, eine neue Welt mit anderen erschaffen und entdecken. Die ausgestellten Werke bewegen sich physisch zwischen den Räumen, kommunizieren und beeinflussen sich gegenseitig, gehen Beziehungen mit Menschen ein, überschreiten Grenzen und vermischen sich manchmal in diesem nahtlosen Raum.

Europas größtes Digital Art Museum kommt in die HafenCity

teamLab Borderless, nach dem konzeptionellen Modell von teamLab, erreicht nach Tokio, Shanghai nun Hamburg. Das teamLab Borderless Museum in Tokio hat nach seiner Eröffnung 2018 innerhalb eines Jahres 2,3 Millionen Besucher aus mehr als 160 Ländern und Regionen der Welt angezogen und wurde damit in seinem Eröffnungsjahr das meistbesuchte Museum eines Künstlerkollektivs der Welt.

Von dieser einzigartigen Kunst inspiriert und berührt startete XING Gründer Lars Hinrichs 2019 mit der Entwicklung eines solchen digitalen Museums für Deutschland. Dabei fiel nach intensiver Prüfung die Standortentscheidung auf die HafenCity in Hamburg. Das Ergebnis des Architekturwettbewerbs wird im November vorgestellt. Danach soll unverzüglich mit dem Bau begonnen werden, um 2024 das größte Museum für digitale Kunst in Europa zu eröffnen.

teamLab Borderless Hamburg

Um Kunst und Besucher:innen einen passenden Rahmen zu bieten, lässt der Bauherr Lars Hinrichs eine 7.000 qm Fläche mit bis zu 10 Meter hohen Decken errichten. Das Digital Art Museum wird im Quartier Elbbrücken in der östlichen HafenCity beheimatet sein, als ein wesentlicher Baustein der dort neu entstehenden Mixed-Use-Immobilie. Der Gesamtkomplex wird von der ECE gemeinsam mit Harmonia Immobilien und dem Studierendenwerk als lebendiges Quartier mit vielfältigen Nutzungen entwickelt und neben dem Digital Art Museum ein internationales Studierendenwohnheim, eine Kita sowie rund 600 Wohnungen umfassen.

Das Gebäudeensemble ist sehr zentral, an zwei Wasserlagen gelegen und mit dem ÖPNV über den S- und U-Bahnknotenpunkt Elbbrücken erschlossen. Es grenzt direkt an den Amerigo-Vespucci-Platz – dem größten Stadtplatz in der HafenCity. Das Museum wird somit auch einen Beitrag zur Belebung des öffentlichen Raums leisten. Im Fokus liegt dabei auch die ganzheitliche Stärkung Hamburgs als Kulturstandort. Ganzheitlich lautet der Ansatz der Digital Art Museum GmbH: So werden Fairness (faire Preise, faire Bezahlung, fairer Umgang), Nachhaltigkeit und Transparenz besonders großgeschrieben. Ein zentrales Ziel ist dabei beispielsweise das erste klimaneutrale Museum der Welt zu werden. Von Beginn an werden vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die CO2-Bilanz des Museums auf Null zu halten.

Auf unserer Architekturführung HafenCity Ost können Sie mehr erfahren.

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2021/22

Das neue Jahrbuch Architektur in Hamburg 2021/22 ist erschienen! In dem von der Hamburgischen Architektenkammer herausgegebenen Buch betrachten namhafte Architekturkritiker die von einer Jury ausgewählten interessantesten neuen Bauten Hamburgs. Darüber hinaus greift das Jahrbuch wichtige Themen der Hamburger Stadtentwicklung, Stadtplanung und Baugeschichte auf.

Carlsen Verlag - DeWinder - people_v2

Carlsen Verlag – DeWinder _ people_v2 © Marc Seelen

Wir freuen uns sehr, dass auch unser Team von SternArchitekten zusammen mit unseren Berliner Kollegen von de Winder Architekten mit dem Projekt Carlsen Campus für das Jahrbuch ausgewählt wurde und einen der interessantesten neuen Bauten in Hamburg realisiert hat.

Hier eine Auswahl der Bauten und Themen des neuen Jahrbuch Architektur in Hamburg:

Bürohaus Rentzelstraße (Carsten Roth)
Stadthaus Kirchentwiete (Tobias Münch)
Muslimisches Wasch- und Gebetshaus auf dem Friedhof Finkenriek (Medine Altiok Architektur)
Modernisierung der U-Bahn-Haltestelle Jungfernstieg (WRS Architekten)
Haus der Kirche in Niendorf (me di um)
Kranbauten Mitte Altona (André Poitiers)
Landesmuseum für Volkskunde in Molfsee (PPP Architekten)
Verlagscampus Carlsen in Ottensen (de Winder Architekten mit Torsten Stern)

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2021/22

Im Hamburger Feuilleton diskutiert die Redaktion mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Immobilienwirtschaft und Einzelhandel über die Zukunft der Innenstadt, mit Verkehrs- und Stadtplanern über die vermeintliche oder tatsächliche Verkehrswende und unter dem Stichwort der »amphibischen Stadt« über die Stadt im Klimawandel. Außerdem widmen sich die Autorinnen der Frage, warum keine funktional und sozial gemischten Quartiere mehr entstehen, untersuchen die städtebaulichen, sozialen und atmosphärischen Qualitäten neuer Hamburger Quartiere und fragen, ob die »Gartenstadt 2.0« mehr ist als nur geschicktes Architekturmarketing. Im aktuellen Porträt wird dieses Jahr der Architekt und Designer Gerd Streng, im historischen Porträt der Innenarchitekt Rolf Heide vorgestellt.

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2021/22

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2021/22 © Junius Verlag

Das Jahrbuch Architektur in Hamburg 2020/21 können Sie in Kürze direkt über unsere Website hier bestellen.

Mehr Informationen zu den vorgestellten Projekten können Sie auf unseren Architekturführungen erfahren.

Hamburg 2021 smarteste Stadt Deutschlands im Bereich Mobilität

Titel verteidigt! Hamburg ist auch 2021 smarteste Stadt Deutschlands im Bereich Mobilität.

stadtfuehrung hamburg architektur U-Bahn HafenCity HCU

Haltestelle HCU Raupach © a-tour

Hamburg ist nach 2019 und 2020 auch im Jahr 2021 die „smarteste“ deutsche Stadt im Bereich der Mobilität. Der Branchenverband Bitkom hat der Hansestadt in seinem jährlichen Smart City Index für 81 große deutsche Städte den Spitzenrang auch für das laufende Jahr bestätigt. Die aktuelle Smart-City-Studie bescheinigt der Hansestadt, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens am weitesten fortgeschritten ist – dies gilt im besonderen Maße für das Teilranking der Mobilität, das Hamburg mit 98,6 Punkten anführt – und sich damit im Vergleich zum Vorjahres-Ranking (96,8 Punkte) sogar noch verbessert hat.

Im Rahmen des Reallabors Hamburg erprobt Hamburg schon heute verschiedene digitale nachhaltige Mobilitätsangebote wie elektrische On-Demand-Services in der äußeren Stadt. Auf dem ITS-Weltkongress präsentieren ab kommenden Montag 400 Aussteller aus aller Welt im wiedereröffneten CCH, den Messehallen und an ausgewählten Orten in der ganzen Stadt die neuesten Entwicklungen rund um intelligente Mobilität, vernetzter Verkehr und smarte Logistik.

Hamburg punktet mit Digitalisierungsstrategie

Mit dem autonomen Kleinbus HEAT, der auf einer Testroute durch die HafenCity fährt und perspektivisch Fahrgäste in der äußeren Stadt an das Schnellbahnnetz anbinden könnte, Ampelprognosen in Echtzeit auf dem Smartphone für das Fahrrad oder medizinischer Luftfracht per Drohnenflug wird Hamburg auf dem ITS-Kongress weitere digitale Mobilitätsprojekte vorstellen. Bis 2030 will die Hansestadt seine 2016 in der „ITS-Strategie“ beschlossenen erreichen. Sie umfassen die Komplexe „Automatisierte und vernetzte Mobilität“, „Mobilitätsdienstleistungen“, „Digitale Hafen- und Logistiklösungen“, „Intelligente Infrastruktur“, „Neue Dienstleistungen aus neuen Technologien“ sowie „Nachhaltige Lösungen für Städte und Bürger“.

Mit „switch“ bietet der hvv schon heute eine App, die Mobilität aus einer Hand liefert und perspektivisch alle relevanten Mobilitätsangebote der Stadt digital bündelt und verfügbar macht. Dabei verbindet sie den klassischen ÖPNV inklusive smartem Kauf von hvv-Tickets mit anderen Sharing-Angeboten, etwa der Buchung von MOIA-Sammeltaxen oder sixtShare.

Im Reallabor Hamburg erprobt die Stadt mit der Hamburger Hochbahn und Partnern aus der Wissenschaft und Wirtschaft schon heute neue smarte Mobilitätsformen und -angebote der Zukunft auf den Straßen der Stadt – etwa vollelektrische autonome On-Demand-Shuttle-Busse, die in der äußeren Stadt, Menschen aus den vom ÖPNV weniger stark erschlossenen Gebieten ans Bus- und Bahnnetz anbinden.

Hamburg ist zum dritten Mal Spitzenreiter im Smart City Index 2021

Der Smart City Index untersucht alle deutschen Städte mit mindestens 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit insgesamt 133 Parametern in den fünf Kategorien Verwaltung, IT-Infrastruktur, Energie/Umwelt, Mobilität und Gesellschaft.

Der Hamburger Senat hat im Januar 2020 eine umfassende Digitalstrategie beschlossen, die alle Lebensbereiche des Gemeinwesens in den Blick nimmt. Mit dem Konzept der „Digitalen Räume“ begegnet sie dem fach- und ressortübergreifenden Charakter von Digitalisierungsprojekten und eröffnet so eine Perspektive für die gesamte Stadtgesellschaft.

Smart City Index 2021

Auf unseren Architekturführungen können Sie mehr erfahren.

Konzept für die Umgestaltung des Burchardplatzes gekürt

Gestern wurde das Konzept für die Umgestaltung des Burchardplatzes gekürt.

Für die Umgestaltung des Burchardplatzes im Herzen des einzigartigen Kontorhausviertels als Welterbe gibt es jetzt ein freiraumplanerisches Konzept. Das hochrangig und international besetzte Preisgericht hat heute in einer nicht-öffentlichen Sitzung getagt und soeben den Entwurf des Hamburger Büros WES LandschaftsArchitektur als einen von neun eingereichten Entwürfen aus dem In- und Ausland zum Sieger gekürt.

Der Siegerentwurf sieht bewusst eine Gestaltung des Burchardplatzes als „Frei-Raum“ vor, der den historischen Kontext der Umgebung aufgreift und noch verstärkt. Den freiraumplanerischen Realisierungs- und Ideenwettbewerb haben die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der Bezirk Hamburg-Mitte gemeinsam mit der BID-Initiative Burchardplatz ausgelobt.

Den zweiten Platz belegte das Büro Günther Voigt Landschaftsarchitekten aus Zürich, den dritten Platz erzielten POLA Berlin/Landschaftsarchitekten.

Konzept für die Umgestaltung des Burchardplatzes

Das Gestaltungskonzept bezieht sich auf den künftig weitgehend autofreien Burchardplatz, die Burchardstraße und die Mohlenhofstraße und bildet den Auftakt für die Umgestaltung der öffentlichen Räume rund um das Chilehaus. Ziel ist ein lebendiges, stimmiges Umfeld für die einzigartige Architektur der Kontorhäuser, eingebunden in eine gestärkte fußläufige Achse von der Mönckebergstraße bis hin zur Speicherstadt und weiter in die HafenCity.

Konzept für die Umgestaltung des Burchardplatzes

Burchardplat © WES-LandschaftsArchitektur

Der ausgewählte Entwurf von WES LandschaftsArchitektur bringt die Monumentalität des Kontorhausviertels zur Geltung und hat das übergeordnete Ziel, die historischen Qualitäten der Stadträume aus der Entstehungszeit des Kontorhausviertels zu stärken und wieder erlebbar zu machen. In klarer Zuordnung und Abfolge befestigter Flächen wird der Ort mit durchgehender Materialität in historischer Anlehnung gestaltet. Der Burchardplatz soll bewusst als „Frei-Raum“ gestaltet werden und der Meßberg als Übergang zur HafenCity zur Geltung kommen. Der Blick nach Osten auf das Chilehaus wird erstmals frei sein.

Das Preisgericht empfiehlt, dass die Verfasser des Siegerentwurfs entsprechend der Auslobung beauftragt werden. Die Jury hat festgestellt, dass der vorhandene Entwurf trotz seiner großen Qualitäten in manchen Punkten noch deutlich weiterentwickelt werden muss:

Wertvoller Baumbestand – der derzeit zur Verdeutlichung des Entwurfs auf der Visualisierung nicht dargestellt wird – soll erhalten bleiben und der Platz um Stadtmobiliar, passende Beleuchtung und ein Regenwassermanagement ergänzt werden. Ein Prüfauftrag ergeht auch in Hinblick auf die künftige verkehrliche Nutzung des Burchardplatzes, etwa durch Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer.

Auf unserer Architekturführung Alster können Sie mehr erfahren.

Öffentliche Architekturführungen am 24. Oktober 2021

Nach den erfolgreichen öffentlichen Architekturführungen im Juni und August, können Sie als Einzelperson auch im Oktober wieder an verschiedenen öffentlichen Touren teilnehmen. Entdecken Sie die Stadt mit anderen Architekturbegeisterten zusammen!

Schnitt durch die Mitte

Sprinkenhof © a-tour

 

Die 2,5-stündige Architekturführung UNESCO Weltkulturerbe zeigt die Zusammenhänge zwischen dem ehemaligen Lagergebiet des Freihafens sowie des administrativen Kontorhausviertels mit dem Chilehaus und Sprinkenhof als Ikonen des Klinkerexpressionismus. Sonntag, 24. Oktober von 10.30 bis 13.00 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Öffentliche Architekturführungen am 24. Oktober 2021

Park Mitte Altona © Rotzler Krebs Partner / nightnurse images

Park Mitte Altona © Rotzler Krebs Partner / nightnurse images

Die Architekturführung „Aktuelle Stadtentwicklung Altona“ mit dem Fahrrad zeigt die derzeitigen Themen der Stadtentwicklung in Altona. Zu sehen sind historische, aktuelle sowie Zukunftsprojekte zwischen dem Altonaer Rathaus und Diebsteich. Die Tour verdeutlicht anhand der Verknüpfung der drei Bahnhöfe Altonas die Achse, an der sich die Historie und Zukunft von Ottensen und Altona entwickelt hat und entwickeln wird und erläutert die Herausforderungen, die damit verbunden sind. Ein eigenes Fahrrad ist mitzubringen. Sonntag, 24. Oktober von 15.00 bis 17.30 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Baustart für die Kolbenhöfe in Ottensen

Mitte Juli begannen die Bauarbeiten für die neuen Kolbenhöfe von coido architects gemeinsam mit Breimann & Bruun Landschaftsarchitekten und Argus Stadt- und Verkehrsplanung. Auf dem Areal des ehemaligen Kolbenschmidt-Werks an der Friedensallee bauen und entwickeln die Partner OTTO WULFF und Rheinmetall Immobilien rund 300 neue Miet- und Eigentumswohnungen mit ca. 24.000 m² Wohnfläche. Zusätzlich entsteht auf rund 14.000 m² Gewerbefläche ein unterschiedlicher Mix aus lokalen Handwerksbetrieben, Büros und Gastronomie. Darüber hinaus findet das Hamburger Konservatorium hier sein neues Zuhause.

Kolbenhöfe auf ehemaligem Kolbenschmidt Gelände

Lageplan Kolbenhoefe © coido architects

Die Bauarbeiten starten mit den Baufeldern 5 und 6 im westlichen Teil des Quartiers. Hier entstehen 163 Mietwohnungen – davon 26 öffentlich gefördert – und 6 Gewerbeeinheiten. Auf den Baufeldern 2 und 3 entstehen 136 Eigentumswohnungen, von denen 45 für Baugemeinschaften vorgesehen sind. Hunderte Interessentinnen und Interessen haben sich in den letzten Wochen beworben. Inzwischen sind die Baugemeinschaften in der Findungsphase.

Im Zentrum des Quartiers entsteht bis 2024 eine moderne Arbeits- und Bürowelt: die Halle 6. In der Werkshalle, in der früher Kolben für Schiffs- und Automotoren gefertigt wurden, arbeiten zukünftig auf rund 7.300 m² Menschen in flexiblen Bürowelten mit historischem Charme und angeschlossener Gastronomie.

Baustart für die Kolbenhöfe in Ottensen

Die Kolbenhöfe wollen das eigene Auto für die Bewohnerinnen und Bewohner verzichtbar machen. Mehr als 850 Fahrradstellplätze entstehen dazu in den neuen Tiefgaragen. Des Weiteren sind verschiedene Car- und Bikesharing-Angebote vorgesehen.

Kolbenhöfe auf ehemaligem Kolbenschmidt Gelände

Kolbenhoefe Halle 6 © coido architects

Ebenfalls auf dem ehemaligen Kolbenschmidt Gelände vertreten ist der Altonaer Spar- und Bauverein eG. Dieser entwickelt auf den Baufeldern 1 und 4 weitere 130 weitesgehend öffentlich geförderte Mietwohnungen. Durch die später geplante Erweiterung um das direkt angrenzende östlich gelegene Henkel-Schwarzkopf-Areal (KOLBENHÖFE II) wächst das Quartier weiter: 255 Wohnungen und 17.000 m² Gewerbemietfläche werden hier zusätzlich realisiert. Auch im neuen Teil der Kolbenhöfe (KOLBENHÖFE II) ist eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe vorgesehen. Darüber hinaus sind 2 Kitas geplant.

Baustart für die Kolbenhöfe in Ottensen

Insgesamt entstehen durch die Erweiterung in den Kolbenhöfen rund 680 Wohnungen, aufgeteilt in rund 1/3 öffentlich geförderte Mietwohnungen, 1/3 frei finanzierte Mietwohnungen und 1/3 Eigentumswohnungen. Das gesamte Quartier wird rund 54.000 m² groß sein – eine Fläche so groß wie 7,5 Fußballfelder. Die Fertigstellung des ersten Teils der Kolbenhöfe (Kolbenschmidt-Areal) ist für 2025 geplant.

Kolbenhöfe auf ehemaligem Kolbenschmidt Gelände

Kolbenhof Terrasse © coido architects

Auf unserer Architekturführung Ottensen können Sie mehr erfahren.

Öffentliche Architekturführungen am 14. und 29. August 2021

Nach den erfolgreichen öffentlichen Architekturführungen im Juni, können Sie als Einzelperson auch im August wieder an verschiedenen öffentlichen Touren teilnehmen. Entdecken Sie die Stadt mit anderen Architekturbegeisterten zusammen!

Elbphilharmonie Herzog und de Meuron, Öffentliche Architekturführungen

Elbphilharmonie – Herzog und de Meuron © a-tour

Die Architekturführung „Schnitt durch die Mitte“ zu Fuß zeigt einen Querschnitt der Hamburger Stadtentwicklung an Alster und Elbe. Zu sehen sind Historisches, Klassiker und Zukunftsprojekte im Stadtzentrum der Hansestadt. Samstag, 14. August von 10.00 bis 12.30 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Schnitt durch die Mitte, Öffentliche Architekturführungen

Sprinkenhof © a-tour

Backsteinfassaden prägen wesentlich Hamburgs Gesicht. Die ArchitekturführungBackstein“ mit dem Fahrrad zeigt historische und aktuelle Architektonische Projekte zum Thema „Backstein“ in der  Altstadt, der HafenCity und Altona. Ein eigenes Fahrrad ist mitzubringen. Samstag, 14. August von 13.00 bis 15.30 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Öffentliche Architekturführungen am 14. und 29. August 2021

Park Mitte Altona, Öffentliche Architekturführungen

Park Mitte Altona © Rotzler Krebs Partner / nightnurse images

Die Architekturführung „Altona“ mit dem Fahrrad zeigt die derzeitigen Themen der Stadtentwicklung in Altona. Zu sehen sind historische, aktuelle sowie Zukunftsprojekte zwischen dem Altonaer Rathaus und Diebsteich. Ein eigenes Fahrrad ist mitzubringen. Sonntag, 29. August von 10.00 bis 12.30 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Petzi & new work – der neue Carlsen Campus in Hamburg Ottensen

Pixi, Petzi, Conni, Harry Potter, Bella und Edward, Tim und Struppi, Naruto, Son Goku, die Peanuts und viele andere sind unter dem Dach eines ehemaligen Fabrikgebäudes in Hamburg-Ottensen versammelt.

Carlsen Verlag - DeWinder _0372

Carlsen Verlag – DeWinder _0372 © Marc Seelen

Carlsen ist einer der führenden deutschen Verlage für Kinderbücher, Jugendbücher, Comics, Graphic Novels, Manga und Humor. Seit über sechzig Jahren werden Bücher und Bilder, die unterhalten, zum Nachdenken anregen und Wissen vermitteln verlegt.

Unser Team von SternArchitekten hatte das große Glück im vergangenen Lockdown zusammen mit unseren Berliner Kollegen von de Winder Architekten eine neue Bürowelt für den Kinder- und Jugendbuchverlag Carlsen realisieren zu dürfen. Jetzt ist der 1. Bauabschnitte geschafft und wir blicken stolz auf unser Projekt, dass der Hamburg Fotograf Marc Seelen gerade sehr schön in Szene gesetzt hat.

Petzi & new work – der neue Carlsen Campus

Die neue Bürowelt im Hamburger Szenestadtteil Ottensen ist Teil des zukünftigen Verlags-Campus, der derzeit auf dem Areal in der Völckerstraße entsteht und das dortige alte Verlagshaus um einen weiteren Standort in direkter Nachbarschaft ergänzt.

Dort, wo die Firma Gutmann noch bis 1980 Sandstrahlgebläse herstellte und die ehemalige Nutzung noch durch Gleise der Industriebahnen ablesbar ist, arbeiten nun mehr als 70 Mitarbeiter des Verlages.

Als große Herausforderung bei dem Projekt stellte sich die Umwandlung der heterogenen Hallengebäude in eine effiziente Büroumgebung dar, die den spezifischen Anforderungen des Verlags gerecht wird. Es galt den Maßstabssprung zu finden, das Verhältnis von der großen Industriehalle zum kleinen Pixi-Buch. Dabei stand der  behutsame Eingriff im Vordergrund, die alte Nutzung der Hallen ablesbar zu belassen und gleichzeitig der neuen Nutzung Raum zu geben. Mit großer Verantwortung gegenüber dem Bestand wurde so ein neues Regelwerk für die Umwandlung in eine moderne Bürolandschaft erarbeitet.

Carlsen Verlag - DeWinder - people_v2

Carlsen Verlag – DeWinder _ people_v2 © Marc Seelen

Die Nutzung findet in zwei ganz unterschiedlichen Hallen statt. Eine große Halle mit einer ins Obergeschoss ragenden sehr hohen Dachkonstruktion und eine kleine Halle als eine Art Seitenflügel. Auf der Erdgeschossfläche der kleinen Halle befindet sich der Haupteingang zum neuen Carlsen-Büro. In dem sich anschließenden liebevoll als „Promenade“ bezeichneten Flurbereich wurden  raumhohe Boxen mit versetzten Höhen angeordnet, die die Einzel-, Doppel- und Viererbüros aufnehmen und bis zur Galerieebene im Obergeschoss ragen. Dieser 35 m lange Gang durch die Raum-in-Raum-Situationen nimmt informelle Meeting-Situationen auf und gibt den Blick in die große Halle, dem Herzstück des neuen Verlagshauses, frei.

In der bis ins darüber liegende Obergeschoss offenen großen Halle wurde eine ca. 230 Quadratmeter große Eventfläche als „Marktplatz“ angesiedelt, die mit Vorhängen vom Workspace in der kleinen Halle abtrennbar ist. Der Eventspace erhielt einen neuen grafischen Bodenanstrich im grün gehaltenen Industriebodenlook, der gleichzeitig Zonierungen für verschiedenste Nutzungsszenarien schafft. Ein transluzenter Vorhang am separaten Eingang zum Marktplatz erlaubt Tageslichteinfall in den Raum. Die grafische Gestaltung des Bodens erstreckt sich bis in die Promenade hinein und verknüpft die beiden unterschiedlichen Hallen.

Carlsen Verlag - DeWinder _ 0650_people

Carlsen Verlag – DeWinder _ 0650_people © Marc Seelen

Als Besonderheit und in Anlehnung an die frühere Nutzungsatmosphäre umfassen raumhohe orangene, nach oben auslaufende Baugerüste auf drei Seiten den Eventspace. Sie dienen für unterschiedliche Bespielungen und wirken zudem als Eyecatcher im Raum. So nehmen sie Tischlermöbel wie Sitzbänke und temporäre Arbeitsflächen auf, sind Stauraum für die lose Möblierung, integrieren die Bibliothek, das Techniklager sowie die Medien- und Raumlufttechnik, lassen sich bei Bedarf umbauen für Cateringsituationen oder Buchpräsentationen und bieten Möglichkeiten zum Aufhängen und Hinterleuchten von bedruckten Planen für verschiedene Veranstaltungsformate.

Carlsen Campus

Im Obergeschoss der kleinen Halle befinden sich feste Galeriearbeitsplätze, ein kleiner Open Space für das Presse- und Marketingteam. In der großen Halle entstand ein großer Meetingraum mit einem „Haus im Haus“ Charakter sowie ein Bibliotheksbereich mit Lounge Atmosphäre Der verglaste Meetingraum ragt mit seiner Bodenkante in den im Erdgeschoss liegenden Eventspace hinein und bietet Platz für bis zu 16 Personen. Über den umlaufenden Erschließungsgang ergeben sich schöne Blickbeziehungen in die Halle.

Um den Charme der Halle zu erhalten, wurden verschiedenartige Spuren der Nutzung vergangener Epochen aufgedeckt und in die neue Raumstruktur deutlich sichtbar integriert. So tauchen auf der Fläche verteilt alte Schalthebel und Bedientableaus, Spuren früherer Wand- und Fensterdurchbrüche, eine alte Backsteinmauer, Reste von Kranzügen oder alte Farbanstriche auf, die sich nun atmosphärisch in die neue Raumnutzung einfügen. Auch das neue Farbkonzept greift solche Spuren auf und überführt diese in die gegenwärtige Nutzung. So ziehen sich die vorgefundenen Bestandsfarben in Grün- und Rottönen der industriellen Nutzung durch die gesamte Fläche und werden als Ergänzung zum zurückhaltenden Weiß und Grau in den Böden und Textilien in Szene gesetzt.

Carlsen Verlag - DeWinder _1312

Carlsen Verlag – DeWinder _1312 © Marc Seelen

Seit Abschluss des Projekts im Mai 2021 nehmen wir gemeinsam mit de Winder Architekten eine Revitalisierung des Bestandsbüros des Verlages im gegenüberliegenden Gebäude vor. Dabei wird der Ansatz der neu entwickelten Bürosprache aufgegriffen und gestalterisch fortgeführt, um den neuen Carlsen-Campus in seiner zukünftigen Ausrichtung aufzuwerten und zu unterstützen.

Wir freuen uns, dass das Projekt im diesjährigen Hamburger Architektur Jahrbuch 2021/22 veröffentlicht wird.

Weitere Bilder finden Sie auch auf der Webseite unseres Architekturbüros SternArchitekten.

Offene Architekturführungen am 12. und 13. Juni 2021

Es geht wieder los! Die Elbphilharmonie hat Ende Mai ihren Konzertbetrieb erneut aufgenommen und wir dürfen seit dem 1. Juni wieder Architekturführungen im Freien durchführen. Daher freuen wir uns Ihnen am 12. und 13. Juni gleich zwei offene Architekturführungen für Einzelpersonen anbieten zu können.

Die Architekturführung „Schnitt durch die Mitte“ zeigt einen Querschnitt der Hamburger Stadtentwicklung an Alster und Elbe. Zu sehen sind Historisches, Klassiker und Zukunftsprojekte im Stadtzentrum der Hansestadt. Samstag, 12. Juni von 10.00 bis 12.30 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Schnitt durch die Mitte

Sprinkenhof © a-tour

Die zweistündige Architekturführung „Aktuelle Stadtentwicklung“ mit dem Fahrrad zeigt die derzeitigen Themen der Hamburger Stadtentwicklung an der Elbe. Zu sehen sind aktuelle sowie Zukunftsprojekte diesseits und jenseits der Norderelbe. Ein eigenes Fahrrad ist mitzubringen. Sonntag, 13. Juni von 10.00 bis 12.00 Uhr

Anmeldung und weitere Infos finden Sie hier.

Aktuelle Stadtentwicklung

Grasbrook © Herzog & de Meuron

Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg

Als Bauherrin ihres eigenen künftigen Unternehmenssitzes in der westlichen HafenCity setzt die HafenCity Hamburg GmbH die Messlatte entsprechend hoch: Das Bürogebäude wird als „Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg“ über den gesamten Lebenszyklus, von der Errichtung über den Betrieb bis zu Rückbau und Entsorgung, CO2-neutral sein.

Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg

Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg EHC-nordwest © Heinle Wischer und Partner

Mit diesem ambitionierten Nachhaltigkeitskonzept nimmt das Gebäude europaweit eine Vorreiterrolle ein und soll auch für künftige Grundstücksentwicklungen in der HafenCity sowie in den weiteren Stadtentwicklungsvorhaben am Grasbrook, im Billebogen und der Science City Hamburg Bahrenfeld ein maßstabsetzendes Vorbild sein. In einem Generalplaner-Wettbewerb, in dem neben den städtebaulich-architektonischen Herausforderungen vor allem auch intelligente und innovative Nachhaltigkeitslösungen gefordert waren, hat sich das Büro Heinle Wischer und Partner aus Berlin durchgesetzt. Voraussichtlicher Baubeginn für das Gebäude wird Anfang 2022 sein, geplante Fertigstellung in 2024.

Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg

Das circa 7.200 m² Bruttogrundfläche (BGF) umfassende Bürogebäude entsteht auf dem rund 1.500 m² großen Baufeld im Quartier Sandtorpark/Grasbrook. Das „Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg“ schließt die letzte städtebauliche Lücke in der westlichen HafenCity und ist ein Pionier und Vorbild für CO2-neutrales Bauen: Nach dem so genannten cradle-to-cradle-Prinzip werden die Materialherkunft, der Betrieb sowie die zukünftige Rückbau- und Weiterverwendung von Beginn an in die Planung einbezogen. Die gesamte Konstruktion ist oberirdisch als modulares Holzgebäude angelegt. Holz bietet den Vorteil, dass es die Anforderungen an Kreislaufwirtschaft und Emissionsneutralität besonders gut erfüllt. Darüber hinaus trägt eine intensive Fassadenbegrünung zur nachhaltigen Verbesserung des Mikroklimas bei. Die Dachflächen sind nahezu vollständig genutzt. Auf rund 30 Prozent der Dachfläche sind Dachterrassen für die gemeinschaftliche Nutzung vorgesehen. Zudem wird die Dachfläche zur Gewinnung von Solarenergie mit Photovoltaik-Modulen belegt. Das Gebäude wird keine PKW-Stellplätze mehr vorhalten, mit bis zu 150 Fahrrad-Stellplätzen setzt es Impulse für eine aktive und ökologisch nachhaltige Mobilität.

Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg

Null-Emissionshaus HafenCity Hamburg EHC-nordost © Heinle Wischer und Partner

Die HafenCity Hamburg GmbH wird das Gebäude als ihren künftigen neuen Unternehmenssitz bauen und selbst nutzen. Dr. Andreas Kleinau, der als Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH für die Planung und Realisierung des Gebäudes verantwortlich ist, betont die große Bedeutung klimaneutralen Bauens: „Insbesondere Städte sind vor dem Hintergrund der planetaren Grenzen gefordert, sich ökologischer und sozialer Herausforderungen bewusst zu werden und aktiv zur Lösung beizutragen. Sie können damit aber auch zentrale Orte für technische und soziale Innovationen sein. Als Stadtentwicklungsgesellschaft setzen wir uns aktiv für neue Wege im Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden, aber auch ganzen Stadtteilen ein, die Nachhaltigkeit, Klimaschutz und ressourcenschonendes Bauen integral mitdenken. Mit unserem neuen Unternehmenssitz, der eines der europaweit nachhaltigsten Gebäudekonzepte verfolgt, wollen wir neue Maßstäbe setzen und Lernprozesse für intelligentes und emissionsneutrales Bauen anstoßen.“

Pionier und Vorbild für CO2-neutrales Bauen

Das neue Bürogebäude erfüllt außerdem eine wichtige städtebauliche Funktion: Während sich die HafenCity dynamisch in Richtung Osten bis an die Elbbrücken entwickelt, besteht im Kreuzungsbereich Am Dalmannkai/San-Francisco-Straße eine bis heute unbefriedigende städtebauliche Situation. Entstanden war sie in den 1990er Jahren durch die Ansiedelung des Heizwerks, welches bis heute und auch in Zukunft als wichtiger Baustein der nachhaltigen Wärmeversorgung der westlichen HafenCity fungiert. Mit dem neuen Bürogebäude wird nun die Chance genutzt, die ungeordnete Umgebung desHeizwerks städtebaulich klarer zu fassen und dem Stadtraum durch neue Nutzungen mehr Urbanität zuverleihen.

Auch die Innenraumgestaltung des Bürogebäudes unterliegt höchsten Nachhaltigkeitsstandards. Durch den „mit allen Sinnen“ erlebbaren Materialeinsatz von Holz wird eine attraktive Arbeitsumgebung geschaffen, die eine hohe Nutzerzufriedenheit erzeugt. Die abgehängten Heiz– und Kühlsegel auf Basis von Lehmbauplatten verfügen über eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme und führen zu einem angenehmen Raumklima an jedem Arbeitsplatz. Die Mieteinheiten werden in Nutzungseinheiten ohne notwendige Flure mit einem Tragwerk als Holz-Skelettbau organisiert, sodass unterschiedliche Bürokonzepte flexibel umgesetzt werden können. In den Erdgeschosslagen des Gebäudes sind attraktive Nutzungen vorgesehen wie zum Beispiel Ladeneinheiten, Ausstellungsflächen, Kultur oder Dienstleistungen, die weitere Angebote für die Nachbarschaft schaffen und einen Beitrag zu einem lebendigen Straßenraum leisten.

Mit dem neuen Gebäude werden somit die besten Voraussetzungen für die Zukunftsstrategie des künftigen Hauptnutzers, der HafenCity Hamburg GmbH, geschaffen.

Auf unserer Architekturführung HafenCity Ost können Sie mehr erfahren.

Pritzker Preisträger 2021 Lacaton und Vassal Architectes bauen in Hamburg

Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal erhalten den Pritzker-Preis 2021. Lacaton und Vassal, die 1987 ihr Büro gründeten, stehen wie kaum ein anderes Architektenpaar für eine soziale und ökologische Wende in der Architektur. Auch in Hamburg wird eines ihrer Projekte stehen im geplanten Paloma Viertel in St. Pauli auf dem ehemaligen Areal der Esso Hochhäuser.

Pritzker Preisträger 2021 Lacaton und Vassal Architectes bauen in Hamburg

Das Wettbewerbsverfahren des Paloma Viertels auf dem Areal der sogenannten Esso Hochhäuser ist fast abgeschlossen. Die Bayerische Hausbau möchte auf dem Gebiet des Paloma Viertel, gelegen zwischen dem Spielbudenplatz an der Reeperbahn, der Taubenstraße und der Kastanienallee –  ein gleichzeitig hochverdichtetes und kleinteilig durchmischtes Stadtquartier bauen.

Paloma-Viertel_BF2 f72

Paloma-Viertel_BF2_f72 © Janusch

Große Investitionen auf dem ehemaligen Gelände der Astra-Bavariabrauerei mit dem Bavaria Quartier, dem Bernhard-Nocht-Quartier, Pestalozzi Quartier oder die „Tanzenden Türme“ brachten seit der Jahrtausendwende erhebliche Unruhe in den Stadtteil St. Pauli, in dem das Bauen von größeren Projekten noch nie einfach war. All diese Vorhaben erregten Protest und Widerstand. Als 2009 die Bayerische Hausbau das Gelände mit den drei Hochhäusern aus den 1960er Jahren und der Esso-Tankstelle kaufte, um dort neu zu bauen, konnte sie erahnen, was auf sie zu-kommen könnte. Die riesen große Protestwelle, die nach dem Abrissbeschluss der Stadt anhob, dürfte die Bauherrin dennoch überrascht haben. Mittlerweile hatte die Angst vor Gentrifizierung viele Anwohner St. Paulis auf den Plan gerufen.

Für die Bayerische Hausbau und das zuständige Bezirksamt-Mitte offenbar Grund genug, die Nachbarschaft und Bürger*innen schon früh am Planungsprozess teilhaben zu lassen. 2014 wurde die „Planbude“ ins Leben gerufen: Begleitet von ehemaligen Park-Fiction-Aktivisten, Künstlern, Kulturwissenschaftlern, Stadtplanern und Angehörigen der HafenCity Universität wurde gemeinsam mit den Stadtteil-bewohnern der sogenannte St. Pauli Code entwickelt. Bestandtteile dieses Richtlinienkatalogs sind einerseits die St. Pauli-Spezifika, andererseits legt er Prinzipien wie kleinteilige Bebauung, niedrige Mieten für Wohnen und Gewerbe, aktiv bespielte Dachflächen und öffentliche Räume ohne Konsumzwang fest.

Paloma Viertel f72 Architekten

Paloma-Viertel_BF5_f72 © Janusch

In einem städtebaulichen Gutachterverfahren, das NL-Architekten und die BeL Sozietät für Architektur für sich entschieden, wurden 2015 diese Maßgaben in steter Abstimmung mit der Planbude und öffentlichen Foren in eine urbane Struktur gebracht, die einzelne Gebäude definiert und Nutzungen exakt lokalisiert. Geplant ist ein urbaner Sockel, in dem öffentlich zugängliche Nutzungen wie Gastronomie, Einzelhandel oder entsprechendes Gewerbe untergebracht werden soll. Ein Hotel soll den dahinter liegenden Wohnungen Schutz vor dem lärmenden Spielbudenplatz bieten. Durch das Innere des Areals ist eine „Quartiersgasse“ geplant, eine Art halböffentlicher Raum. Zudem sollen Flächen für ein ortspezifisches, auf Musik und Show bezogenes Gewerbe geschaffen werden.

Paloma Vietel Lageplan f 72

Paloma Viertel Lageplan © f72 Architekten

Der Rahmen für das eingeladene Workshopverfahren war daher eng gesetzt. Die fünf eingeladenen Büros arbeiteten begleitet von einer öffentlichen Planerwerkstatt jeweils architektonische Vorschläge für die einzelne Baufelder aus. Die Jury beurteilte jedes der fünf Baufelder einzeln und zeichnete Arbeiten unterschiedlicher Büros aus. Entsprechend heterogen ist nun das Ergebnis ausgefallen, das die Architektur der Einzelgebäude betont. Die Betonung für die zukünftige Bebauung im Paloma Viertel liegt hierbei eindeutig auf Vielfalt.

Paloma Viertel • Wettbewerbsverfahren entschieden

Mit diesem hochbaulichen Verfahren ist der Planungsprozess noch nicht abgeschlossen. Die Preisträger wurden aufgefordert ihre Entwürfe zu überarbeiten sowie die sogenannte „Quartiersgasse“ noch nicht im Detail zu planen. Die Bayrische Hausbau bemüht sich, die zum Teil sehr detailliert vorgegebenen Nutzungen zu realisieren – mit ausgesuchten Betreibern und Nutzern, streng nach dem St. Pauli Code und in Abstimmung mit der Anwohnerschaft über die Planbude. Neben dem Hotel, den Einzelhandels- und Gewerbeflächen soll es Sporteinrichtungen und Sondernutzungen der Dächer (z.B. Sport, Restaurant- und Gemeinschaftsdächer) geben, die wohl überlegt und kombiniert werden müssen. Circa 40 Prozent der Wohnungen werden Sozialwohnungen sein, circa 20 Prozent innerhalb einer Baugemeinschaft, circa 40 Prozent freifinanzierte Mietwohnungen zu üblichen Marktpreisen. Letztere werden aber in ihren Abmessungen so klein sein, dass auch sie günstig mietbar sind. Insgesamt sollen 24.000 Quadratmeter Nutzfläche gebaut werden. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant. Fest steht, dass hier eines der lebendigsten und vielfältigsten Neubauquartiere in Hamburg entstehen wird.

1. Preise Baufeld (BF) 1: NL Architects und BeL Sozietät für Architektur, Amsterdam/Köln; BF 2 und 5: feld72 Architekten ZT GmbH, Wien; BF 3: Lacaton & Vassal, Paris (Haus 3.1: Turm), NL Architects und BeL Sozietät für Architektur, Amsterdam/Köln (Haus 3.2 : Eckhaus), ifau + Jesko Fezer, Berlin (Haus 3.3: Zickzack); BF 4: ifau + Jesko Fezer, Berlin

Auf unserer Architekturführung St. Pauli können Sie mehr erfahren.

Baubeginn für das Gemeinschaftshaus Lohsepark in der HafenCity

Bald soll es soweit sein: Im Mai 2021 sollen am Spielplatz im Lohsepark die Bauarbeiten für das langerwartete Gemeinschaftshaus beginnen. Das farbenfrohe Holzhaus mit Aussichtsturm und Dachbegrünung von rethmeierschlaich architekten entsteht im Bereich des Spielplatzes auf der westlichen Parkseite. Damit entsteht ein sozialer Treffpunkt für Besucherinnen und Besucher jeden Alters im Park.

Gemeinschaftshäuser Lohsepark © rethmeierschlaich architekten

Schon jetzt kann man erahnen, wo das Gemeinschaftshaus stehen wird: da das Haus und sein Standort von Anfang an als fester Be­standteil des Lohseparks und des Spielplatzes mitgeplant wurden, sind die Spielflächen in diesem Bereich nur temporär angelegt und vorwiegend mit Rasen- und Heckenflächen einfach gestaltet.

Vorbereitende Arbeiten ab Ende Februar 2021

Um mit dem Bau rechtzeitig beginnen zu können, werden die Hecken innerhalb des Spielbereichs im Moment entfernt. Anschließend müssen einige Bäume aus dem Boden genommen werden, damit ausreichend Platz für die Baustelleneinrichtung besteht. Diese Maßnahmen sind jedoch nur vorübergehend: Nach Fertigstellung des Hauses werden die angrenzenden Parkflächen wiederhergestellt und die Bäume erneut eingepflanzt. Dann ist auch die eingezäunte Spielfläche endlich vollständig nutzbar: Aufgrund der Bauarbeiten ist der Bereich für die Bauzeit bis September 2022 in der Größe vorübergehend etwas eingeschränkt.

Gemeinsamer Ort durch gemeinsame Gestaltung

Als eines von insgesamt drei Gemeinschaftshäusern in den Parkanlagen der HafenCity – die anderen beiden entstehen im Grasbrookpark und Baakenpark – wird das Haus im Lohsepark zum neuen Treffpunkt für viel­fältige nachbarschaftliche Aktivitäten. Frech, bunt, einladend und durch seinen Aussichtsturm weithin sichtbar präsentiert sich der von rethmeierschlaich architekten gestaltete Holzbau.

An dem Nutzungskonzept wurde mit aktiver Beteiligung der Nachbarschaft intensiv gearbeitet. Im Innern wird das Gemeinschaftshaus flexibel nutzbar sein: Die Hälfte der Fläche steht der gemeinschaftlichen Nutzung als Quartiersbüro mit zwei Mehrzweckräumen und einer Küche zur Verfügung. Die andere Hälfte wird Funktionen für die Park- und Spielflächen bieten. Ein Café, öffentliche Toiletten und Lagerflächen für Leihgeräte und -spielzeuge sind ebenfalls vorgesehen. Im Herbst 2022 ist es dann soweit.

Auf unserer Architekturführung HafenCity Ost können Sie mehr erfahren.

Städtebaulicher Wettbewerb zur Erweiterung des Hauptbahnhofs

Der Städtebaulicher Wettbewerb zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs ist gestartet. Die Stadt Hamburg lobt einen Wettbewerb in Abstimmung mit der Deutscher Bahn aus. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Erweiterung des Hamburger Hauptbahnhofs: Mit der öffentlichen Bekanntmachung des städtebaulich-freiraumplanerischen Planungswettbewerbs am 29. Januar 2021 startet das europaweite Bewerbungs- und Auswahlverfahren, an dem sich nun Architekturbüros, Landschaftsarchitekten und Stadtplaner direkt bewerben können. Ausgelobt wird der Wettbewerb durch die Freie und Hansestadt Hamburg, vertreten durch die ReGe Hamburg und in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn (DB).

Wettbewert Hamburger Hauptbahnhof

Hamburg Hbf © Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Das Verfahren bildet den Startpunkt zur Erweiterung des Hauptbahnhofs und der Weiterentwicklung des gesamten Bahnhofsumfelds. Die Leistungsfähigkeit des Hauptbahnhofs gelangt durch die Zunahme an Reisenden, Passantinnen und Passanten zunehmend an seine Grenzen. Eine bauliche Erweiterung des Verkehrsknotenpunktes ist dringend erforderlich.
Ziel des Planungswettbewerbs ist es, ein integriertes Gesamtbild zu erhalten und infrastrukturell, architektonisch und städtebaulich angemessene Lösungsansätze für den Hauptbahnhof und das Umfeld zu schaffen, um die Mobilitätswende voranzutreiben. Die Anforderungen der Fahrgäste sowie der Verkehrsunternehmen und Gewerbetreibenden stehen dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig geht es um einen achtsamen Umgang mit dem Thema Denkmalschutz sowie vom Umbau betroffenen Nachbarschaften.

Städtebaulicher Wettbewerb zur Erweiterung des Hauptbahnhofs

Nach dem beginnenden Teilnahmewettbewerb starten 30 Büros in die erste Wettbewerbsphase ab April 2021 und erarbeiten städtebauliche Grundkonzepte. Die Teilnehmerzahl wird bewusst hoch angesetzt, um möglichst vielfältige und unterschiedliche Konzepte zu erhalten
Diese unterschiedlichen Konzepte werden in einer ersten Preisgerichtssitzung im August 2021 geprüft und bewertet werden. In der zweiten Phase verbleiben dann 10 Büros, die dazu aufgerufen werden, ein Detailkonzept zu erstellen. Eine zweite Preisgerichtssitzung zur Auswahl des Siegerentwurfs sowie die Bekanntgabe der Gewinner sind für Ende 2021 anberaumt.

Hauptbahnhof und dessen Umfeld neu denken

Zum Preisgericht gehören unter anderem Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende, sowie Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg, auf Seiten Hamburgs sowie Sven Hantel, Vorstand Produktion DB Station & Service AG, und Oliver Hasenkamp, Leiter Objektentwicklung und Planung DB Station & Service AG, auf Seiten der DB.

Auswahlverfahren und öffentlicher Dialogprozess

Der Wettbewerb wird durch einen öffentlichen Dialogprozess begleitet, dessen Ergebnisse in die Konzepte mit einfließen werden. In Form mehrerer Veranstaltungen werden Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, ihre Hinweise und Ideen zum Wettbewerb mit einzubringen. Dieser Prozess startet mit einer ersten digitalen Informationsveranstaltung mit paralleler Online-Beteiligung Mitte März 2021.

Der Siegerentwurf des Wettbewerbs soll die Basis bilden, um die Leitlinien zur Erweiterung des Hauptbahnhofs und der städtebaulichen Gestaltung der unmittelbaren Nachbarschaft für die kommenden Jahre und Jahrzehnte zu definieren.

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Elbtower in der HafenCity: Bebauungsplan genehmigt

Der Bebauungsplan für den Elbtower in der HafenCity hat grünes Licht erhalten. Nach drei Stunden brachte die Kommission den Bebauungsplan für Deutschlands dritthöchstes Haus auf den Weg. Der 245 Meter hohe Büro- und Hotelturm soll den Abschluss der Hafencity bilden. Die Kosten für den Bau des Elbtower werden auf mindestens 700 Millionen Euro geschätzt. Fertig soll er im Jahr 2025 sein.

Elbtower HafenCity

Elbtower © HafenCity Hamburg GmbH/moka-studio

Zu hoch, geradezu erschlagend für Hamburgs Silhouette und er bringe zu viel Schatten für die Anwohner in Rothenburgsort – das sind die häufigsten der 26 Einwände, ergab eine Sitzung der Kommission für Stadtentwicklung. Bemängelt wurden aber auch der CO2-Verbrauch. Und es fehle ein Anti-Terror- Konzept für das Gebäude. Gegen diesen Kritikpunkt jedoch wehrten sich die Vertreter der Stadtentwicklungsbehörde. Den Expressfahrstuhl zur Aussichtplattform im 55. Stock dürfe man beispielsweise nur nach einer Online-Anmeldung betreten und nachdem man von einem Körperscanner durchleuchtet wurde.

Elbtower in der HafenCity: Bebauungsplan genehmigt

Im Dezember hatte der Bauträger Signa aus Österreich die Baupläne für den Wolkenkratzer vorgelegt. Eigentlich sollte der Bauantrag bereits Mitte des Jahres vorliegen. Die Medien spekulierten ob die Coronakriese Auswirkungen auf die Planungen des Elbtowers haben könnte. Aber die Signa übergab Ende des letzten Jahres 400 Aktenordner mit Planunterlagen an Hamburgs Stadtentwicklungsbehörde zur Prüfung vor. Das Unternehmen spricht von einem Meilenstein für den Bau.

Im zweiten Quartal möchte man bereits die Baugrube und die Fundamente vorbereiten. Testbohrungen hatten ergeben, dass der Boden an den Elbbrücken tatsächlich etwas fester ist als gedacht und die Fundamente nicht 111 Meter, sondern nur gut 70 Meter in den Boden gerammt werden müssen.

Die Signa hat im Dezember ebenfalls den ersten Mieter vermeldet: Die Hamburg Commercial Bank will 11.000 Quadratmeter Büros mieten – das entspricht einem Achtel der gesamten Bürofläche. Die Auswahl des Hotelbetreibers soll unmittelbar bevorstehen.

Elbtower in der HafenCity: Bebauungsplan genehmigt

Eine interdisziplinär und unabhängig besetzte Jury hat sich 2017 einstimmig für den Entwurf von David Chipperfield Architects ausgesprochen. Als mischgenutztes Hochhaus mit ca. 104.000 m² Bruttogeschossfläche entwickelt sich der Elbtower von einem öffentlichen, vielfältig genutzten Sockel mit Entertainment- und Edutainmentflächen, Einzelhandel und Gastronomie über halböffentliche Nutzungen wie Hotel, Boarding House, Fitness- und Wellnessbereiche, Kinderland und Co-Working-Flächen bis hin zu modernen und flexibel gestaltbaren Büroflächen in den Turmgeschossen. Im Obergeschoss ist eine öffentliche Fläche vorgesehen; geplant ist eine gastronomische Nutzung. Sozialer und kommunikativer Treffpunkt des Gebäudes ist ein tagesbelichtetes, überdachtes Atrium. Im Sommer 2020 wurde eine mehrstöckige Musterfassade des künftig höchsten Gebäudes der Stadt aufgebaut.
Der 1:1 Fassadenprototyp des Elbtowers ist insgesamt 11 Meter hoch und 13,5 Meter breit.

Elbtower Musterfassade

Elbtower Musterfassade außen © Helge-Schwarzer

Der Elbtower erfüllt höchste Nachhaltigkeitskriterien. Er wird nach dem Platinum Standard des Umweltzeichens HafenCity zertifiziert und wird das ambitionierte Smart Mobility-Konzept der östlichen HafenCity erfüllen. Der Elbtower bildet nicht nur einen Abschluss der HafenCity-Entwicklung, sondern ist gleichzeitig Auftakt für den Eingang zum Zentrum Hamburgs. Zusammen mit der neuen U- und S-Bahn-Station Elbbrücken wird er zu einem neuen städtischen Knotenpunkt, der bis in die künftigen Stadtentwicklungsräume Billebogen und Grasbrook ausstrahlen wird.

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Parks und Freiräume in Hamburg

In Anbetracht der pandemischen Lage und des erneuten Lockdowns sind Parks und öffentliche Plätze zu unverzichtbaren Zufluchtsorten geworden, die eine nötige Abwechslung bieten. Innerhalb der Stadt dienen sie nicht nur als Kohlenstoffbinder, sondern auch als Naherholungsraum und sozialer Treffpunkt. Einige dieser neuen Parks und Freiräume stellen wir Ihnen heute vor. Ab an die frische Luft auf einen Winterspaziergang!

Baakenpark_© Atelier Loidl

Lohsepark © VOGT

Lohsepark – Das grüne Zentrum der HafenCity / Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich                        Dreht sich ein Besucher in der Mitte des rund 4ha großen Lohseparks von Vogt Landschaftsarchitekten um 360 Grad, dann erlebt er eine der herausragenden räumlichen Qualitäten des Areals: An beiden Enden öffnet sich die langgezogene Achse der Freifläche zum Hafenbecken. Das Freiraumkonzept streicht diese Raumqualitäten mit zwei grundlegenden gestalterischen Eingriffen heraus: Einer Blickachse von Wasser zu Wasser und einer präzisen räumlichen Staffelung in drei Höhenstufen – Stadtebene, Parkebene und historische Ebene. Terrassen verbinden die einzelnen Ebenen miteinander. Ihre Detailgestaltung lässt Aufenthaltsflächen mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten und unterscheidbaren Charakteren entstehen. Noch tiefer, durch einen weiteren Höhensprung präzise abgegrenzt, liegen die historischen Anlagen: Die baulichen Reste des Hannoverschen Bahnhofs haben eine eigene visuelle Sprache und erzählen von der Vergangenheit des Ortes, der im Zweiten Weltkrieg zentraler Ausgangspunkt der Deportation von Juden, Sinti und Roma war. Wie eine tiefere geologische Schicht liegt das Memorial einen Meter unterhalb des Parkniveaus und bis zu drei Meter unter der Stadtebene.

Parks und Freiräume in Hamburg

Parks und Freiräume in Hamburg

Baakenpark Luftbild © Mark Pflüger

Baakenpark – HafenCity / Atelier Loidl, Berlin                                                                                          Der Baakenpark von Atelier Loidl ist das grüne Zentrum der gerade neu entstehenden östlichen HafenCity. Die 1,6 ha große, aus Elbsand künstlich aufgeschüttete Halbinsel befindet sich inmitten des ehemaligen Hafenbeckens Baakenhafen. Mit seiner wilden Uferlinie, den grünen Böschungen bis ans Wasser sowie seiner charakteristischen Topografie bildet der Park eine atmosphärische Gegenwelt zu seiner Umgebung. Der Baakenpark weist eine markante Topografie mit mehreren, unterschiedlich hohen Plateaus auf. Aufgrund der besonderen Anforderungen an den Hochwasserschutz wurden die Spiel- und Grünflächen des Parks auf drei erhöhten Plateaus angelegt. Die drei Plateaus unterscheiden sich in ihren Nutzungen und Atmosphären deutlich voneinander: Im Westen der Halbinsel liegt der Sport- und Spielbereich, die mittlere Ebene bietet eine Spiel- und Liegewiese mit der Böschungstribüne, im Osten erhebt sich abseits des Trubels als krönender Abschluss der 15m hohe „Himmelsberg“ als weithin sichtbarer Aussichtspunkt. Die Brücke vom Versmannkai in den Baakenpark stellt für Fußgänger und Radfahrer eine direkte Verbindung zwischen den nördlich und südlich des Hafenbeckens gelegenen Teile des neuen Stadtquartiers her.

Parks und Freiräume in Hamburg

Baakenpark © Atelier Loidl

Hafenpromenade – Baumwall/ Zaha Hadid Architects, London                                                               Bereits 2006, nach dem Entscheid des öffentlichen Wettbewerbs, erhielten Zaha Hadid Architects von der Stadt Hamburg den Auftrag zum Ausbau der Promenade. Anlass des Wettbewerbs war damals die Ertüchtigung der bestehenden Hochwasserschutzanlagen am innerstädtischen Hafen. Seit der großen Flut von 1962 rüstet sich die Stadt mit dieser Schutzmauer an der Elbe vor einer erneuten Überschwemmung. Der Entwurf von Zaha Hadid Architects gab der technisch begründeten Reperatur und Aufstockung der Schutzanlagen an der Elbe eine wirkungsvolle, städtebauliche Dimension. Entstanden ist eine ein Kilometer lange und gut neun Meter über dem Meeresspiegel liegende Stadtpromenade entlang der Elbe. Zehn Meter und breiter bildet diese erhöhte Fußgänger- und Fahrradroute mit vereinzelten spitzwinkligen Pavillonbauten eine Art Abschluss der Stadt zum Ufer. Über Rampen, Treppen und einzelne Fußgängerbrücken ist sie mit dem dahinterliegenden Hamburg verknüpft. Dabei sind die weiten, an den Typ des Amphitheaters angelehnten Treppenanlagen das wichtigste Motiv. Mal orientieren sie sich zum Wasser, mal zur Stadt – und schaffen dabei unterschiedliche Aufenthalts- und Kommunikationsorte.

Parks und Freiräume in Hamburg

Parks und Freiräume in Hamburg

Krebs und Herde Landschaftsarchitekten, Winterthur (CH) © Ferdinand Graf Luckner, Hamburg

Stadtteilpark – Neue Mitte Altona / Krebs und Herde Landschaftsarchitekten, Winterthur                     Auf dem Areal des ehemaligen Bahnhofs Altona entsteht der neue Stadtteil Neue Mitte Altona mit einem zentralen Stadtpark. Die Parkgestaltung wurde 2013 unter intensiver Beteiligung von Bürger*innen erarbeitet. Das beauftragte Schweizer Landschaftsplanungsbüro Krebs und Herde nahm die dabei entstandenen Ideen in sein Konzept mit auf. Die gesamte Parkanlage umfasst 2,7 Hektar und wurde als „durchfließende Wiesenlandschaft“ angelegt, die sich nach Süden durch das gesamte Plangebiet zieht. Das monumentale Stahlskelett der einstigen Güterhalle, ein historischer Klinkerbau und ein erhaltener Wasserturm verankern das neue Quartier in der Geschichte des Orts. Die abgesenkte Spielwiese und Parktreppe formen ein Relief, das Funktion und Erholung auf selbstverständliche Weise verknüpft. Im Nordwesten des Parks wird ein kleines Wäldchen entstehen. Auf dem Spielplatz gibt es einen abwechslungsreichen Bewegungsparcours. Als Nächstes steht die Sanierung der korrodierten Güterhallenkonstruktion an und damit verbunden der Einbau eines Kletterspielplatzes und eines kleinräumigen Hallengartens. In einer längeren Entwicklungsperspektive wird sich, mit der Verlegung des Fernbahnhofs, der Park mit dem bestehenden Grünzug durch die Stadt verbinden und sich bis zum «Altonaer Balkon» an der Elbe ausdehnen.

Mehr Informationen können Sie auch auf unseren individuellen oder öffentlichen Architekturführung erfahren.

Virtuelle Architekturführungen von Guiding Architects

Nach dem großen Erfolg der ersten Serie virtueller Architekturführungen von Guiding Architects, die im Oktober stattfand und über 550 Teilnehmer hatte, veranstaltet Guiding Architects nun eine zweite Reihe von kostenlosen virtuellen Architekturführungen.

Vom 29. Januar bis 12. Februar 2021 nehmen wir Sie mit nach Kopenhagen, Paris und Rotterdam und präsentieren urbane Strategien rund um das Thema Nachhaltigkeit.

Virtuelle Architekturführungen von Guiding Architects

Virtual Tour 2nd Series Guiding Architects

In den Live-Streaming-Veranstaltungen werden die Referenten – Architekten und Architekturjournalisten, die an ihren Standorten arbeiten und forschen – ihr umfangreiches Wissen mit Hilfe von (historischen) Fotos, Film- und Audioclips, Luftaufnahmen, Stadtplänen und Architekturzeichnungen vermitteln. Die Teilnehmer erhalten einen guten Einblick in die Gebiete, ihren urbanen Kontext und die verschiedenen Ansätze im Umgang mit Nachhaltigkeit, Resilienz, Partizipation und Mobilität.

Während die Serie um ein zentrales Thema herum konzipiert ist, ist jeder Rundgang eine eigenständige Veranstaltung und kann separat oder als Teil der Serie unternommen werden.

Kostenlose virtuelle Touren zu Nachhaltigen Urbanen Strategien in Kopenhagen, Paris und Rotterdam vom 29. Januar bis 12. Februar 2021

Programm

Freitag, 29.01.21 – 18:00 Uhr
Nordhavn – The Sustainable Borough of the Future in Copenhagen
Gastgeber: Bo Christiansen, Scaledenmark                                                                                               Anmeldung erfolgt hier

Virtuelle Architekturführungen von Guiding Architects

Konditaget Lüders by JAJA Architects © Scaledenmark

Freitag, 05.02.21 – 18:00 Uhr
Saint Vincent de Paul in Paris – a new sustainable, participatory and resilient neighborhood
Gastgeber: Catherine Haas-Adler, GA Paris                                                                                              Anmeldung erfolgt hier

Freitag, 12.02.21 – 18:00 Uhr
Water Management and Climate Adaptation in Rotterdam
Gastgeber: Anneke Bokern, architour                                                                                                        Anmeldung erfolgt hier

Virtuelle Architekturführungen von Guiding Architects

Aerial view of Dakpark in Rotterdam © architour

Die Führungen finden auf Zoom in Englischer Sprache statt, die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier:

Freitag, 29.01.21 – 18:00 Uhr          Kopenhagen                                                                                     Freitag, 05.02.21 – 18:00 Uhr          Paris                                                                                                 Freitag, 12.02.21 – 18:00 Uhr          Rotterdam