Theorie der Architektur – Manfredo Tafuri and Rem Koolhaas

Vortrag zum Thema „Identification Parade: Manfredo Tafuri and Rem Koolhaas“

Marco Biraghi
Professor für Geschichte der zeitgenössischen Architektur, Politecnico di Milano

Warum Manfredo Tafuri und Rem Koolhaas? Was haben Manfredo Tafuri, der 1994 verstorbene italienische Architekturhistoriker und Rem Koolhaas, der weltweit bekannte holländische Architekt, miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Für Tafuri wird „Realität“ insgesamt mit all ihren Widersprüchen, ihrer Vielfalt und Schichtung zum Ziel seiner historischen Betrachtungen, für Koolhaas wird sie zum Ausgangspunkt für seine Architekturkonzeption. Man könnte sagen Koolhaas fängt dort an, wo Tafuri aufhört. Doch während die Realität der verbindende Aspekt ist, unterscheiden sich für Tafuri und Koolhaas Richtung und Perspektive der jeweiligen kritischen Betrachtung.

Marco Biraghi schloss 1986 sein Architekturstudium am Politecnico di Milano mit einer Arbeit bei Massimo Cacciari ab. Er unterrichtete an den Architekturfakultäten in Genua, Venedig und Mailand, wo er 2003 eine Professur für Geschichte der zeitgenössischen Architektur erhielt. Weiterhin lehrte er an der Columbia University und der Cooper Union in New York, an der University of Toronto und am Berlage Institute in Rotterdam. Er hat für zahlreiche italienische und internationale Architektur-Zeitschriften geschrieben und ist Redaktionsmitglied von „Casabella“.

Veranstaltungsort:
HCU Hamburg, Zentrum für Projektarbeit
Averhoffstraße 38 (Aula), 22085 Hamburg

Montag 28. Juni 2010 19.00 – 22.00 Uhr

Theorie der Architektur – A Relative Manifesto for Sub-Urbanism

Vortrag zum Thema „Palimpsestuous Ithaca: A Relative Manifesto for Sub-Urbanism“

Sébastien Marot beschäftigt sich in seinen Forschungen mit der Genealogie und Praxis zeitgenössischer Architektur- und Planungstheorie. Wie ein Palimzest interpretiert er die Schichten des Gebauten und Gedachten, die sich im Verlauf der Geschichte überlagert haben. 16 Jahre lang war er als Geschäftsführer der ‚Société Française des Architectes‘ tätig und gab für diese das Informationsorgan ‚Tribune d’histoire et d’actualité de l’architecture‘ sowie die Zeitschrift ‚Le Visiteur‘ heraus, die einem breiten Spektrum von Themen zur Architektur, zur Stadt, zur Landschaft und zum Umland gewidmet ist. Er lehrte an zahlreichen Schulen für Architektur und Landschaftsplanung in Europa und Nordamerika.

In seinem Vortrag greift er Themen seiner umfangreichen Dissertation über die Universitätsstadt Ithaca NY auf. Er entwickelt ein vielschichtiges kulturhistorisches Panorama dieses Ortes, seiner Landschaft und der Protagonisten seiner Kultur, das sich nicht auf das Wirken der dort lehrenden oder studierenden Architekten wie Colin Rowe, Oswald Mathias Ungers oder Rem Koolhaas beschränkt, sondern auch Dichter, Filmemacher und Künstler wie Vladimir Nabokov, Werner Herzog oder Gordon Matta-Clark in seine Betrachtungen mit einbezieht. Unter dem auf den ersten Blick sichtbaren Ithaca macht er wie in einem Palimzest immer neue überraschende Textschichten sichtbar.

Veranstaltungsort:
HCU Hamburg, Zentrum für Projektarbeit
Averhoffstraße 38 (Aula), 22085 Hamburg

Dienstag 08. Juni 2010 19.00 – 22.00 Uhr

Besuch aus Indien

Immer mehr Architekten und Architekturinteressierte kommen nach Hamburg, um sich selbst ein Bild von der wachsenden Stadt zu machen. Die erste Fachgruppe aus Indien lies sich vom unserm Guide Peter Koch das Stadtentwicklungsprojekt HafenCity erläutern. Am nächsten Tag standen dann das nördliche Elbufer, die so genannte „Perlenkette“ und der „Sprung über die Elbe“ mit der Internationalen Bauausstellung IBA auf dem Programm.


Bilder AIT/GKT Hamburg

Der Architekt Volkwin Marg über Stadtgestaltung, Politik und Investoren.

Prof. Volkwin Marg vergleicht drei Stadtentwicklungsprojekte – Hamburgs HafenCity, das spanische Projekt Valencia del Mar und die von gmp geplante neue Stadt Lingang in China. Welche Visionen bestimmen die jeweilige Planung?
Wie agieren Stadtgestaltung, Politik und Investoren im Wechselspiel der Kräfte?
Im anschließenden Kultwerk-Gespräch mit Peter Koch aus dem Kultwerk-Team werden diese Fragen vertieft.

1965 gründeten Volkwin Marg und Meinhard von Gerkan im Hamburg gmp und etablierten sich bald als international herausragende Architekten. Ihre Arbeiten wurden mit Preisen in zahllosen Ländern ausgezeichnet. gmp entwirft und realisiert Projekte weltweit: Wohnund Geschäftshäuser, Opernhäuser, Konferenzzentren, Flughäfen und Sportarenen. gmp-Bauten prägen auch das Bild unserer Stadt.
1996 entwickelte Volkwin Marg den ersten Masterplan für die Hafencity.

Eintritt € 3

Dienstag, 25. Mai 2010, 20 Uhr
Kulturwerk West
Kleine Freiheit 42, Hamburg – St. Pauli

Architektur-Quiz – Mai/Juni

Frage des Monat Mai/Juni

Das Bild zeigt ein Hotel, das von einem bekannten Architekten teilweise umgebaut wurde.

Wo liegt das Hotel?
Wie ist der Name des Architekten?

 

Wenn Sie die Antworten wissen,  senden Sie uns bis zum 30. Juni 2010 eine Mail an quiz@a-tour.de
Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir ein aktuelles Architektur in Hanburg Jahrbuch.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitglieder von guiding-architects
und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Auflösung Architektur-Quiz April

Die Frage des Monats April war:

Das Bild zeigt einen Platz in einer südeuropäischen Stadt.
In der Penthauswohnung des Hauses wohnt ein bekannter Architekt.

Wie heißt die Stadt?
Wie ist der Name des Architekten?
Welche Geschichte erzählt der Brunnen?

© Foto Thomas Michael Krüger

Die richtigen Antworten lauten:

Valencia
Santiago Calatrava
Brunnen auf dem Plaza de la Virgen, der die Geschichte der römischen Gründung Valencias erzählt

Leider hat keiner alle drei Fragen richtig beantworten können.
Wir hoffe, dass im Monat Mai unsere neue Quizfrage gelöst wird.

Valencia: Die Gentrifizierung ist überall

Das Fischerviertel Cabanyal in Valencia ist ein lebendiger Kiez, ein denkmalgeschütztes Viertel.
Wie unser Netzwerkpartner Boris Strzelczyk aus Valencia berichtet planen die Stadtväter eine Schneise durch den Cabanyal, eine breite Straße mit moderner Bebauung.

Offensichtlich haben Sie die Rechnung jedoch ohne die Bewohner gemacht: die lassen sich nicht einfach vertreiben und werden inzwischen von Architekten und Stadtplanern aus aller Welt unterstützt.

Autor: Thomas Schneider/Europamagazin/ARD. Sendung vom 27.3.2010

„Bauausstellung in der Bauausstellung“

Sie ist das „Schaufenster“ der IBA Hamburg und zentraler Anlaufpunkt in Wilhelmsburgs neuer Mitte: Die „Bauausstellung in der Bauausstellung“, die mit zukunftsweisenden Pilotprojekten Lösungen für innovatives Wohnen und Arbeiten im 21. Jahrhundert zeigt.  Im vergangenen Jahr fand die Ausschreibungen für vier Modell – Baufelder mit 112 Wohneinheiten statt. Gefragt waren visionäre, beispielgebende und zugleich realistische Bauideen. Die Bauprojekte werden bis Ende 2012 in Wilhelmsburg Mitte direkt am Eingang des Parks der internationalen gartenschau hamburg 2013 gegenüber dem neuen Gebäude der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt realisiert.

Water Houses – Nachhaltiges Bauen mit und auf dem Wasser
Dieses Modellvorhaben demonstriert auf architektonisch experimentelle Weise die Möglichkeiten des Bauens in Kontakt mit dem Element Wasser. Dabei geht es nicht nur um hochwassersichere Bautechnologien, sondern auch um die Ästhetik einer wasserbezogenen Architektur, individuelle Ideen und architektonische Experimentierfreude waren ausdrücklich erwünscht. So zeigt die Ausstellung die Wiederentdeckung von Reetfassaden sowie schwimmende Terrassen und Gärten.

Smart Material Houses – intelligente Baustoffe der Zukunft
Das Gebäudekonzept zielt auf die Verbindung neuester Technologien und Materialien mit einem ganzheitlichen Anspruch auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz. Dabei kommen innovative Technologien und umweltverträgliche Materialien zur Anwendung, zum Beispiel ein Haus aus textilen Membranen, eine Außenhülle mit Algen zur Energiegewinnung oder vollständig recyclebare Häuser.

Smart-Price Houses – schön und preiswert wohnen
Diese Modellhäuser realisieren neue Strategien für kostengünstiges Bauen. Mit dieser Neuinterpretation des Fertighauses soll innerstädtischer Wohnraum als Eigentum oder zur Miete auch für mittlere und untere Einkommensschichten attraktiver werden. Insgesamt sechs Entwürfe zeigen Häuser mit flexiblen Modulsystem, Häuser zum Selbstbau oder preiswertes Bauen mit Holz.

Hybrid Houses – Häuser die sich den Wünschen ihrer Bewohner anpassen
Hybride Häuser bieten flexible Nutzungsmöglichkeiten für Wohnen und Arbeiten sowie das Zusammenleben mehrerer Generationen und unterschiedlicher Haushaltsformen. So können Raumaufteilungen und Erschließungen nach Bedarf geändert werden, zum Beispiel durch ein flexibles „Stecksystem“ oder die Trennung von Wohnen und Arbeiten durch unterschiedliche Treppenhäuser.

Eine Ausstellung im Levantehaus Hamburg zeigt derzeit alle ausgewählten Wettbewerbsergebnisse und Architekturmodelle.

 

Projekte von oben nach unten:

Smart Material Houses eins:eins Architekten, Hamburg
Waterhouses Architekturbüro Martin Hecht, Hamburg
Smart Material Houses Werner Sobek Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart

Architektur Reise

Gemeinsam mit der Hamburgischen Architektenkammer bietet a-tour vom 14. bis 17. Oktober 2010 eine Architekturexkrusion nach Kopenhagen und Malmö an.

Die Öresundregion zählt zu den wenigen Wachstumsregionen Europas. Der enorme wirtschaftliche Aufbruch fand seinen Niederschlag in einer Reihe von ehrgeizigen Architekturprojekten. Trotz Finanzkrise setzt sich der Prozess in Kopenhagen vor allem in den nördlich und südlich gelegenen Hafengebieten fort. Es entstehen neue Stadtviertel wie zum Beispiel Örestad, das neben spektakulären Wohnbauten nun auch mit dem 2009 von Jean Nouvel errichteten Konzerthaus aufwarten kann. Gleichzeitig bleibt Kopenhagens Innenstadt eine spannende und charmante Mischung aus vergangenen Jahrhunderten und majestätischem Anspruch, lebendigen Sanierungs- und Szenevierteln, modernem Design und kulturellen Highlights.

 

Die Exkursion zeigt die urbane Vielfalt Kopenhagens, als auch weitere regional interessante Punkte der Umgebung, darunter das Kunstmuseen in Louisiana sowie das schwedische Malmö, das vor allem durch den spektakulären Wohnturm von Santiago Calatrava im neuen Viertel Västra Hamnen zum Architekturmekka geworden ist.

Weitere Informationen und Programm

Auf der Suche nach einer Theorie der Architektur

Vortrag zum Thema „The Architects of the Open Hand. Chandigarh Revisited“

Die erste Veranstaltung in diesem Sommersemesters im Rahmen der Vortragsreihe ‚Auf der Suche nach einer Theorie der Architektur‘ hält am 12. April 2010 Maristella Casciato. Sie ist Professorin für  Architekturgeschichte an der Università di Bologna – Facoltà di Architettura „Aldo Rossi“ in Cesena.

Veranstaltungsort:
HCU Hamburg, Zentrum für Projektarbeit
Averhoffstraße 38 (Aula), 22085 Hamburg
Montag 12. April 2010 19.00 Uhr

 

Baustart Open House

Die Baugenehmigung für das IBA Projekt ist erteilt und gestern wurde der Grundstein gelegt.

Im Reiherstiegviertel entsteht mit dem „Open House“ ein innovatives und ökologisches Wohnbauprojekt. Zusammen werden insgesamt 44 Wohneinheiten, direkt am Ernst-August-Kanal gelegen, gebaut. Die steg erstellt 13 Wohneinheiten als Eigentumswohnungen zwischen 60 und 113m²-Wohnfläche, im südlichen Bereich des y-förmigen Baukörpers. Die Schanze eG baut außerdem 31 geförderte Mietwohnungen. Innovativ ist der energetische Standard, ein „Passiv-Haus Plus“ mit aufgeständerter
Photovoltaikanlage, das mehr Primärenergie erzeugt als die Bewohner benötigen werden. Die Überschüsse werden in das Netz eingespeist

Architektur-Quiz

Frage des Monats April

Das Bild zeigt einen Platz in einer südeuropäischen Stadt.
In der Penthauswohnung des Hauses wohnt ein bekannter Architekt.

Wie heißt die Stadt?
Wie ist der Name des Architekten?
Welche Geschichte erzählt der Brunnen?


© Foto Thomas Michael Krüger

Wenn Sie die Antworten wissen,  senden Sie uns bis zum 30. April 2010 eine Mail an quiz@a-tour.de
Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir drei aktuelle ArchitekturStadtpläne Hamburg.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitglieder von guiding-architects
und ihre Angehörigen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Treffpunkt Dach!

Die Eroberung von Dachflächen als Chance in enger Bebauung.
Mitten in der Hafencity entstand die Katharinenschule. Beengte räumliche Verhältnisse und ein innovatives Gebäudekonzept führten zu einem Schulhof auf mehreren Ebenen mit Schulhofflächen im Erdgeschoss und auf dem Dach (5. OG). Der Berliner Verein Dachgärten für alle! e.V. will das Konzept von Gemeinschaftsdachgärten als erstrebenswerte Wohnform verbreiten. Ein Kultwerk-Gespräch mit der Stadtplanerin und Architektin der Katharinenschule Ingrid Spengler, der Berliner Grünen Politikerin und Gründerin des Vereins Dachgärten für alle! e.V. , Silke Kolwitz,  und der Designerin Isabel Liebmann, die in ihrer Bachelor-Arbeit für einen sky-walk plädiert.

Eintritt € 3

Donnerstag, 18. März 2010, 20 Uhr
Kulturwerk West
Kleine Freiheit 42, Hamburg – St. Pauli

Luxusloft oder Wohnsilo? Wie die Hamburger wohnen (werden)

Wohnen nur für Wohlhabende in der HafenCity? Eine – nur durch die Internationale Bauausstellung hochgepuschte – Insel der Unterprivilegierten in Wilhelmsburg? Stadterweiterung, Verdichtung der Innenstadt, Gentrifi zierung von Schanze und St. Pauli durch Wohnnutzungen? Die Fragen sind offen sichtlich, die Diskussion wird öffentlich geführt, die Antworten sind notwendigerweise umstritten.

Der Architekturhistoriker Gert Kähler und der Architekturkritiker Claas Gefroi stellen und beantworten Fragen.

Mittwoch, 24. März 2010, 19 Uhr
Sautter + Lackmann Fachbuchhandlung
Admiralitätstraße 71/72, Hamburg – Neustadt

IBA-Workshopverfahren „Klimahäuser Haulander Weg“ entschieden

Innovative Wohnkonzepte in der Wilhelmsburger Marschlandschaft

Ein neuer Umgang mit dem Landschaftsbild war gefragt beim Workshopverfahren „Klimahäuser Haulander Weg“ in Wilhelmsburg, das die IBA Hamburg initiiert hatte. Maximal 400 Wohnungen könnten im Rahmen dieses Projekts am südlichen Rand der internationalen gartenschau hamburg 2013 entstehen. Die Planungsaufgabe für die sechs teilnehmenden Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern, Energiefachleuten und Ingenieuren der Siedlungs- und Wasserwirtschaft  bestand darin, einen neuen Typus für eine Siedlungsstruktur zu entwicklen, die das Landschaftsbild nicht dominiert, sondern sich der umgebenden Marschlandschaft anpasst und bereits im Städtebau eine optimale Infrastruktur bezogen auf die Themen Wasser und Energie anlegt. Eine elfköpfige Jury unter dem Vorsitz der Münchner Architektin und Stadtplanerin Prof. Christiane Thalgott kürte jetzt den Entwurf des  Teams Spengler Wiescholek Architekten und Stadtplaner, Kontor Freiraumplanung, Büro für Energie- und Lichtplanung, B&O Ingenieure GbR zum Sieger des Workshopverfahrens. Die Arbeit soll nun die Grundlage für die weitere Bearbeitung des Projektes bilden.

Eine Überarbeitung des Siegerentwurfs erfolgt jetzt kurzfristig: So sollen z.B. die das Plangebiet nach Osten abschließenden Mehrfamilienhäuser eine geringere Höhe erhalten, im Entwurf waren bis zu zehn Stockwerke vorgesehen. Der überarbeitete Entwurf bildet dann die Grundlage zu einer Prüfung, ob es zu einer Bebauung kommen kann oder nicht. Eine Entscheidung wird bis Ende des Jahres erwartet.

Guiding Architects Treffen in Barcelona

a-tour Architekturführungen in Hamburg ist Mitglied im Netzwerk Guiding Architects. Das jährliche Treffen fand Ende Februar in Barcelona statt.

Alle GA-Guides arbeiten als Architekten und bzw. oder im architektonischen Kontext als Professoren, Stadtplaner, Publizisten oder Architekturhistoriker und bieten Fachführungen an.

Der offizielle Teil des Treffens fand im COAC, der Architektenkammer im Herzen Barcelonas statt. Nach dem internen Teil des Netzwerktreffens hatte die Kammer alle Architekten der Stadt eingeladen, sich bei einem Vortrag und anschließender Diskussion über das Netzwerk zu informieren.

Neben dem offiziellen Teil stellte das Treffen im frühlingshaften Barcelona für die Teilnehmer natürlich auch eine gute Gelegenheit dar, die Seite zu wechseln und sich vom lokalen Partner in Barcelona, Geilinger Arquitectura, die Stadt zeigen zu lassen.
Erstes Ziel war die Casa La Ricarda von Antoni Bonet (1949-53), deren Besichtigung dank der guten Kontakte des Veranstalters zur Eigentümerfamilie von Marta Gomis zustande kam. Der Einblick in Barcelonas zeitgenössische Architektur beschränkte sich auf auf den nordwestlichen Teil der Diagonalen. Über vier Stunden gingen die Tour, aber man hätte locker noch ein paar dranhängen können, zumal die Guides offensichtlich noch lange nicht voll aufgedreht hatten, was Fachwissen und Insider-Einblicke ins spanische Bauwesen angeht.

Vor allem zu melden ist, dass das Netz aus bisher 23 Partnern weiter wächst, nicht nur in Europa, sondern weltweit: neben neuen Mitgliedern in Bilbao, Budapest, Istanbul und Valencia sind auch New York und die Weltausstellungsstadt Shanghai hinzugekommen.

 

Bauen nach ökologischem Standard

BIG heißt das dänische Architektenteam, das seit einiger Zeit international für Furore sorgt. In dem Kopenhagener Büro arbeiten junge Architekten aus vielen Ländern, Umgangssprache ist selbstverständlich englisch. Zuerst wurde das Team in Kopenhagen durch ein öffentliches Schwimmbad im innerstädtischen Kanal bekannt. Schließlich rief das Kopenhagener Apartmenthaus „The Mountain“ zahlreiche internationale Investoren auf den Plan. Und es geschah, dass BIG – trotz Wirtschaftskrise – mittlerweile Großaufträge aus Dubai, Aserbeidschan, Kasachstan und China erhält. Derzeit sorgt BIG allerdings auch wieder in Kopenhagen wegen ihrer avantgardistischen Architektur für Schlagzeilen.

Radiobeitrag von von Klaus Englert hören

Neugestaltung Altonaer Bahnhofgelände

Im Auftrag der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) wurde vom Architektenbüro ASTOC eine Vorstudie zur Neugestaltung des Altonaer Bahnhofgeländes vorgelegt. Diese Studie könnte Realität werden, wenn die Bahn 2015 der Fernbahnhof Altona nach Diebsteich verlegen würde. Diese Entscheidung wird der Vorstand der Bahn bis Mai treffen.

Die Planungen auf dem 28 Hektar großen Gelände sehen bis zu 4000 Wohneinheiten mit annähernd 400 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche vor. Mit weiteren Flächen nördlich der Stresemannstraße könnten sogar fast 75 Hektar zur Umgestaltung zur Verfügung stehen. Ein städtebaulicher Wettbewerb soll nun statt finden.

Entwurf: ASTOC

Architekturwettbewerb der NIDUS-Baugemeinschaft entschieden

Die Baugemeinschaft NIDUS plant 30 Einheiten mit teilweise bis zu fünf Meter hohen Räumen.  Die Grundrisse sind offen gestaltet und sowohl für Singles als auch für Familien flexibel nutzbar. Der Entwurf von spine architects nimmt Motive der New Yorker Loftarchitektur auf und setzt mit seiner Material- und Detailgestaltung die Tradition der Speicherstadt fort. Die Fassade aus rotem Backstein mit raumhohen Fenstern bietet den Bewohnern einen großzügigen Ausblick auf das urbane Treiben der Shanghaiallee. Im Kontrast dazu, ist die Südwest-Fassade zum ruhigen, begrünten Innenhof leicht und verglast, damit Licht bis tief in die Wohnung dringen kann. Die Fertigstellung des Gebäudes ist Ende 2011 geplant. Die NIDUS-Baugemeinschaft sucht noch weitere Mitglieder.

 

Entwurf: spine architects
Illustration: Munzinger PR