300 zusätzliche Wohnungen in der Hafencity

Bei der Hafencity-Erweiterung setzt Hamburg auf einen hohen Anteil von Genossenschafts- und Sozialwohnungen. 300 zusätzliche Wohnungen und mehr Grünanlagen sollen im östlichen Teil des Neubaugebietes entstehen. Das geht aus der Überarbeitung des Masterplans für die Hafencity hervor, wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete.

Vor allem will der Senat mit der neuen Planung den Vorwurf entkräften, das Quartier zwischen Kreuzfahrtterminal und Elbbrücken würde ein „Reichendomizil“ werden. Hafencity-Bewohner hatten sich in einer Anhörung beschwert, dass viele Millionäre nur alle paar Monate für ein Wochenende in ihre Appartements kämen.

Stadtentwicklungs-Senatorin Anja Hajduk glaubt, dass bei der Entwicklung der östlichen Hafencity die soziale Mischung durch entsprechenden Wohnungsbau gefordert werden muss. Jede dritte Wohnung soll deshalb für Familien reserviert werden.

Der Masterplan teilt das Neubaugebiet in Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen auf. Es ist gelungen, hier noch einmal die Wohnungszahl auf 5.800 zu steigern. Die jetzige Hafencity hatte der Zukunftsrat Hamburg, ein Netzwerk von mehr als 100 Vereinen, Initiativen, Instituten und Unternehmen, als Betonwüste bezeichnet. Nun soll der vier Hektar große Lohsepark den Grünanteil erhöhen.

Kritik gab es dennoch: Die Baugenossenschaften bemängelten am Masterplan, dass die siebenstöckigen Wohnhäuser viel zu eng stünden. Und eine Anwohnerin verlangte mehr Bienenstöcke und Wildkräuter.

Die HafenCity. Eine Retortenstadt ohne Geschichte?

In der HafenCity entsteht ein völlig neuer Stadtteil Hamburgs und macht weltweit Furore. Der Stadtplaner und Hamburg-Experte Jo Claussen-Seggelke schildert was früher dort passierte, wo sich heute die bekannteste und größte Baustelle Europas befindet. Er spannt einen Bogen über 150 Jahre Hamburger Stadtgeschichte und zeigt anhand alter Karten und Darstellungen kenntnisreich und unterhaltsam historische, wirtschaftliche und kulturelle Verflechtungen, beginnend mit den Nutzungskonzepten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts über die Speicherstadt als größtes Warenlager Europas bis zur HafenCity als Riesenbaustelle. Im anschließenden Gespräch diskutiert Peter Koch aus dem Kultwerk-Team mit Jo Claussen-Seggelke.

Eintritt € 5

Dienstag, 21. September 2010, 20 Uhr
Kulturwerk West
Kleine Freiheit 42, Hamburg – St. Pauli

Start für das Hauptgebäude der TU Hamburg-Harburg

In der letzten Woche wurde der symbolische Grundstein für das Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg-Harburg am Schwarzenberg gelegt. Mit der Sanierung der ehemaligen Kaserne sowie einem  Neubau wird die TU Hamburg-Harburg erstmals ein zentrales Hauptgebäude und damit ein sichtbares Entree zum Campus erhalten. In dem neuen Universitätsgebäude sollen das studentische Lern- und Kommunikationszentrum, mehrere Hörsäle und Seminarräume sowie die Präsidialverwaltung untergebracht werden.

Das denkmalwürdige Gebäude wird dafür von Grund auf saniert und mit einem Neubau, der die durch eine Bombe im Zweiten Weltkrieg gerissene Lücke zwischen dem Ostflügel und dem Mittelteil der ehemaligen Kaserne schließen wird, zu einem attraktiven Gesamtkomplex ergänzt. Die Vorarbeiten haben im Sommer 2010 begonnen. Die Fertigstellung des Neubaus im Ostteil des Gebäudes sowie die Sanierung des Mittelbaus sind für Ende 2011 geplant. Das gesamte Bauvorhaben soll bis Herbst 2012 abgeschlossen sein.

Die Kosten für das Gesamtvorhaben belaufen sich auf rd. 25,8 Mio. Euro, wovon 10 Mio. Euro aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes und 4 Mio. Euro aus Studiengebühren finanziert werden.

Zu den Besonderheiten des Bauvorhabens zählt eine aufwändige Innendämmung, die als Mindestwärmeschutz bei Bestandsbauten vorgesehen ist. Der Einbau einer zusätzlichen Heizung wird jedoch nicht erforderlich sein, da das TUHH-Blockheizkraftwerk noch ausreichend freie Leitungsreserven zur Verfügung stellen kann.

Nahezu abgeschlossen ist die mit dem Erhalt der historischen Bausubstanz verbundene Schwammsanierung. Der Dachstuhl wird aufgrund des Hausschwammes und Pilzbefalls komplett erneuert und die Geschossdecken vollständig durch Betondecken ersetzt. Mit diesen Arbeiten wurde im Mittelbau bereits begonnen.

Die Pläne für den aufwändigen Umbau der aus dem Jahre 1871 stammenden Pionierkaserne in ein modernes Universitätsgebäude hat das Hamburger Architektenbüro von Gerkan, Marg und Partner (gmp) entworfen. Die städtische Sprinkenhof AG ist mit dem Baumanagement beauftragt. Die Firmen gmp und Obermeyer erbringen als Generalplaner Architekten- und Ingenieurleistungen.

Senat will Wohnungen in Gewerbegebieten

Der Senat will offenbar neue Wege gehen, um dem Wohnungsmangel in Hamburg zu begegenen. Wie NDR 90,3 am Montag berichtet, sollen in Hamburg-Altona 1.000 Wohnungen auf bisher als Gewerbegebiet ausgeschriebenen Flächen gebaut werden.

Demnach soll die vier Hektar große Freifläche vor dem Altonaer Krankenhaus, für die Hamburgs Wirtschaftsbehörde 15 Jahre lang vergeblich nach einem Industrie-Betrieb gesucht hatte, für den Wohnungsbau freigegeben werden.

Schon im kommenden Herbst soll der Bau von 700 neuen Wohnungen beginnen. Trotz der begehrten Lage soll kein Luxus entstehen. Von den 700 Wohnungen geplanten Wohungen sollen 500 in dem Segment des sogenannten bezahlbaren Mietwohnungsbaus erstellt werden. Damit sind Sozial- oder Genossenschafts-Wohnungen oder frei finanzierte Wohungen unter elf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter gemeint. Außerdem sollen in Lurup kurzfristig 300 Wohneinheiten entstehen – auf der Industriefläche von Hermes Schleifmittel. Einen Flächenausgleich für das Gewerbe soll erst langfristig geschaffen werden.

Auch in der Innenstadt sind Wohnungen geplant. Am Wochenende hatte das „Hamburger Abendblatt“ berichtet, dass eine Fläche von 40 Hektar innerhalb des Wallrings, das bislang als reines Geschäftsgebiet ausgewiesen war, auch zum Wohnen genutzt werden könnte. Eine entsprechende Vorlage soll schon in dieser Woche an den Senat gehen. Die schwarz-grüne Koalition hat sich die Schaffung von jährlich 5.000 bis 6.000 neuen stadtnahen Wohnungen zum Ziel gesetzt. Konkret könnte das Vorhaben bedeuten, dass beispielsweise leerstehende Bürogebäude zu Wohnhäusern umgebaut werden. Der Traum vom Wohnen direkt am Jungfernstieg oder in der Mönckebergstraße könnte dann für einige Hamburger zur Realität werden.


Heidas GFDL, cc-by-2.5

Neuer Lern-Ort für Medienkompetenz

In Neuenfelder Straße mitten in Kirchdorf entsteht ein Medienzentrum. Es soll ein Anlaufpunkt für die Themen Medien und Musik auf den Elbinseln werden. Auf 300 Quadratmetern finden ein Filmstudio, ein Tonstudio sowie ein großer Multimedia- und PC-Raum Platz. Weiterhin entstehen ein Seminarraum und eine Bibliothek zum Thema Medien und Weiterbildung sowie mehrere Musikübungsräume. Die Einrichtungen sollen von allen Interessierten im Stadtteil genutzt werden können. Die Jugendlichen und Erwachsenen sollen nicht nur lernen, wie Informationen über Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet vermittelt werden,  sondern möglichst auch mithilfe dieser Medien selbst Informationen von den Elbinseln nach Hamburg und in die ganze Welt tragen.

Das Medienzentrum ist ein Projekt der Bildungsoffensive Elbinseln. In der Bildungsoffensive Elbinseln arbeiten über hundert Einrichtungen daran, die Zusammenarbeit der Bildungs- und Beratungsangebote in den beiden Stadtteilen Wilhelmsburg und Veddel zu verbessern – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, insbesondere auch aus den vielen Einwandererfamilien. In der  Bildungsoffensive soll modellhaft eine Lernlandschaft für die ganze Stadt und darüber hinaus entwickelt werden. Markus Schreiber.

Als Projekt im IBA-Leitthema „Kosmopolis“ soll das Medienzentrum ganz konkret in Bezug auf die Medienarbeit Antwort auf die Frage geben, wie die Internationalität der Bewohner das Leben in der Metropole bereichern kann.

Betrieben wird das in weiten Teilen mit regenerativen Baumaterialien errichtete Gebäude von der GWG Gewerbe.  Der Neubau des Medienzentrums steht unter dem Motto „Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ und ist zum größten Teil als Holzbau aus deutscher und europäischer Produktion geplant. In erster Linie sollen  Dämm- und Einbaumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen eingebaut werden. Die Stadtteilschule Kirchdorf ist seit Jahren aktiv im Programm „Umweltschule in Europa“ und betreibt diverse ökologische Projekte als Teil des Schullebens. Das Gebäude soll aktiv dazu beitragen, die Möglichkeiten ökologischen Bauens aufzuzeigen.


Medienzentrum Kirchdorf, Visualisierung
Quelle: IBA Hamburg GmbH / bhl-Architekten, Hamburg/ DREIDESIGN Immobilienkommunikation

Pocket-Führer Stadtentwicklung und Denkmalschutz

Die Herausforderung, historische Bauten angemessen zu modernisieren, stellt insbesondere die gewachsenen europäischen Metropolen vor vielfältige Aufgaben. Der neue Pocket-Architekturführer zur Neu- und Umnutzung denkmal geschützter Altbauten widmet sich diesem Thema und präsentiert in den letzten Jahren verwirklichte Projekte, aber auch Planungen mit reellen Realisierungschancen.

Der Band wirft einen Blick auf Veränderungen, die in immer schnellerer Folge Bauten aus den unterschiedlichsten historischen Altersklassen betreffen, sei es durch energetische Optimierung, Anbauten, Umbauten, Aufstockungen, Hineinversetzen in neue städtebauliche Kontexte oder ressourcenschonenden Umgang mit der Altbausubstanz, wozu auch die Entscheidung für einen Nicht-Abriss und eine kluge Nachnutzung gehören können. Alle Projekte werden mit den wichtigsten Kenndaten, einem Erläuterungstext sowie einer Verortung in Karten dargestellt.

Hanno Rauterberg gibt einen Überblick über das sich wandelnde Hamburg, während Kurzporträts der sieben Hamburger Bezirke auch örtliche Besonderheiten aufzeigen. Ein HVVStreckenplan zum Herausnehmen ist integriert, die Angaben der ÖPNV-Verbindung führen direkt zum Ziel.

Der Pocket-Architekturführer kostet 5.- € zzgl. Versandkosten. Er ist noch nicht im Buchhandel erhältlich, kann aber schon direkt bei uns bestellt werden. Bestellung

Harbourfront Literaturfestival 2010

Zum zweiten Mal werden international renommierte Autoren beim Harbourfront Literaturfestival erwartet, das vom 8. bis zum 18. September in Hamburg stattfindet.

Auf den 87 Veranstaltungen im Hamburger Hafen lesen Autoren wie Günter Grass, John Irving, John Grisham, Ildikó von Kürthy, Georg Klein, Karin Slaugther und vielen andere. Das Lesespektakel präsentiert einen bunten Querschnitt durch alle Genres der Literatur und spannende Begegnungen zwischen Autoren und Journalisten, Schauspielern, Musikern und Wissenschaftlern.

Den ausländischen Gästen leihen prominenete deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Stimme. In diesem Jahr sind das unter anderem Hannelore Hoger, Anna Thalbach, Heio von Stetten, Peter Lohmeyer, Ulrich Matthes, Dominic Raacke, Charles Brauer und Nina Petri.

Außerdem werden aktuelle politische und wirtschaftliche Themen diskutiert: Peer Steinbrück, Tom Buhrow und Sabine Stamer, Peter Struck, Hans-Olaf Henkel und Claude Lanzmann laden zu Gesrächsrunden ein.

Den Mittelpunkt des Festivals bilden der Hafen und die Cap San Diego. Zu den bewährte Spielstätten rund um Reeperbahn, HafenCity, Landungsbrücken und Speicherstadt kommen in diesem Jahr neue Veranstaltungsorte hinzu: etwa die Fischauktionshalle, das Chilehaus oder das Museum für Hamburgische Geschichte.

Eröffnet wird das Lesefest am 8. September, 18.00 Uhr, mit einer Gastrede der Hamburger Schriftstellerin Brigitte Kronauer.


Bilder Elbe&Flut

Grundsteinlegung für das „Laser Zentrum Nord“

Am Bergedorfer Schleusengraben feierten rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Grundsteinlegung des Laser Zentrum Nord (LZN).

Die hier betriebene Forschung im Bereich der optischen Technologie zielt auf eine Qualitätssteigerung beim deutschen Stahlbau bei gleichzeitiger Reduzierung der Herstellzeit. Gerade im Hinblick auf den stark wachsenden Markt der Optischen Technologien gilt es, mit der rasanten Entwicklung der Lasertechnologie Schritt zu halten und so die Stärken der Region weiter auszubauen. Hierzu hat das LZN bereits in der Entwicklung und Anwendung der 3D Laserdrucktechnik, die nach Expertenmeinung eine Revolution für die industrielle Produktion bedeutet, eine weltweit führende Position eingenommen.

Das Gelände am Schleusengraben ist eine der letzten großen freien Gewerbeflächen Hamburgs. Bauherrin und Bezirk haben von Anfang an Wert darauf gelegt, eine an den Standort angepasste, ansprechende Architektur zu schaffen. Aufgabe und Inhalt des 4.500 Quadratmeter großen Technikzentrums soll man schon von außen sehen oder zumindest ahnen können.

blauraum versteht den Entwurf als Mediator zwischen Hightech und Natur. Als Inspirationsquelle für die Kubatur des Neubaus diente die Präzision und Scharfkantigkeit der innovativen Lasertechnologie. Ausdrucksstarkes Element des Entwurfs bilden die Fassaden sowie das Dach des Neubaus.

Die Bauarbeiten werden etwa ein Jahr dauern, so dass die LZN GmbH im Herbst 2011 einziehen kann.


blauraum

Aussicht auf Veränderungen

Vom 09. September bis zum 03. Oktober sind in und um die S-Bahnhöfe Harburg, Wilhelmsburg, Veddel, Landungsbrücken und Altona mittwochs bis sonntags 16 Projekte zu sehen, darunter Installationen, Skulpturen, Filme, Performances und Architekturen. Die S3 wird dabei zum Ausstellungs-Shuttle, mit dem man zu den zahlreichen Projekten auf beiden Elbseiten gelangt.

Man kann in Wilhelmsburg „probewohnen“, eine schwimmende Skulptur aus Discokugeln unter der Autobahn bewundern, eine 426 Meter lange und 2 Meter hohe Bildfolge im Alten Elbtunnel passieren, Wunscharchitekturen von Grundschülern begehen und sich ein Bild davon machen, wie der programmatische „Sprung über die Elbe“ von Künstlern und den Menschen vor Ort wahrgenommen wird – als Wunsch, als Wirklichkeit, als bloße Behauptung oder gar als Bedrohung? Man kann durch die Stadt schweifen, wie man es in der Eile des Alltags nie tut, neue Gegenden und sonst verschlossene Räume entdecken, auf Abseitspfaden wandeln. Der Weg führt unter die Erde, auf hohe Aussichtspunkte, in Leerräume bis in engste Behausungen. Man passiert Tunnel, steigt auf Parkhäuser und Anhöhen, begibt sich in Wohnhäuser, auf Straßen, in den Hafen, in Kirchen, Geschäfte und Bildungseinrichtungen.


Dorothea Carl Still Passagen

Diskussion mit Graft in Hamburg

Schon am nächsten Dienstag findet das dritte Stadtgespräch des Architektur Centrum Hamburg statt. Wolfram Putz (Graft) wird zu einem Werkbericht erwartet.

Unter anderem wird Putz das „Make it right – the pink project“ vorstellen. GRAFT Architekten haben mit ihrem Engagement und Projekt „Make It Right“ ehemaligen Bewohnern eines komplett zerstörten Stadtteils von New Orleans einen Traum erfüllt, sie können heimkehren. Um Aufmerksamkeit und Spenden zu generieren haben sie zusammen mit Brad Pitt sehr erfolgreich im „Pink Project“ leuchtende, temporäre Zeltskulpturen aus Gerüst und Textil auf den zerstörten Grundstücken verteilt, die sich während der Kampagne langsam zu neuen Hausvolumen zusammenfügten.

Im Anschluss wird Wolfram Putz im Gespräch mit Volker Roscher, Vorstand des Architektur Centrums Hamburg, über die vorgestellten Projekte diskutieren.

Dienstag, 07. September 2010, 18 Uhr
Hotel Hafen Hamburg, Ellipse II + III
Seewartenstraße 9, Hamburg – St. Pauli

Hamburg-Mitte

Markus Schreiber, der Bezirksbürgermeister von Hamburg-Mitte, spricht über die Zukunft des zweitgrößten Hamburger Bezirks. In einigen Stadtteilen von Mitte gibt es große soziale Probleme, in anderen dominiert die wohlhabende Geschäftswelt.
Das Kulturwerk West fragt: Wie löst man diesen Spagat? Was ist mit dem Sprung über die Elbe nach Wilhelmsburg? Funktioniert die integrative Stadtteilarbeit in Billstedt? Wer gestaltet die Zukunft St. Paulis?
Der praktische Arzt Dr. Matthias Kleij und ein Vertreter von der Initiative Recht auf Stadt konfrontieren Markus Schreiber mit ihrer Sicht auf die aktuelle Entwicklung im Bezirk. Moderation Ute Darius und Tina Stadlmayer aus dem Kultwerk-Team..

Eintritt € 5

Donnerstag, 09. September 2010, 20 Uhr
Kulturwerk West
Kleine Freiheit 42, Hamburg – St. Pauli

WOHNEN – Neu in der Stadt

Ob auf dem ehemaligen Asche-Areal in der Fischers Allee oder dem Gelände der ehemaligen Fahrzeugwerkstätten Falkenried in Eppendorf überall zeigt sich, ganz nach dem Leithema „Hamburg wachsendene Stadt“, der Wunsch nach Wohnen in der Stadt. Wer es sich leisten kann zieht ins Townhouse doch günstiger Wohnraum wird zunehmend Mangelware.

Wie wollen und können wir wohnen, gibt es Alternativen zu den aktuellen Modellen?  Und wie lassen sich Individualisierung und Verdichtung zusammen bringen?

Diese Fragen werden auf dem fünften Grohe-Dialog in Hamburg diskutiert werden.
Unter dem Titel „Neu in der Stadt“ erörtern Fachleute die aktuellen Strömungen im privaten Wohnbau und machen sich Gedanken über zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten. Es sprechen:

Patrick Gmür, Stadtbaudirektor Zürich
Jörg Leeser, BeL Sozietät für Architektur BDA
Hilde Léon, Léon Wohlhage Wernik Architekten
Sascha Zander, Zanderroth Architekten
Heike Zauner, BAUWERT Investment Group
Moderation: Andreas Ruby

Ort:
Ehemalige Hamburger Kaffeebörse
Pickhuben 3
20457 Hamburg

9. September 2010, 19 Uhr

Tankstelle aus den 50er Jahren unter Denkmalschutz

Nicht nur Kopenhagen hat schöne Tankstellen:


Arne Jacobsen Tankstelle Skovshoved, Kopenhagen1936

In Hamburg wurde eine der letzten erhaltenen Tankstellen aus den 50er Jahren unter Denkmalschutz gestellt. Die Tankstelle am Billhorner Röhrendamm 4, die am Rande des Großmarktgeländes liegt und 1953 für die Deutsche Benzol-Vertrieb GmbH errichtet wurde ist anschauliches Zeugnis der Hamburger Verkehrsgeschichte.

Der Gebäudekomplex umfasste ursprünglich eine Tankstelle mit vier vollautomatischen Säulen, ein Tankwarthaus mit Überdachung und eine Pflegehalle. Die Zapfsäulen sind inzwischen nicht mehr vorhanden. Die Gestaltung ist charakteristisch für den Tankstellenbau der 1950er Jahre: Die Langseiten sind großflächig verglast und
an den Ecken abgerundet. Das Vordach wird von einer sogenannten Pilzsäule gestützt. Türen und Fenster besitzen feine Profile. Als Material dienen Beton, helle keramische Fliesen und Metall. Die Tankstelle wurde entworfen von den beiden Architekten Wilhelm Mastiaux und Ulrich Rummel.

Nach Jahren anderer Nutzung soll die Anlage nun denkmalgerecht restauriert, reaktiviert und zu einer authentischen Anlauf-, Tank- und Prüfstelle für Oldtimer-Liebhaber werden.  Zu einem ersten Einblick mit Oldtimertreff und Imbiss laden die neuen Betreiber – die Piatscheck & de Boer GmbH –  am Tag des offenen Denkmals ein (am 11. und 12. September von 11 bis 17 Uhr).


Wilhelm Mastiaux und Ulrich Rummel Tankstelle Billhorner Röhrendamm, Hamburg  1953

Startschuss für das neue Quartier Schlossinsel

Die Harburger Schlossinsel ist im Rahmen des »Sprungs über die Elbe« als südlichster Trittstein ein herausragendes Entwicklungsgebiet. Die attraktiven Wasserlagen und die Zitadelle sollen für die städtebauliche Entwicklung Harburgs nutzbar gemacht, die historische Bedeutung der Schlossinsel als städtebauliche Keimzelle wieder erfahrbar werden. Dabei sollen vorhandene gewerbliche Nutzungen erhalten, aber auch Wohnangebote geschaffen werden.

Am 28. August 2010 wird es nun soweit sein: die Entlassung der Harburger Schlossinsel aus dem Hamburger Hafengebiet findet statt und der Startschuss für die Belebung eines neuen Wohnquartiers im Hamburger Süden wird gegeben.

Die Harburger Schlossinsel nimmt mit ihrer attraktiven Wasserlage und ihrer historischen Bedeutung als städtebauliche Keimzelle einen herausragenden Stellenwert für die städtebauliche Entwicklung im Bezirk Harburg ein. Ihre Erschließung im Rahmen von bestehender gewerblicher Nutzung sowie der Bereitstellung von neuen Wohnangeboten sorgt zusätzlich für die Belebung des Harburger Binnenhafens.

Der im Zuge eines Wettbewerbs im Jahr 2005 erstplatzierte Entwurf zur Gestaltung der Harburger Schlossinsel sieht vor, um einen von der Form der historischen Zitadelle inspirierten sternförmigen Park vier flexibel nutzbare Quartiere entstehen zu lassen. Insgesamt werden ca. 60 ha aus dem Geltungsbereich des Hamburger Hafengebietes entlassen und in den Verantwortungsbereich des Bezirkes Harburg übertragen.

Der Investor, die Provinzial Rheinland, investiert gut 60 Millionen Euro in das Wohnprojekt auf der Harburger Schlossinsel. Anfang 2012 soll das komplette, fast zwei Hektar große Quartier schlüsselfertig vom Projektentwickler Lorenz & Partner an den Investor übergeben werden.

Entwurf: raumwerk architekten, Frankfurt/Main;
Club L94 LandschaftsArchitekten, Köln; mociety consult gmbh, Wiesbaden (Verkehrsplanung)

Stadtentwicklung in Harburg

In der Zeit vom 24.08. bis zum 14.09.2010 präsentiert der Bezirk Harburg seine Stadtteilentwicklung anhand ausgewählter Projekte im STADTMODELL HAMBURG. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Erschließung des Harburger Binnenhafens, der Harburger Schlossinsel, dem Elbmosaik und dem Gebiet der ehemaligen Röttiger-Kaserne sowie der Winsener Straße.

Hintergrundinformationen zu den vorgestellten Projekten:

Das Projekt „Wohnen am Kaufhauskanal“ bietet mit 170 Wohneinheiten auf rund 17.000 m² und 11.000 m² Gewerbefläche  eine attraktive Mischung an. Die Nähe zur Harburger Schlossinsel mit ihrer modernen Infrastruktur bei gleichzeitiger Einbettung ihrer historischen Wurzeln unterstreicht dabei die Entwicklungsfähigkeit Harburgs, ohne das historische Erbe zu vernachlässigen.

Der Wohnungsbau im Elbmosaik realisiert durch die gleichzeitige Schaffung eines Wohngebietes mit 1.250 Wohneinheiten und eines Naturschutzgebietes auf insgesamt 142 ha die Vorstellung vom „Wohnen im Grünen“.

Diese Idee verfolgt auch die Planung für das Gebiet der ehemaligen Rottiger-Kaserne.Hier sollen auf 55 ha Wohn-, Gewerbe-, Sport- und Grünflächen entstehen.

Die Entwicklung der Winsener Straße bietet speziell für junge Familien mit 71 Wohneinheiten, einer Kindertagesstätte und einem öffentlichen Park ein attraktives Angebot.

Ort:
STADTMODELL HAMBURG
Wexstraße 7
20355 Hamburg

Öffnungszeiten:
Di. – Fr.: 10 – 17 Uhr
Sa. + So.: 13 – 17 Uhr

Neuer Pavillon im Weltquartier eröffnet

Mit dem vom Hamburger Architekten Kunst+Herbert entworfenen Bau stehen 140 Quadratmeter barrierefreie Nutzfläche für zwei Veranstaltungsräume, eine Küche, ein Foyer und einen Büroraum zur Verfügung. Neben dem sozialen Aspekt erfüllt das Gebäude auch hohe energetische Ansprüche:  Für die umweltfreundliche Stromversorgung errichtet der städtische Energieversorger HAMBURG ENERGIE auf den benachbarten Dachflächen von SAGA GWG eine Photovoltaikanlage. 63 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von gut 100 Quadratmetern sorgen für saubere Energie aus Sonnenkraft. Jährlich erzeugt die Anlage rund 12.000 Kilowattstunden Strom und spart so 7.000 kg CO2 ein.

Der Pavillon steht ab November allen Bewohnern des Weltquartiers zur Verfügung. Darüber hinaus wird es ein kulturelles Angebot geben – denkbar sind Kinoabende, Lesungen und Geschichtswerkstätten oder Bildungsunterstützung wie Hausaufgabenhilfe. Außerdem sollen an zwei Nachmittagen in der Woche im Pavillon Kaffee und Kuchen ausgeschenkt werden. Aktuell wird nach einem Betreiber gesucht. Um ihm den Einstieg zu erleichtern, übernimmt SAGA GWG bis Ende 2013 die Betriebskosten des Pavillons.

Präsentation Zwischenergebnisse Wettbewerb “Mitte Altona”

Im Zeitraum von Juli bis November 2010 haben zehn Planungsbüros die Aufgabe, ein städtebaulich-landschaftsplanerisches Konzept für das Glasdreieck in Altona” zu entwerfen.

Der Wettbewerb ist gemeinsam von der Freien und Hansestadt Hamburg sowie den drei Eigentümern der Flächen (Deutsche Bahn AG, aurelis Real Estate GmbH und Holsten-Brauerei AG) ausgelobt. Wie aus den Information der Behörde für Statdentwicklung und Umwelt hervorgeht soll das neue Quartier schwerpunktmäßig als Wohnstandort dienen, sich baulich und funktional in die benachbarten Quartiere einfügen und ausreichend Freiflächen für die neuen Nutzungen wie auch für die bestehenden Nachbarquartiere erhalten.

Am kommenden Freitag werden der Öffentlichkeit erste Zwischenergebnisse zu dem im Sommer gestarteten Wettbewerb “Mitte Altona” vorgestellt werden. Die Vorschläge werden dabei aus wettbewerbsrechtlichen Gründen anonym vorgestellt.

Die endgültige Wettbewerbsentscheidung wird das Preisgerichtes, am 25. November 2010 treffen.

Veranstaltungsort:
Rathaus Altona, Kollegiensaal
Platz der Republik 1

Freitag, 20. August 2010, 17 bis 19 Uhr

Architekturwettbewerb Musikerhaus in der HafenCity entschieden

Ein Haus mit rhythmisch gegliedeter Klinkerfassade, schalldichten Übungsräumen und höchsten ökologischen Standards,  in dem Musikschaffende optimal wohnen und arbeiten können,  ist das jüngste besondere Projekt einer Baugemeinschaft in der HafenCity.  Jetzt wurde der Architekturwettbewerb der Bürgerstadt AG für ihr Musikerhaus im Kreativ- und Wissensquartier Elbtorquartier zugunsten des Hamburger Büros 360grad+ architekten entschieden. Insgesamt  4 Büros hatten sich an dem Architekturwettbewerb beteiligt.

Die Bürgerstadt AG will Menschen die Möglichkeit geben, ihre Stadt mit zu gestalten. Dabei tritt sie selbst nicht als Bauträger auf, sondern hilft den künftigen Bewohnern, eine Baugemeinschaft auf den Weg zu bringen und übernimmt die Projektkoordination. In  Berlin ist derzeit das erste Musikerhaus im Bau, in der HafenCity hat die Bürgerstadt AG schon ein reguläres Wohngebäude am Kaiserkai fertiggestellt. Mit dem Musikerhaus bringt sie das siebte Projekt einer Baugemeinschaft an Hamburgs neue Waterfront.

Das Architekturbüro 360grad+ architekten entwarf für das Hamburger Musikerhaus in der HafenCity einen Baukörper, dessen Fassade in der Tradition des Klinkerbaus in der Speicherstadt steht und dennoch eine eigene und besondere Note setzt. Große Fenster bieten  einen Blick auf die boulevardartige Shanghaiallee. Zum ruhigen besonnten Innenhof ist eine Glasfassade gewählt worden. Hier befinden sich auch die großzügigen Loggien. Das Gebäude wird durch drei Treppen- und Aufzugskerne gegliedert, so können Wohnungstypen, von Maisonettewohnungen bis zu Lofts, in verschiedensten Größen vorgesehen werden. Das Besondere ist die Ausstattung der Wohnungen mit einem Musikerraum, was das Projekt in Hamburg einzigartig macht. Die Übungsräume werden mittels einem Raum-im Raum-Prinzip vollständig schallentkoppelt  Hier können Musiker in ihren eigenen vier Wänden nach Herzenslust  proben und müssen keine Ruhestörung der Nachbarn befürchten. Alle Wohnungen sind als Lofts oder mit einer klassischen Zimmereinteilung konzipierbar. Ein zentrales, frei gestaltbares Möbel mit Bädern, Küchen-, und Schrank- oder Arbeitszimmerzonen kann als Teil einer Innengestaltung in die Planung der Wohnungen einbezogen werden. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 50 und 135 qm Im Erdgeschoss wird zudem ein vielseitig benutzbarer Veranstaltungsraum errichtet.

 

Spatenstich für das igs-Zentrum

Am Dienstag gab es den Startschuss für den Bau des ersten Gebäudes in der neuen Wilhelmsburg Mitte: das igs-Zentrum an der Neuenfelder Straße 9.

Im August 2011 soll die igs2010 in das erste Gebäude der neu entstehenden Wilhelmsburg  Mitte einziehen. Das viergeschossige Hybridgebäude mit einer Nutzfläche von rund 2.000 Quadratmetern kann wahlweise als Büro- oder Wohngebäude genutzt werden. Als Mieterin des gesamten Gebäudekomplexes wird die igs 2013 die oberen zwei Stockwerke bis 2014 als Verwaltungssitz nutzen. Das Erdgeschoss wird gemeinsamer Ausstellungsraum von IBA und igs 2013. Der hybride Charakter des Hauses zeigt sich darin, dass es sich den wandelnden Bedürfnissen der Bewohner anpassen kann: In der Nachnutzung erlauben die Räume sowohl Wohnen als auch Arbeiten. Die im obersten Stockwerk befindlichen, jeweils rund 100 Quadratmeter großen Wohnungen werden nach Fertigstellung ab 2011 durch die igs 2013 vermietet, so dass von Anfang an das Gebäude als Wohn- und Gewerberaum genutzt wird.

Das Gebäude, das von dem Berliner Architektenteam NÄGELIARCHITEKTEN entworfen wurde, von der Wohnbau- und Projektentwicklung Hamburg GmbH (wph) entwickelt und vom Bauunternehmen Otto Wulff gebaut werden wird, erfüllt alle Exzellenzkriterien der IBA. So etwa zeichnet es sich durch seine „Besonderheit“ als Hybrid-Gebäude oder durch seine „Strukturwirksamkeit“ als nachhaltiger Beitrag zur Verbesserung der Wohn- und Arbeitssituation in Wilhelmsburg aus. Wie bei allen Modellvorhaben der „Bauausstellung in der Bauausstellung“ spielt  auch beim igs-Verwaltungsgebäude nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen eine große Rolle: Als Niedrigenergiehaus, das einen Teil seines Energieverbrauchs über Erdwärme beziehen wird, wird es an den geplanten Energieverbund Wilhelmsburg Mitte angeschlossen, der die entstehenden Neubauten miteinander vernetzen soll. Durch den Zusammenschluss von Nutzern mit verschiedenen Spitzenlastzeiten und Energiebedarfen gewährleistet der Verbund Versorgungssicherheit bei günstigen Wärmepreisen und verbessert zugleich die CO2-Bilanz.

Das igs-Zentrum ist zugleich das erste Exponat der „Bauausstellung in der Bauausstellung“, in der die IBA in ihrem Präsentationsjahr 2013 Häuser der Zukunft zeigen wird.  Auf dem Areal Wilhelmsburg Mitte werden vier in den Park hineinreichende Baufelder zu sehen sein, die jeweils unterschiedliche Architektur-Themen verkörpern: Neben den Hybrid-Häusern sind Wasserhäuser (Water Houses), Niedrig-Preis-Häuser (Smart-Price-Houses) sowie Häuser aus innovativen Baustoffen (Smart Material Houses) geplant.

Das Hamburger Bauunternehmen Otto Wulff und die wph – Wohnbau und Projektentwicklung Hamburg GmbH sind Bauherren und Bauträger in einem.
Die Investitionskosten für das igs-Zentrum betragen rund 5,5 Millionen Euro brutto.

 

Baukultur Salon in Hamburg

Nachdem der Baukultur Salon in Gelsenkirchen seit 2007 die Planungen zur diesjährigen Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 kritisch begleitete, bereist er im Kulturhauptstadtjahr Berlin, München, Hamburg sowie Leipzig und macht mit ausgewählten Projekten aus dem Bereich
„Metropole gestalten“ Werbung für eine Region im Wandel.

Künstlerische Experimente spielen im Rahmen von RUHR.2010 neben langfristigen strukturellen Maßnahmen und baulichen Veränderungen eine entscheidende Rolle. Hier knüpft auch die Idee der „Akademie einer anderen Stadt“ an. Welchen Einfluss nimmt die Kunst auf die Stadtentwicklung?
Dies soll  in Hamburg diskutiert werdem.

Veranstaltungsort:
Literaturhaus Hamburg
Schwanenwik 38, Hamburg

Donnerstag, 05. August 2010, 19 Uhr

Begrüßung:
Ulrike Rose Leiterin StadtBauKultur NRW

Einführung RUHR.2010:
Katja Aßmann Programmleiterin Architektur / Bildende Kunst RUHR.2010

Vortrag und Diskussion mit:
Martin Heller Heller Enterprises, Kuratorium IBA Hamburg
Prof. Dr.-Ing. Jörg Dettmar TU Darmstadt, Berater RUHR.2010
Andrea Knobloch Akademie einer anderen Stadt
Eva Pfannes EMSCHERKUNST.2010

Moderation:
Anne Kraft stellv. Leiterin StadtBauKultur NRW

 

Bauvorbescheid für IKEA in Altona

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat den Bauvorbescheid für die Ansiedlung von IKEA in Altona erteilt. Auf 21 Seiten ist dokumentiert, unter welchen Bedingungen und Auflagen das Vorhaben grundsätzlich genehmigt werden kann. Dazu gehören u.a. Aussagen zur Größe und Gestaltung des Gebäudes, wie z.B. die Vorgabe, Garagengeschosse gegenüber den darunter liegenden Geschossen aus stadtbildgestalterischen Gründen zurückversetzt zu bauen. Der Vorbescheid legt außerdem fest, dass vor dem Baugenehmigungsverfahren ein Fassadenwettbewerb  durchgeführt werden muss, in den auch die Frage der Werbung am Gebäude  einbezogen wird. Damit der Verkehr im Umfeld der neuen Filiale gut abgewickelt werden kann, ist IKEA gefordert, eine Verkehrsplanung zu erstellen. Umbaukosten im Straßennetz, die sich daraus ergeben können, übernimmt das Unternehmen. Darüber hinaus ist ein städtebaulicher Vertrag mit der Stadt abzuschließen, der derzeit noch verhandelt wird.

Auf der Grundlage des Vorbescheids können die weiteren Planungen nun erfolgen. IKEA plant, mit den Abrissarbeiten in diesem Winter zu starten.

Nach der deutlichen Entscheidung des Bürgerentscheids für den Bau einer Ikea-Filiale in Altona hatte der Senat im Januar 2010 das Genehmigungsverfahren zum Bau des Einrichtungshauses evoziert.


Bild: IKEA