„New Green Home“: nachhaltiges Bürogebäude in der HafenCity

VTG verlagert Konzernzentrale „New Home“ in die HafenCity. Der Hamburger Projektentwickler DC Developments setzt im Elbbrücken-Quartier in der Hamburger HafenCity ein Platin-zertifiziertes Bürohochhaus um. Auf dem Baufeld 101 an der Versmannstraße/Ecke Lieselotte von Rantzau-Platz entsteht das Bauvorhaben mit einer Bruttogrundfläche von bis zu 21.000 m². Im Mittelpunkt der Entwicklung steht ein nachhaltiges Gebäudekonzept, inklusive eines 400 m² großen begrünten Innenhofs. Der Entwurf stammt von steidle Architekten. Das Investitionsvolumen beträgt rund 180 Mio. Euro. Ankermieter wird das international führende Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen VTG mit Hauptsitz in Hamburg. Im hochbaulichen Wettbewerb, den der Bauherr gemeinsam mit der HafenCity Hamburg GmbH und der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen durchführte, setzte sich das Büro steidle Architekten gegen acht nationale und internationale Büros durch. Der Baustart ist für Anfang 2023, die Fertigstellung für 2026 geplant.

Bürogebäude_Außenansicht Nacht© DC Developments_VTG_steidle

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Auf einer Grundstücksfläche von ca. 3.150 m² entstehen rund 18.000 m² flexible Büroflächen, verteilt auf einen Riegel- sowie Turmbau mit rund 60 m Höhe – mit Ausblicken auf den Baakenhafen im Süden, die Stadtsilhouette im Norden und direktem Zugang zum Lieselotte von Rantzau-Platz, benannt nach der erfolgreichen deutschen Reederin und Unternehmerin. Im Erdgeschoss werden teilweise sogenannte publikumswirksame Flächen entstehen. Voraussichtlich 70 Tiefgaragen-Stellplätze mit E-Ladevorrichtungen ergänzen das Konzept, sowie 5 Car-Sharing-Plätze und rund 200 Fahrradstellplätze.

„New Green Home“: nachhaltiges Bürogebäude in der HafenCity

Geringe CO2-Emission in Herstellung und Betrieb: Projektentwickler DC Developments strebt die höchste Auszeichnung „Platin“ des HafenCity Umweltzeichen an. Besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Kriterien Energie, Baustoffe sowie einem behutsamen Umgang mit öffentlichen Ressourcen. Neben der Auslegung für einen reduzierten Energiebedarf im Betrieb, fokussiert DC Developments sich bei der Auswahl der Materialien auf Baustoffe, die besonders CO2-arm hergestellt, recycelt oder wiederverwendbar sind. Das Rückbaukonzept dokumentiert die Kreislauffähigkeit des Gebäudes.

Als Novum in der HafenCity erscheinen der begrünte Dachgarten und ein von dem Landschaftsarchitekturbüro Kretschmer Tauscher Sander (KRE_TA) gestalteter Innenhof mit insgesamt 400 m² Fläche, die durch ihre vorgesehenen seltenen heimischen Pflanzen- und Tierarten einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität im Umfeld liefern. Die „Grünoasen“ sollen für die Mitarbeitenden von VTG und für alle anderen Mieter des Hauses einen Ort der Begegnung, mit Aufenthaltsqualität schaffen.

Bürogebäude_Innenhof© DC Developments_VTG_steidle

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„Das Baufeld 101 bildet den westlichen Auftakt zum Quartier Elbbrücken; daher kommt ihm eine große Bedeutung zu. Der Entwurf betont seine besondere Lage durch interessante und attraktive öffentliche Nutzungen und schafft ein Gesicht zum Platz ohne in Kubatur und Höheentwicklung aus der Reihe zu tanzen. Auf den ersten Blick zeigen sich die Gebäude zurückhaltend, beim genaueren Hinsehen erkennt man ein feines Backsteinkleid, das das Thema Sockel und Dachgeschoss differenziert und betont, ohne die gestalterische Idee des proportionierten Rasters zu verlassen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Material, denn die Fassade besteht aus gebrauchten, wiederverwenden Ziegelsteinen. Der Entwurf zeigt sich als kräftiges und zugleich offenes Gebäude, mit einer feinen, schönen Steinfassade nach außen und einem lichten, grünen Atrium nach innen. Er schafft damit an dieser besonderen Stelle einen wichtigen und richtigen Stadtbaustein“, sagt Oberbaudirektor Franz-Josef Höing.

„Arbeitswelten erleben derzeit einen grundlegenden Wandel. Das klassische Büro wird um die Optionen des Arbeitens im Homeoffice ergänzt und dient in erster Linie als Treffpunkt von Kolleg:innen. In
Zukunft wird sich neben dem Homeoffice sicher ein Officehome etablieren. Unsere Aufgabe ist es, flexible Lösungsansätze zu entwickeln: Das Bürogebäude der Zukunft muss Begegnungsorte bieten, Freiräume für spontanen Austausch schaffen und Kreativzentren zur Entwicklung neuer Ideen fördern
– hierfür entwarfen wir beispielsweise offene, natürlich belichtete Erschließungswege und den intensiv begrünten Innenhof”, erklärt Johann Spengler, geschäftsführender Gesellschafter von steidle Architekten, die den Architekturwettbewerb des Bürogebäudes für sich entschieden.

Auf unserer Architekturführung HafenCity Ost können Sie mehr erfahren.

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