Der Hopfenmarkt wird umgestaltet

Der Hopfenmarkt wird umgestaltet: Der Platz westlich des Mahnmals St. Nikolai soll zu einer attraktiven Freifläche mit hoher Aufenthaltsqualität werden. Entstehen soll dort zudem ein sogenanntes Archäologisches Fenster: Mit dem Bauwerk soll der Wall der mittelalterlichen Neuen Burg aus dem Jahr 1021 erlebbar werden, der dort bei Ausgrabungen gefunden wurde. Ein Gesamtentwurf, der all diese Elemente einbindet, wird jetzt in einem städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb gesucht. Das Ergebnis wird im Spätsommer 2022 erwartet.

Hopfenmarkt

Hopfenmarkt © moka-studio

Informationen über alle Punkte und Details, die in die Planung einzubeziehen sind, gab es am 23. November 2021 bei einer digitalen Veranstaltung. Inputs zu den Ideen der Umgestaltung und den Anforderungen an die Wettbewerbsentwürfe gaben in der Infoveranstaltung Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, Dr. Anna Joss, Leiterin des Denkmalschutzamtes in der Behörde für Kultur und Medien, Gordon Nelkner, Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt im Bezirksamt Hamburg-Mitte sowie Prof. Dr. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museums Hamburg und Daniel Luchterhandt vom Büro luchterhandt & partner, das das Wettbewerbsverfahren betreut.

Der Hopfenmarkt wird umgestaltet

Die Umgestaltung des Hopfenmarkts ist, ebenso wie die Umgestaltungen des Jungfernstiegs und des Burchardplatzes, ein Leitprojekt des Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Zugrunde liegt das Handlungskonzept Innenstadt. Die Basis der städtischen Aktivitäten bilden klar definierte Ziele für eine lebendige und vielfältige Innenstadt: Höhere Aufenthaltsqualität an fußläufig besser verknüpften Orten im öffentlichen Raum, mehr Wohnen in der Innenstadt und insgesamt vielfältigere Nutzungsstrukturen. Für ihre Umsetzung sind nun zunächst 29 Millionen Euro vorgesehen. Manche Maßnahmen laufen bereits sichtbar, wie der autoarme Jungfernstieg. Andere sind im Planungsstadium – wie die Umgestaltungen am Hopfenmarkt und Burchardplatz sowie im Rathausquartier. Hinzu kommen zahlreiche private Bauprojekte, die ebenfalls auf die Erreichung der Ziele einzahlen. So lassen sich aktuell zukunftsgerechte Entwicklungen und Potenziale an insgesamt rund 20 Orten innerhalb des Hamburger Wallrings verorten.

autoarmer Jungfernstieg

Jungfernstieg © moka-studio

Ein Element der künftigen Gestaltung des Hopfenmarkts soll das sogenannte Archäologische Fenster werden. Unter der Platzfläche im Vorfeld des Mahnmals St. Nikolai wurden außergewöhnlich gut erhaltene Teile des Walls der „Neuen Burg“ entdeckt, die vor genau 1000 Jahren, ab 1021, als zweite Befestigung neben dem Wall am Dom errichtet worden ist. Die bedeutsamen Funde sollen dauerhaft inszeniert und in eine Darstellung der Entstehungsgeschichte Hamburgs eingebettet werden.

Insgesamt soll der aktuell als Parkplatz genutzte Hopfenmarkt zum lebendigen Aufenthaltsort werden und in seiner Gestaltung zugleich der historischen Bedeutung des Nikolai-Quartiers als Keimzelle der Hafen- und Kaufmannsstadt Hamburg gerecht werden. Der derzeitige großzügige Baumbestand soll weitestgehend erhalten bleiben. Die künftige ebenerdige Querung der Willy-Brandt-Straße soll zudem die Anbindung an den Cremon und damit die fußläufige Verbindung zu Speicherstadt und HafenCity verbessern.

Aufwertung der Hamburger Innenstadt

Das zweiphasige Wettbewerbsverfahren mit zunächst 30, in der zweiten Phase voraussichtlich noch acht teilnehmenden Büros, lobt die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen gemeinsam mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte aus, in enger Abstimmung mit der Behörde für Kultur und Medien sowie dem Archäologischen Museum Hamburg.

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