Fischbeker Reethen

Die Entscheidung im städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerb ist gefallen. Im neuen Quartier Fischbeker Reethen haben die Architekten die Idee der Gartenstadt weiterentwickelt. Die bestehende Landschaftsstruktur soll erhalten bleiben und alle Wohnungen erhalten einen Bezug zum Landschaftsraum. In der Mitte des Quartiers entsteht ein zentraler Boulevard mit einer neuen Schule und Kita sowie Geschäften für den alltäglichen Bedarf. Erste Bautätigkeiten sind für 2018 geplant.

Im Westen des Bezirks Harburg wird in den nächsten Jahren die Fischbeker Reethen: ein Quartier, das naturverbundenes Wohnen und innovative Arbeitswelten miteinander vereinen soll entstehen. Im Rahmen der Strategie „Mehr Stadt an neuen Orten“ des Hamburger Senats und angesichts der steigenden Wachstumsprognosen für die Stadt Hamburg, wird das Projektgebiet in Neugraben-Fischbek als derzeit größte verfügbare Wohnungsbau- und Gewerbefläche des Bezirks Harburg aktiviert und durch die IBA Hamburg entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei die Idee der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“. Das Gebiet befindet sich zwischen der S-Bahn-Station Fischbek und der südlich gelegenen Cuxhavener Straße (B 73). Westlich grenzt es an Neu Wulmstorf. Die östliche Grenze bildet die vorhandene Wohnbebauung und die Schule um den Ohrnsweg. Das Preisgericht kürte mit 11:1 Stimmen den Entwurf der Architekten KCAP Architects&Planners zusammen mit Kunst+Herbert I Büro für Forschung und Hausbau zum Sieger.

Neues Wohn- und Gewerbegebiet Fischbeker Reethen

In dieser Neuinterpretation der Gartenstadt entstehen auf dem rund 70 Hektar großen Gebiet ca. 2.200 neue Wohnungen, Gewerbe und eine hohe Vielfalt qualitativer Landschaftsräume. Die bestehenden Landschaftslinien bleiben erhalten und werden fingerartig in das Gebiet verlängert bzw. erweitert. Ein kleiner Graben führt in Ost-West Richtung durch das Zentrum des Quartiers. Die Architekten schlagen für das neue Quartier eine „blaue Mitte“ vor, um die herum sich ein kleines Quartierszentrum mit Schule und Geschäften für den täglichen Bedarf, Gastronomie und gemeinnützigen Einrichtungen ansiedeln soll. Weiter nördlich sehen die Pläne der Architekten eine „Gründerstraße“ vor, an der entlang neue Mischformen von Gewerbe und Wohnen möglich werden. Diese Gewerbebauten, die gegenüber der Wohnbebauung liegen, sollen für nicht-störendes Gewerbe reserviert werden und eine hochwertige Fassade erhalten. Für die weiteren Gewerbeflächen entlang der Bahnlinie sind u. a. wissens- und forschungsintensives, produzierendes Gewerbe und Handwerk vorgesehen. Das gesamte Quartier soll als „walkable City“ mit reduziertem Autoverkehr erschlossen werden und damit ein gutes Netzwerk für Radfahrer und Fußgänger bieten.

Fischbeker Reethen

Fischbeker Reethen © KCAP – Kunst+Herbert

Das Preisgericht hat Empfehlungen für die weitere Ausarbeitung des Entwurfs ausgesprochen. Nach Erstellung des Funktions- und Bebauungsplanes sollen bereits 2018 die ersten Bautätigkeiten beginnen. Die IBA Hamburg GmbH wird für das neue Quartier Fischbeker Reethen die Projektentwicklung übernehmen und die Wohnungsbaugrundstücke vermarkten. Die Vermarktung der Gewerbegrundstücke übernimmt die HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung. Unter der Dachmarke „Naturverbunden Wohnen“ vermarktet die IBA Hamburg in Neugraben-Fischbek bereits erfolgreich die Wohnquartiere Fischbeker Heidbrook und Vogelkamp Neugraben.

Fischbeker Reethen

Fischbeker Reethen © KCAP – Kunst+Herbert

One Comment

Don Quichotte

Was an dieser Planung noch „Gartenstadt“ sein soll, erschließt sich mir nicht. Es ist so dicht wie alle Neubaugebiete in der Stadt, ich erinnerst das eher an die geschätzt Jarrestadt. Es ist mal wieder der übliche Etikettenschwindel.

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