Die Heimatmole von zillerplus Architekten in der HafenCity gewann den 1. Preis „Wohnbauten des Jahres 2025“, Award Callwey „Best of Architecture 2025“ und steht auf der Shortlist der Hamburger Grüne Bauten 2025. 2017 gewannen zillerplus den eingeladenen Wettbewerb für das Baugruppenhaus auf einer Landzunge im Quartier Baakenhafen in der östlichen HafenCity. Die Heimatmole ist ein Wohnungsbau für 16 Hamburger Familien, die Eigentümerinnen und Bauherren sind. Im gesamten Ostteil entstehen derzeit 3.500 Wohnungen und 13.000 Arbeitsplätze. Bis 2030 soll die Gesamtentwicklung der HafenCity abgeschlossen sein. Die Heimatmole wird schon bald Teil eines lebendigen Wohn- und Arbeitsquartiers sein, und doch liegt der Wohnungsbau auch im Grünen.
Heimatmole in der Hamburger HafenCity

zillerplus Heimatmole © Florian Holzherr / zillerplus
Um den zentralen Erschließungskern des Hauses sind pro Etage zwei Wohnungen gruppiert. Die Grundrisse mit Flächen zwischen 100 und 110 Quadratmetern sind nach den individuellen Wünschen der Bauherrenfamilien gestaltet, wobei sich die gemeinsam genutzten Zonen wie Wohnzimmer und Küche in der Regel auf der Gartenseite und privatere Rückzugsräume auf der Straßenseite befinden. Statt strikter Funktionstrennung sind flexible Nutzungen für die einzelnen Räume vorgesehen, sie werden als Schlafzimmer, Kinder- oder Gästezimmer sowie Homeoffice genutzt und sind für weitere Bestimmungen in der Zukunft offen. Sollte der Raumbedarf einer Familie wachsen, so können „Schalträume“, die sich in jedem Stockwerk am zentralen Aufzugskern befinden, mit genutzt werden. Teils lassen sich ihre Flächen zu den einzelnen Wohnungen dazuschalten, teils sind sie als separate Einheiten mit eigenen Eingängen erschlossen.
Gemeinschaft als Mehrwert
Im Dreijahresrhythmus beschließt die Wohneigentumsgemeinschaft die weitere Nutzung und Vergabe der Schalträume. Die begrünte Dachterrasse steht allen als luftiger Freiraum mit Blick über die HafenCity zur Verfügung. Auch der Heimatclub ist Teil der Allmende. Der luftige Raum streckt sich vom Keller ins Erdgeschoss und kann für Geburtstage und Vortragsabende, Familienfeste und viele andere Anlässe genutzt werden.
Grünes Zimmer

zillerplus Heimatmole Dachterrasse © Florian Holzherr / zillerplus
Die raumhaltige Grünfassade auf der Gartenseite ist mit fassadengebundenen und bodengebundenen Pflanzen bewachsen. Ihre Rankgitter sind über die Zickzack-Balkone vom Erdgeschoss bis in die achte Etage geführt, bewässert werden die Pflanzen mit Regenwasser aus der Zisterne. Ziel ist es, dass die Pflanzen aus den durchgängigen Balkonen einen vertikalen Garten bilden, der als Sonnen- und Windschutz dient und mit Kommunikationszonen die Hausgemeinschaft fördert. Die geschützten Außenbereiche erweitern die Wohnflächen nach draußen wie ein zusätzliches „Grünes Zimmer“. Durch die ungewöhnliche Zickzackform ist der Blick von jedem Zimmer der Gartenseite auf die Norderelbe möglich.
Wohnen mit Blick in die Zukunft
Die Heimatmole nutzt Wärmetauscher und produziert Energie über die hauseigene Photovoltaikanlage auf dem Dach. Das Gebäude ist ein KfW-55-Effizienzhaus und wurde mit dem Platin-Umweltzeichen HafenCity ausgezeichnet. Die Architektur ist auf einen langen Lebenszyklus und auf wandelbare Lebenskonzepte ausgerichtet. Wenn sich der Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner weiterentwickelt und neue Bedürfnisse oder räumliche Anforderungen aufkommen, können sie diese in ihrem Baugruppenhaus umsetzen.
Mehr Informationen können Sie auf unserer Architekturführung „HafenCity Ost“ erfahren.
