Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende haben den Rahmenplan Domachse vorgestellt. Der neue Rahmenplan bildet die Grundlage für die städtebauliche Weiterentwicklung einer der wichtigsten Verbindungen der Hamburger Innenstadt. Um die Altstadt und HafenCity besser miteinander zu verknüpfen, wird die zentrale Wegeverbindung zwischen Alster und Elbe schrittweise neugestaltet. Die Domachse soll künftig zum Flanieren einladen, attraktive Aufenthaltsorte bieten und die Geschichte Hamburgs erlebbar machen.

Hammaburg-Platz_Vogelperspektive © West8
Neuer Rahmenplan Domachse vorgestellt
Die Domachse wird bislang nur eingeschränkt als zusammenhängende Verbindung wahrgenommen. Bauliche Strukturen und verkehrliche Barrieren erschweren die Orientierung und beeinträchtigen die Aufenthaltsqualität. Mit der geplanten Umgestaltung soll eine attraktive und gut lesbare Verbindung entstehen. Gleichzeitig werden die dazwischenliegenden Stadträume besser miteinander verknüpft und erlebbar gemacht.

Kirchplatz_1 © West8
Der Rahmenplan entstand in einem mehrstufigen, kooperativen Verfahren. Bereits 2023 wurden im Rahmen eines Werkstattprozesses die Grundlagen gelegt. Mehrere interdisziplinäre Teams entwickelten konzeptionelle Ansätze, aus denen ein gemeinsames Zielbild abgeleitet wurde. Darauf aufbauend haben die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende gemeinsam mit den Büros West8, ARGUS und Urban Future im vergangenen Jahr den Rahmenplan erarbeitet. Begleitet wurde der Prozess von umfassender Beteiligung aus Fachkreisen sowie der Stadtgesellschaft: Anregungen und Ideen konnten unter anderem in zwei öffentlichen Veranstaltungen und über die digitale Plattform DIPAS eingebracht werden.

Alter Fischmarkt_2 © West8
Hammaburg-Platz als neuer grüner Treffpunkt
Durch eine Reduzierung der Fahrbahnbreiten können bis zu 6.500 qm an Fläche gewonnen werden. Dem Hammaburg-Platz als innerstädtischer Grünfläche kommt dabei besondere Bedeutung zu. Durch den Rückbau einer Fahrspur am Speersort vergrößert sich seine Fläche um bis zu 40 Prozent und reicht künftig bis zum Vorplatz der Hauptkirche St. Petri. Die historisch belegte Keimzelle Hamburgs wird durch neue Bepflanzung sowie Spiel- und Bewegungsangebote als grüne Mitte der Innenstadt neu inszeniert. Auch weitere prägende Orte wie der Alte Fischmarkt und der Vorplatz von St. Petri werden aufgewertet, um einen zusammenhängenden Erlebnisraum zu schaffen.
Das Verkehrskonzept zielt auf eine deutliche Verringerung des motorisierten Durchgangsverkehrs und schafft mehr Platz für Fuß- und Radverkehr. Die Nord-Süd-Verbindung für den Autoverkehr bleibt erhalten, die Routen für den ÖPNV sind gesichert, und die HafenCity bleibt gut erreichbar. Ausreichende Parkkapazitäten stehen vor allem in den umliegenden Parkhäusern zur Verfügung.

Bergstrasse_1© West8
Eine Ausstellung zum Rahmenplan ist im Raum der Innenstadtkoordination (Rathausstraße 7, 20095 Hamburg) zu sehen und kann dort in den nächsten Monaten immer dienstags von 10:00 bis 14:00 Uhr und donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr kostenfrei und ohne Anmeldung besucht werden.
Mehr Informationen können Sie auf unseren Architekturführungen „Alster„, „Schnitt durch die Mitte“ oder aber „Weltkulturerbe“ erfahren.
