BID Burchardplatz II für zwei Jahre eingerichtet

Das BID Burchardplatz startet in die zweite Laufzeit. Eigentümerinnen und Eigentümer setzen ihr Engagement fort. Grundlage dafür ist eine Rechtsverordnung, die der Senat im Februar 2026 erlassen hat. Ziel des BID Burchardplatz II ist es, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts rund um den Burchardplatz nachhaltig zu stärken. Aufbauend auf den Planungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität aus der ersten BID-Laufzeit sollen die Maßnahmen nun baulich umgesetzt werden. Im Fokus steht der zentral gelegene Burchardplatz, der zu einem lebendigen, hochwertigen Aufenthaltsort umgestaltet werden soll, der dem bauhistorisch bedeutenden Umfeld des UNESCO-Welterbes Kontorhausviertel gerecht wird.

BID Burchardplatz II für zwei Jahre eingerichtet

BID Burchardplatz II

Burchardplatz A © WES LandschaftsArchitektur

Dieses Ziel wird von den Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern vor Ort getragen und entspricht zugleich den Zielen des Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Die Umgestaltung des öffentlichen Raums im Kontorhausviertel zählt zu den Leitprojekten des Handlungskonzepts Innenstadt. Vor diesem Hintergrund gestaltet die Freie und Hansestadt Hamburg auch die an den BID-Bereich angrenzenden Stadträume vom Kattrepel bis zum Peter-Schulz-Platz neu, um das Gesamtensemble des Kontorhausviertels weiterzuentwickeln.

Das BID Burchardplatz startet in die zweite Laufzeit

Für das BID Burchardplatz II stehen während der zweijährigen Laufzeit insgesamt rund 2,17 Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel werden vollständig aus privaten Beiträgen der Grundeigentümerinnen und -eigentümer finanziert und in die Neugestaltung der öffentlichen Räume sowie in ein begleitendes Marketing- und Kommunikationskonzept investiert.

Business Improvement Districts (BIDs)

BIDs sind klar begrenzte Geschäftsgebiete (Business Districts), in denen auf Veranlassung der Betroffenen in einem festgelegten Zeitraum (maximal acht Jahre) in Eigenorganisation Maßnahmen zur Quartiersaufwertung (Improvement) durchgeführt werden. Finanziert werden BIDs durch eine kommunale Abgabe, die alle im Gebiet ansässigen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer zu leisten haben. In Hamburg wurden die Business Improvement Districts (BIDs) Anfang der 2000er Jahre eingeführt. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen: Manche befürchten, dass durch BIDs vor allem wirtschaftlich starke Lagen profitieren, während schwächere Stadtteile weniger Unterstützung erhalten oder dass öffentliche Aufgaben teilweise privatisiert werden.

Mehr Informationen können Sie auf unserer Architekturführung „Alster“ oder „Weltkulturerbe“ erfahren.