Mojo Club

Der Mojo Club kehrt zurück. Jahrelang war der Club das Synonym für entspannte Atmosphäre. Alle Größen und Legenden von Gilles Peterson über Massive Attack bis hin zu Goldie oder Roni Size traten hier auf  oder legten auf. Genres wie Dancefloor und Acid Jazz, Drum’n’Bass oder TripHop wurden direkt aus UK nach St. Pauli importiert und von dort aus in Deutschland verbreitet.

Leise und im Verborgenen werkeln die Macher derzeit am wohl spektakulärsten Club der Stadt. Auf dem Grundstück der „Tanzenden Türme“ entsteht An der Reeperbahn 1 auf 1600 Quadratmetern ein unterirdisches Tanzimperium. Von außen kann man die Dimensionen des Clubs nicht erahnen.  Die Innovation beginnt schon am Eingang. Dieser besteht aus zwei in den Boden eingelassenen Pforten. Im geschlossenen Zustand sieht man nur zwei Bodenplatten, die später das Logo des Mojo Clubs schmücken soll. Öffnet der Club, richten sich die Tore 2,5 Meter hydraulisch auf und „verschlingen“ die Nachtschwärmer. Aufwendig ist auch der schwingende Betonboden. Der Club ist als ein in der Erde schwebender Kasten konzipiert.  Zunächst wurde der Betonboden auf eine Holzverschalung gegossen. Danach entfernte man diese wieder, um so einen frei schwingenden auf riesigen Federn gelagerten Raum mit hervorragender Akustik zu erhalten.

800 Gäste werden in das Gewölbe passen. Auf eine 70-Quadratmeter große Bühne kann man vom runden Balkon wie auch vom Dancefloor blicken. Damit später  die „Tanzenden Türme“ nicht wirklich zu tanzen anfangen, ist der Mojo Club extrem schallgedämpft.

Eigentlich war die Übergabe der Fläche an die Clubbetreiber für Mitte September geplant und der Club sollte mit dem Reeperbahn Festival im Oktober –nach 9-jähriger Abstinenz- offiziell seine Pforten öffnen. Die Baugesellschaft Züblin konnte jedoch die termingerechte Übergabe der Flächen nicht einhalten. Die Neueröffnung des Mojo Clubs verzögert sich daher auf unbestimmte Zeit.

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