LEED für Tanzende Türme

Die Tanzenden Türme, eine Projektentwicklung der STRABAG Real Estate GmbH (SRE) im Hamburger Stadtteil St. Pauli, haben vom U.S. Green Building Council (USGBC) das Gold-Zertifikat nach dem „LEED for Core & Shell“-System erhalten. Das Büroensemble am Beginn der Reeperbahn punktete mit seiner innovativen und energieeffizienten Bauweise sowie dem schonenden Umgang mit Ressourcen.

Eine Betonkernaktivierung sorgt in den Tanzenden Türme zu jeder Zeit für ein angenehmes Raumklima im Gebäude. Das System senkt zum einen die Heizkosten im Winter beträchtlich, zum anderen hält es die Räume in den Sommermonaten auch ohne Klimaanlage auf angenehmer Temperatur. Darüber hinaus schützt eine automatisierte, windstabile Sonnenschutzvorrichtung die Räume zusätzlich vor Überhitzung in den warmen Monaten. Dennoch können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Fenster in den Tanzenden Türmen manuell öffnen – selbst in den obersten Stockwerken. Dieser Verzicht auf eine Vollautomatisierung ist gewollt: Denn das Gebäudekonzept geht davon aus, dass Nachhaltigkeit auch bedeutet, den Nutzerinnen und Nutzern die individuelle Steuerung ihres Wohlbefindens zu ermöglichen.

Das gesamte Gebäude wird über Fernwärme versorgt, die zu einem hohen Anteil aus regenerativen Energiequellen produziert wird, wodurch der Ressourcenbedarf der Tanzenden Türme sinkt. Selbst die Aufzugsanlage fügt sich in das nachhaltige Konzept der Immobilie ein: Wird ein Aufzug gerufen, wählt ein Computersystem automatisch den am nächsten liegenden vor und schickt die reservierte Kabine zum Fahrgast. Das vermeidet nicht nur unnötige Fahrten und senkt so den Energiebedarf sondern bringt die Fahrgäste auch schneller an ihr Ziel.

Das Projekt nach Plänen der Architekten BRT Bothe Richter Teherani verfügt über eine mehrschichtige Fassade, bei der sich die einzelnen Elemente unterschiedlich zueinander neigen und sich die inneren zu den äußeren Fronten drehen. Die beiden rund 90 m hohen Türme knicken in unterschiedlichen Höhen ab. Der Südturm mit 24 Stockwerken ist in der 7. Etage geknickt, der Nordturm mit 22 Stockwerken hat im 17. Geschoss einen Gegenknick. Insgesamt mussten bei der Fassadenkonstruktion 16 verschiedene Neigungssituationen berücksichtigt werden. Die gesamte Fassade besteht aus Einzelteilen, die jeweils ineinandergreifen und schräg versetzt eingebaut wurden.

LEED für Tanzende Türme

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