Autofreies Ottensen

Altonaer Bezirksversammlung beschließt autofreies Ottensen.

Autos haben ab September rund um den Spritzenplatz nichts mehr zu suchen. Die Bezirksversammlung von Hamburg Altona hat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit die Testphase für ein autofreies Ottensen beschlossen.

Das Zentrum des Stadtteils wird so ab September rund um die Ottensener Hauptstraße ein halbes Jahr lang für Autos gesperrt. Das hat der mit wechselnden Mehrheiten regierte Bezirk Altona in seiner gestrigen Bezirksversammlung beschlossen. Und zwar nicht nur tagsüber, sondern rund um die Uhr. Ausnahmen soll es nur wenige geben. Erlaubt sind dann nur noch städtische Fahrzeuge, Handwerke und Lieferwagen. Anwohner müssten draußen bleiben, sofern sie keinen Stellplatz haben.

Das Pilotprojekt, das von den Altonaer Fraktionen von CDU und Grünen eingebracht wurde, wird somit Realität. Bei der namentlichen Abstimmung stellten sich lediglich die zwei Vertreter der AfD-Fraktion gegen den Antrag von Grünen und CDU. Auch die SPD, die zunächst Bedenken geäußert hatte, stimmte nun geschlossen für das Vorhaben.

Autofreies Ottensen

In rund sieben Straßen um den belebten Spritzenplatz im Herz des Hamburger Stadtteils Ottensen werden Autos dann ab September verboten sein und die Straßen nur von Radfahrern und Fußgängern genutzt.Ursprünglich war lediglich geplant im Rahmen des EU-Modellprojekts „Cities4People“ einige Starßen vier Wochen lang für den Pkw-Verkehr zu sperren.

Aus Sicht der Grünen und der CDU waren Zeitraum und Gebiet für das Pilotprojekt aber nicht ausreichend. Gemeinsam legten die Fraktionen am letzten Donnerstag einen Antrag in der Bezirksversammlung zum Beschluss vor, um die Testphase von September an auf sechs Monate auszudehnen und den Bereich um mehr Straßen zu erweitern. Dem wurde nun zugestimmt.

So soll auch die Lebensqualität im dicht besiedelten Stadtteil erhöht werden. Man darf sich auf einen völlig neuen Eindruck im Quartier freuen. Das Bild gibt schon mal einen kleinen Vorgeschamck, wie es ab September aussehen wird. Es wurde im Rahmen der Aussschreitung rund um den G20 Gipfel im Sommer 2017 gemacht als viele Fahrzeugbesitzer aus Angst vor Randale ihre Fahrzeuge in Sichherheit gebracht hatten.

Autofreies Ottensen

Ottenser Hauptstraße Sommer 2017 @ a-tour

 

Die Kulturtipps von Sven Ove Cordsen: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Sven Ove Cordsen.
Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Die Kulturtipps von Sven Ove Cordsen

Sven Ove Cordsen © Piet Niemann

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Sven Ove Cordsen.

Für die leichte Muse: 100/200
weil: Ich denke, das Essen darf nicht zu kurz kommen- Herr Imbusch macht es jetzt selbst und das ist gut so.

Für Experimentierfreudige: Im November von Hamburg fix nach Sankt Peter Ording fahren und in den Sand setzen.
weilDa denkt man anders.

Die Kulturtipps von Sven Ove Cordsen

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Die Inszenierungen von Jette Stekel im Thalia Theater.
weilWer weiß, wie lange sie da noch ist.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Vattenvall Verwaltung von Arne Jacobsen.
weilMehr muss es hier nicht sein.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Generator Hostels im Klockmannhaus.
weil: Alt UND Neu mehr ist.

Die Kulturtipps von Sven Ove Cordsen

Klockmannhaus, coido © Ralf Buscher.jpg

Biografie

Coido architects, 2006 gegründet von Cordsen Ipach + Döll.
Viel Städtebau, viel Ziegel, viel Herzblut.

Immobilien-Oscar geht nach Hamburg

Das Hamburger Studentenwohnheim „WOODIE“ gewinnt den Immobilien-Oscar.

Was für die Filmwelt der Oscar ist, ist für die Immobilien Wirtschaft der MIPIM Award. In diesem Jahr wurde ein Hamburger Projekt damit ausgezeichnet. „YES WE WOODIE“, mit diesem Slogan traten die Hamburger Entwickler PRIMUS developments GmbH und Senectus GmbH, bei dem diesjährigen MIPIM Award in Cannes auf und konnten damit sowohl die Besucher als auch die Jury gleichermaßen von ihrem Studentenwohnheim WOODIE Hamburg überzeugen.

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © Götz Wrage

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © sauerbruchhutton

Das im Hamburger Stadtteilt Wilhelmsburg entstandene Wohnheim unterscheidet sich durch seine Bauart grundlegend von anderen Immobilien: Das siebengeschossige Hybrid-Gebäude wurde aus 371 Holzmodulen errichtet, die wie Legosteine aufeinander gestapelt wurden. Die Bauzeit von nur neun Monaten für die rund 13.000 qm BGF betrug dabei nur die Hälfte einer herkömmlichen Bauweise.

Die Holzmodulgebäude wurde vom Berliner Architekturbüro Sauerbruch-Hutton geplant und von Kaufmann Bausysteme aus Österreich gebaut. Unterstützung erhielten die Bauherren um PRIMUS developments GmbH und Senectus GmbH von dem international renommierten Klimafolgenforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung).

Immobilien-Oscar geht nach Hamburg

Bei WOODIE steht der schonende Umgang mit Ressourcen ganz oben auf der Liste! Seine Zimmer sind komplett aus Holz gefertigt. Holz ist ein natürlicher Baustoff, wächst nach und bindet dabei CO2
aus der Atmosphäre. Es ist leicht und sehr stabil, es isoliert gut und es ist ein behagliches, warmes
Material mit einer schönen Oberfläche. Holz atmet und reguliert auf natürliche Weise das Raumklima
und die Luftfeuchtigkeit. Inspiriert von den Container-Stapeln im Hamburger Hafen, bat es sich an, die
371 Wohneinheiten in Containerform vorzufertigen.

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © Götz Wrage

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © sauerbruchhutton

Durch den sehr hohen Grad der Vorfertigung der Serienproduktion, ist es möglich die Bauzeit stark zu verkürzen und gleichzeitig eine sehr hohe Qualität im Ausbau zu erreichen. Darüber hinaus bleiben die Konstruktiven Holzwände aus 10-12 cm dickem Massivholz sichtbar, sodass die Wohnmodule eine sehr angenehme Wohnatmosphäre schaffen.

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © sauerbruchhutton

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © Götz Wrage

Die tragende Sockelkonstruktion wird aus Stahlbeton gefertigt um die Lasten der 6 Etagen aus
Holzcontainern (insgesamt 1.786 Tonnen Holz) abzufangen und in die Fundamente zu leiten, die
Treppenhäuser sind ebenfalls aus Stahlbeton und dienen zur Aussteifung und dazu, die Windlasten
abzufangen. Die verschiedenen Baustoffe sind von außen am Haus 1 zu 1 ablesbar, Holz ist Holz,
Beton ist Beton.

Das Nutzungskonzept sieht im Wesentlichen eine Wohnnutzung in modularen Micro-Apartments vor.
Dieses nach den Grundsätzen des universal design entwickelte Nutzungskonzept sieht eine funktionale und breit nutzbare Strukturierung vom persönlichen Lebensraum bis hin zum öffentlichen Raum vor.
Gebäude und Umfeld sollen so flexibel gestaltet oder mit geringem Aufwand umgestaltet werden
können, dass sie auf unterschiedliche Lebensszenarien der Bewohner und auch auf besondere
Bedürfnisse eingehen können.
Mit dieser grundsätzlichen Flexibilität / Variabilität der Gebäude sollen
Optionen im Erweitern oder auch Verkleinern der Wohnflächen erreicht werden. Hiermit soll der
persönlichen Planung der Mieter entsprochen werden und auch auf gesamtgesellschaftliche
Veränderungen (demografischer Wandel) eingegangen werden können.

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © Götz Wrage

Die MIPIM-Awards werden in elf unterschiedlichen Kategorien vergeben. Insgesamt 44 Projekte aus 21 Ländern haben es 2019 in die Endrunde geschafft. In der Kategorie „Best Residential Development“ setzte sich das Hamburger Studentenwohnheim „WOODIE“ gegen Wohnprojekte aus Kopenhagen, London und Amsterdam durch und bringt den Immobilien-Oscar nach Hamburg.

Immobilien-Oscar

Studentenwohnheim „WOODIE“ © Götz Wrage

Guiding Architects meeting in Andalusien

In diesem Jahr fand das Guiding Architects Treffen in Andalusien statt.
Es wurde in Granada von unserem Mitglied Blanca, GA Andalucia veranstaltet.

Das vergangene Jahr war mit mehr als 3.000 Touren und knapp 36.000 Teilnehmern für alle Netzwerkpartner äußerst erfolgreich. Das Treffen wurde zum ersten Mal als informelles Meeting durchgeführt. Daher wurden diesmal keine Paragraphen gewälzt sondern die Weiterbildung stand im Vordergrund.

Andalusien

School of Architecture © Guiding Architects

Blanca berichtete uns, dass die Region Andalusien eine Fläche von 87.268 Quadratkilometern hat und ist somit größer als Belgien, Holland, Dänemark, Österreich oder die Schweiz ist. Die unterschiedlichen Landschaften sind vielfältig und reich an Farben und Gerüchen. Sie hinterlassen so ganz unterschiedliche Eindrücke. Dabei ist das ganz besondere Licht zu einem der wesentlichsten Elemente der Architektur geworden.

Wir lernten, das Andalusien an der Schnittstelle zwischen Europa und Afrika liegt. Dort, wo der Atlantik auf das Mittelmeer trifft. Viele verschiedene Kulturen haben dieses Gebiet bewohnt und im Laufe der Geschichte ein unglaubliches Erbe hinterlassen. Andalusien ist ein Ort, der viel Abwechslung bietet: Auf knapp vierzig Kilometern kann man von alpinen Berglandschaften in tropische Gebiete oder von fruchtbaren Tälern in vulkanische Wüsten gelangen.

So stand auch der erste Tag ganz unter dem Eindruck, diese Vielfalten kennen zu lernen. Früh am Morgen ging es mit dem Bus in das nur 30 Minuten von Granada entfernt gelegene Skigebiet Sierra Nevada. Hier haben schon einig Weltcuprennen auf roten und schwarzen Pisten stattgefunden und die Mitglieder von Guiding Architects konnten beweisen, dass Sie nicht nur gut führen sondern auch auf der Piste ganz vorne dabei sind.

Andalusien

Sierra Nevada © a-tour

Andalusien

Granada Strand © a-tour

Nachdem wir den Morgen in weiß, mit einem grandiosen Blick über die Berge bis zum Meer verbrachten, sollte der Nachmittag ganz anders werden. Es ging mit dem Bus zurück nach Granada und in die andere Richtung in 30 Minuten ans Meer. Hier genossen wir bei leicht schlagenden Wellen und schönstem Frühlingswetter in einem der vielen Restaurants am Strand eine extrem leckere Paella.

Guiding Architects meeting in Andalusien

Ein Besuch der Alhambra darf natürlich in Andalusien nie fehlen. So trafen wir uns am nächsten Morgen auf dem Plaza Nueva am Fuße der Alhambra. Blanca hatte sich überlegt, wie man Architekturführung und Netzwerkpflege zusammen bringen kann. So wurden wir in Gruppen eingeteilt und mussten auf einer Art Schnitzeljagd Fragen beantworten, die man nur wissen konnte, wenn man der Führung durch die Alhambra von Blanca aufmerksam zuhörte. Es entstand ein Wechselspiel zwischen Architekturführung und Quiz, ein tolles Erlebnis.

Andalusien

Alhambra © a-tour

Wir erfuhren, dass die maurische Alhambra aus dem 13. bis 14. Jahrhundert stammt und als prachtvolle Residenz der Nasridenkönige errichtet wurde. Sie ist das Wahrzeichen von Granada und der absolute Publikumsmagnet. Zum Glück hatte Blanca für uns bereits vor Monaten die Tickets reserviert.

Besonders Interessant war es auch zu hören, dass unser Guide Blanca in der Alhambra aufgewachsen ist. So leben auch noch heute viele Ihrer Verwandet innerhalb der Mauern. Wir verbrachten daher auch unsere Kaffeepause im Pátio des Hauses von Blancas Onkel. Ein tolles Erlebnis, das nur noch von der Wahl unseres Meetings Raums, den wir für die Abendstunden gemietet hatten, um hier die Arbeitsfortschritte zu präsentieren, getoppt wurde. Wir tagten im legendären Palast Charles V. Mehr Alhambra geht nicht!

Der Samstag stand unter dem Thema Fortbildung. Hierzu hatten wir die School of Architecture als Veranstaltungsort gewählt. Sie liegt am Campo del Principe, welcher das Herz des alten jüdischen Viertels im Stadtteil Realejo ist.

Team Building, Workshops und ein Vortrag zum Marketing standen auf dem Tagesprogramm bevor uns Blanca die tolle Architekturfakultät zeigte.

Am Sonntag bekamen wir noch eine Architekturführung durch Granada. Sie war angelegt als Schnitt durch Granada und dies im wahrsten Sinnen des Wortes. Denn sie führt uns zunächst ganz hoch hinauf und dann ganz endete unter der Stadt.

Andalusien

Nazarí Walln © a-tour

Zunächst ging es mit dem Bus auf die Spitze des Bergs San Miguel mit einer faszinierenden Aussicht auf Granada und die gegenüber liegende Alhambra. Wir sahen, wie frei die Landschaft mit der Stadt verbunden ist und erlebten die Unordnung dieses Ortes, die gleichzeitig eine besondere Spannung erzeugt. Hier oben hat Antonio Jiménez Torrecilla sein kleines aber großartiges Projekt realisiert: die Nazarí Wall.

Eine Mauer die sich an die alte Stadtmauer anlehnt, diese aber neu interpretiert.
Ihr Inneres ist ein leerer Raum, eine Passage, die es uns ermöglicht, innerhalb der Mauern zu gehen, eine mysteriöse Tür, die zwei historisch verschiedene Teile der Stadt verbindet. Das Projekt ist eine einfache Stapelung von Steinplatten, eine Reihe von minimalen Zufallslücken. So bekommen wir von innen einen völlig neuen Blick auf die Alhambra, zeitgenössische, fragmentierte und wechselnde Sichtweisen.

Andalusien

Guiding Architects © Hannes Werner

Eine große Steintreppe führt uns hinunter in die Stadt, ins El Albaicín. Es ist das ältestes Viertel von Granada. Weiße terrassenförmig angeordnete Häuser, verwinkelte Gassen und kleine Plätze bringen eine spürbare Brise des Orients in das maurische Viertel.

Im Stadtzentrum besichtigten wir ein weiteres interessantes Projekt von Antonio Jiménez Torrecillas, das Museum Jose Guerrero. Dann schlängelten wir uns weiter, der Schnittführung folgend, durch die Innenstadt.

Andalusien

Museum Jose Guerrero © a-tour

Das letzte Projekt stellt dann auch den tiefsten Punkt der Tour dar: die neue U-Bahnstation „Genil Station“ ebenfalls realisiert von Antonio Jiménez Torrecillas.

Andalusien

Genil Station © a-tour

Leider war die Reise schon wieder fast zu Ende. Wir erlebten eine Region, die sich auf ihre kulturellen Wurzeln bezieht und dabei eine zeitgenössische Architektur entwickelt, die im Dialog zum historischen Erbe steht. Muchas Gracias Blanca!

Architekturreise nach Hamburg

Hamburg startet in seinen 9. Architektur Sommer. Von Anfang Mai bis Ende Juli werden wieder viele Veranstalter an unterschiedlichen Orten in der Stadt ein Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Filmen, Installationen, Konferenzen, Aktionen und Werkstätten präsentiern. Das gesamte Programm wird bald online hier zu finden sein.

Das Programm zu Architektur und Stadtentwicklung richtet sich an interessierte Laien ebenso wie an das Fachpublikum. Vor allem aber lädt der Hamburger Architektur Sommer zum Sehen, Erleben, Mitmachen und Diskutieren ein, Architektur und Städtebau – das, was wir Menschen und Stadtbewohner täglich beleben, benutzen, durchlaufen – neu, anders, evtl. auch erstmalig wirklich zu betrachten.

Hamburger Architektur Sommer 2019

Auch a-tour ist wieder als Veranstalter mit dabei. Neben unseren Rundfahrten zur aktuellen Architektur werden wir auch ein Architekturreise nach Hamburg anbieten. Die Reise ist so gestaltet, dass man auf fachkundigen Führungen das aktuelle Baugeschehen erläutert bekommt und Gebäude von innen entdeckt, aber auch noch Zeit bleibt andere Veranstaltungen des Hamburger Architektur Sommer zu besuchen.

Sommerfest 2018, Architektur Sommer

Elbphilharmonie © a-tour

Architekturreise Hamburg 27. bis 29. Juni 2019

Mit der sogenannten hanseatischen Zurückhaltung ist es längst vorbei. Hinter der denkmalgeschützten Speicherstadt, kaum einen Kilometer von der Binnenalster entfernt, entsteht auf einem 155 ha großen Gelände eine komplette neue Stadterweiterung – die HafenCity. Eine ehemalige Hafenfläche verwandelt sich zum urbanen Lebensraum am Wasser. Aber auch auf der gegenüberliegden Elbseite entsteht viel Neues.

Als exzellente Kenner der Stadt ist a-tour Garant für interessante Exkursionen und Geheimtipps abseits der touristischen Routen. Erkunden Sie mit uns vom 27. bis 29. Juni die Hansestadt Wir erläutern die neusten Entwicklungen in der Innestadt und entlang der Perlenkette. Außerdem erkunden wir Europas größtes Stadtentwicklungsprojekt – die HafenCity- und zeigen Ihnen auf exklusiven Innenbesichtigungen was sich hinter den Fassaden verbirgt. Auch ein Besuch der Plaza der Elbphilharmonie mit allen Eräuterungen rund um das neue architektonische Wahrzeichen Hamburgs wird nicht fehlen.

3 Tage Architektur in Hamburg mit Übernachtungen im Doppelzimmer zum Preis von 410.- Euro inkl. MWst. Die Reise ist auch ohne Hotelübernachtung zum Preise von 310.- Euro inkl. MWst buchbar.

Weitere Informationen zur Architekturreise nach Hamburg finden Sie hier.

Architektur Sommer

Hamburger Architektur Sommer 2019 © has

Vattenfall verlässt das Arne Jacobsen Gebäude in der City Nord und zieht in die Hafencity

Das „Vierscheibenhaus“, das der Däne Arne Jacobsen in den 1969 für die Hamburgischen Elektrizitätswerken (HEW) in der Hamburger City Nord erbaute, ist längst eine Architektur-Ikone und sicher eines der schönsten Gebäuder der Stadt. In unseren Kulturtipps von „Wohin gehen Hamburgs Architekten?“ bezeichnete es Professor Volker Halbach sehr treffend als ein Gebäude dessen gestalterische Reduktion zwischen Form und Funktion zu einer harmonischen klaren Einheit seines gleichen sucht.

Die Bauten des dänischen Start-Architekten und Designers Arne Jacobsen sind für ihre ästhetische Leichtigkeit, schlichte Eleganz und Perfektion berühmt. Jedes Einzelelement sollte mit der Gesamtheit harmonieren. Von der Fassade über das Inventar bis hin zu Uhr, Türknauf und Aschenbecher. Der optisch aus vier Scheiben bestehende Bau hat beeindruckende Ausmaße – und wirkt mit seiner gläsernen Fassade zugleich leichtfüßig, fast filigran. Das Raster aus 6.500 Scheiben spiegelt auf einer Gesamtlänge von 153 Metern das Spiel der Wolken wider. Wer das 1969 eingeweihte Bauwerk in einem Wort beschreiben will, landet meist bei „zeitlos“.

Arne Jacobsen

Vattenfall, Arne Jacobsen © a-tour

Nun hat die Matrix Immobilien das Arne Jacobsen Haus in der City Nord gekauft. Der Verkäufer Vattenfall zieht 2023 in einen Neubau, den Edge Technologies in der Hafencity noch bauen wird.

Dis Ende 2022 soll im Quartier Elbbrücken der Hafencity das Edge Elbside entstehen. 17.500m qm der 21.800 qm Nutzfläche in dem bis zu 15geschossigen Neubau wird Vattenfall beziehen.

Vattenfall verlässt das Arne Jacobsen Gebäude in der City Nord

Wie die Vattenfall-Zentrale im Berliner Edge Suedkreuz soll das Edge Elbside in Holz-Hybrid-Bauweise entstehen. Zielstellung ist ein energiebilanzoptimierter Gebäudebetrieb samt dem Einsatz von Photovoltaik sowie die Realisierung einer umfassenden E-Mobility-Ladeinfrastruktur für Fuhrparkfahrzeuge.

Zunächst muss aber noch die Anhandgabe des Grundstücks durch die HafenCity Hamburg nach Zustimmung der Kommission für Bodenordnung (KfB) erfolgen. Dann soll im zweiten Quartal ein Architektenwettbewerb erfolgen.

Seit der Privatisierung der HEW residierte hier Vattenfall – aktuell mit 900 Mitarbeitenden in den für 2.000 Beschäftigte gebauten vier Büroscheiben. 10.000 qm der 24.500 qm Bürofläche hat Vattenfall temporär bereits an Signal Iduna vermietet.

Die denkmalgeschützten mit eine exloxierten Certian Wall verkleideten Büroscheiben waren 1995 bis 2004 grundsaniert und 2013 LEED-zertifiziert worden. Nach dem Vatenfall die City Nord verlassen hat soll eine umfangreiche Modernisierung des 48.000 qm BGF großen, 153 m langen, zwölfgeschossigen Gebäudes in Abstimmung mit dem Denkmalschutz erfolgen.

Zudem ist vorgesehen, die Baureserve auf dem 4 ha großen Grundstück mit einem Büroneubau zu besetzten.

Arne Jacobsen

Vattenfall, Arne Jacobsen © a-tour

Die Kulturtipps von Prof. Carsten Roth: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Prof. Carsten Roth.
Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Die Kulturtipps von Prof. Carsten Roth

Carsten Roth © Myrzik+Jarisch

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Prof. Carsten Roth.

Für die leichte Muse: Vom Altonaer Balkon zwischen dem Elbdeck und Kaispeicher die Perlenkette entlang bis zu Hamburgs schönem Elbstrand laufen und an der „Strandperle“ den Blick zurück auf die Stadt und den ewig agilen Hafen mit seinen Hunderten Kränen genießen!
weil: man, ganz gleich, ob im Sommer mit einem Pils, am besten bei Dunkelheit oder im Winter mit einem Becher Glühwein, die Stadt am Elbufer so richtig spüren kann – das ist Großstadtromantik pur.

Für Experimentierfreudige: Ein Konzert vom Massoud Godemann Trio, dem komplexesten Gitarren-Virtuosen der Hansestadt und darüber hinaus.
weil: Architektur und Musik gehören für mich schon immer zusammen, denn es geht um Ansage, Spannung, Entspannung – und immer wieder Überraschung.

Die Kulturtipps von Prof. Carsten Roth

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Einen Besuch bei der Oldtimer Tankstelle Brandshof.
weil: Das Gebäude eine Zeitreise, der Mittagstisch phänomenal und die gesammelte Pracht an klassischen Autos an die Eleganz alter Zeiten erinnert.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Das Johnson Wax Building in Racine, Wisconsin, von Frank Lloyd Wright
weil: Die Linien einfach und die Innenräume komplex sind.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Kunstspeicher Prantl, im Burgenland in Österreich
weil: es ein Fünf-Zeilen-Gedicht der Architektur ist.

Die Kulturtipps von Prof. Carsten Roth

Kunstspeicher Prantl © Klaus Frahm /arturimages

Biografie

Carsten Roth wurde 1958 in Hamburg geboren, studierte an der Technischen Universität Braunschweig und der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie in den USA am Virginia Polytechnic
Institute in Blacksburg und Alexandria, hier mit Schwerpunkt Tageslichtführung im architektonischen Raum.

1987 gründete er sein eigenes Atelier in Hamburg Rotherbaum.

Im Jahr 2002 wurde ihm der Kritikerpreis im Bereich Architektur des Verbands der deutschen
Kritiker e. V. verliehen.

Carsten Roth ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg und seit 2003 Universitätsprofessor am Institut für Industriebau und Konstruktives Entwerfen (IIKE) der Technischen Universität Braunschweig.

Michael Wolf Ausstellung „Life in cities“ in den Deichtorhallen

Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen zeigt vom 17. November 2018 bis 3. März 2019 eine umfassende Ausstellung des deutschen Fotografen Michael Wolf (*1954).

Wir haben uns die Ausstellung im Hinblick auf unsere im Mai 2020 stattfindende Architekturexkursion nach Hongkong angesehen. Die Ausstellung ist sehr zu empfehlen. Es ist spannend zu sehen, wie Wolf die unterschiedlichen Städte Hongkong, Tokio, Chicago und Paris wahrnimmt. Dichte und Weite nicht nur in der Architektur. Großstädte mit vielen dicht aufeinander lebenden Menschen und Städte die hoch sind aber durch gläserne Fassade sich dem Betrachter öffnen. Man lernt die Eckhäuser von Hongkong kennen, die eine der eigentümlichsten baulichen Besonderheiten der Stadt darstellen. Sie wurden in den 50er und 60er Jahren schnell und billig in den an Mangel und Sparsamkeit geprägten Nachkriegsjahren errichtet und sind heute vom Aussterben bedroht. Michael Wolf zeigt in seiner Serie „Hongkong corner houses“ seine Fähigkeit hinter die scheinbare Banalität des Alltäglichen zu blicken und dokumentiert eine städtisches System, dass leicht übersehen wird.

michael wolf

Michael Wolf Ausstellung „Life in cities“ Deichtorhallen © a-tour

Insgesamt zeigt die elf Werkserien und eine riesige Wandinstallation umfassende Ausstellung »Michael Wolf – Life in Cities« Werke von Wolfs Anfängen als Dokumentarfotograf bis hin zu den jüngsten, bisher unveröffentlichten Arbeiten. Michael Wolfs Werke reflektieren die Lebensbedingungen in Metropolen wie Hongkong, Tokio, Chicago und Paris und greifen Themen wie Bevölkerungsverdichtung, Massenkonsum, Privatsphäre und Voyeurismus auf.

Michael Wolf
Life in cities
17. November 2018 bis 3. März 2019

Das Herzstück der Ausstellung ist Michel Wolfs beeindruckende Wandinstallation The Real Toy Story (2000– 2018), die in den Deichtorhallen mit 23 × 4,5 Meter ihre bisher umfangreichste Größe erlangt. Über 20.000 Billigspielzeuge „Made in China“ bilden den Rahmen für Porträtfotos von Arbeiterinnen und Arbeitern in chinesischen Spielzeugfabriken. Die schüchternen und manchmal resignierten Gesichter der einzelnen Personen stehen in scharfem Gegensatz zur überwältigenden Anzahl heiter-bunter Spielzeuge aus der industriellen Massenproduktion.

michael wolf

Michael Wolf Ausstellung „Life in cities“ Deichtorhallen © a-tour

Michael Wolfs Studium der visuellen Eigenheiten des modernen Stadtlebens begann in Hongkong. Die Stadt ist seit 1994 sein Zuhause und wurde der Hauptgegenstand seiner Forschung und das Thema vieler seiner Serien. In der Serie 100 × 100 (2006) porträtiert er hundert Bewohner eines Wohnkomplexes in der chinesischen Metropole, die auf knapp neun Quadratmetern leben. Wolfs Hochhaus-Ansichten in Architecture of Density (2003–2014), die weder Himmel noch Erde zeigen, ähneln endlosen Abstraktionen und entdecken die Schönheit in der monotonen, brutalen Architektur der Wohnkomplexe. Michael Wolfs Serie Tokyo Compression mit Passagieren, die gegen die Fenster der überfüllten U-Bahn in Tokio gepresst sind, zeigt ebenso eindrücklich die räumliche Enge in einer Mega-Stadt.

michael wolf

Michael Wolf Ausstellung „Life in cities“ Deichtorhallen © a-tour

Die von Wim van Sinderen kuratierte Ausstellung ist eine Produktion des Museums für Fotografie in Den Haag und wurde im Sommer 2017 während des großen Fotofestivals Les Rencontres de la photographie in Arles erstmalig gezeigt. Für die Hamburger Station wird die Ausstellung um eine bisher nicht veröffentlichte Werkserie erweitert. Begleitet wird die Ausstellung von dem englischsprachigen Buch Michael Wolf Works bei Peperoni Books mit Texten von Marc Feustel, Jan-Philipp Sendker, Wim van Sindern und Michael Wolf.

michael wolf

Michael Wolf Ausstellung „Life in cities“ Deichtorhallen © a-tour

michael wolf

Michael Wolf Ausstellung „Life in cities“ Deichtorhallen © a-tour

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. März 2019 in den Hamburger Deichtorhallen zu sehen. Umbedingt empfehlenswert.

Die 3. Grasbrook Werkstatt findet statt

Der öffentliche Ideen- und Entwicklungsprozess zum neuen Stadtteil Grasbrook geht weiter. Noch bevor in diesem Jahr der Wettbewerbliche Dialog zur künftigen städtebaulichen und freiraumplanerischen Gestaltung des Stadtteils ausgelobt wird, laden die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und die HafenCity Hamburg GmbH alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, im Rahmen der 3. Grasbrook Werkstatt unter dem Titel „Grasbrook bauen – Freiräume gestalten“ gemeinsam zu diskutieren und sich aktiv zu beteiligen.

Welche Freiraumqualitäten sind identitätsprägend für den neuen Stadtteil Grasbrook? Wie müssen die öffentlichen Plätze, Orte und Wege auf dem Grasbrook gestaltet sein, damit sie lebendig werden? Welchen Beitrag können mögliche Initiativen bei der Parkgestaltung leisten? Wie lassen sich ökologisch wertvolle Flächen integrieren? Welche städtebauliche Prägung, welche Nutzungsmischung, welche Dichte und Höhe machen den Grasbrook einzigartig? Diese und andere Fragen gilt es gemeinsam auszuloten und zu diskutieren.

Ideen für den neuen Stadtteil Grasbrook
Einladung zur 3. Grasbrook Werkstatt am
7. Februar 2019 zum Thema Städtebau und Freiraum

Nach einführenden Worten von Frau Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, sowie Herrn Oberbaudirektor Franz-Josef Höing zum Stand der Ausgangsüberlegungen werden Impulsvorträge von Prof. ir. Kees Christiaanse (Verfasser des Masterplans HafenCity im Jahr 2000) und Karoline Liedtke, Landschaftsarchitektin, COBE (Nordhavn, Dänemark) die Perspektiven erweitern.

Anschließend sind die Besucherinnen und Besucher sehr herzlich eingeladen, an verschiedenen Thementischen künftige Ideen für Städtebau und Freiraum im neuen Stadtteil Grasbrook zu entwickeln. Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, wird am Ende die verschiedenen Perspektiven zusammenfassen und einen Ausblick geben.

Grasbrook, Grasbrook Werkstatt

Grasbrook © Hosoya Schaefer Architects

Die vierte Veranstaltung widmet sich dann am 20. Februar 2019 dem Thema „Grasbrook nachhaltig und mobil“.

Die Ergebnisse des gesamten Ideenprozesses, der aus Fach- und Bürgerperspektiven sowie aus den Beiträgen der begleitenden Online-Beteiligung besteht, werden schließlich zusammengefasst und im Sommer öffentlich vorgestellt. Sie fließen in den Wettbewerblichen Dialog ein, der zum städtebaulichen und freiraumplanerischen Gestaltungsentwurf des neuen Stadtteils Grasbrook führen wird. Auch begleitend zur Wettbewerbsphase wird es öffentliche Veranstaltungen geben, in denen die Konzeptideen vorgestellt und diskutiert werden. Das Bild des neuen Stadtteils wird so Schritt für Schritt entstehen. Weitere Informationen zum Projekt Grasbrook unter www.grasbrook.hamburg.

Bei den Grasbrook Werkstätten bietet das digitale Partizipationssystem DIPAS zusätzliche Mitwirkungsmöglichkeiten durch einen interaktiven Datentisch vor Ort, außerdem wird eine Online-Beteiligung über die Veranstaltung hinaus das gesamte Beteiligungsverfahren zum Grasbrook begleiten. DIPAS wird im Rahmen eines dreijährigen Forschungs- und Entwicklungsprojektes unter der Leitung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) und der HafenCity Universität (HCU) entwickelt.

Die 3. Grasbrook Werkstatt findet statt:
am Donnerstag, den 7. Februar 2019,
von 18.00 bis 21.00 Uhr
in der Patriotischen Gesellschaft
Trostbrücke 4-6
20457 Hamburg

Die Kulturtipps von Hadi Teherani: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Hadi Teherani.
Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Die Kulturtipps von Hadi Teherani, Hadi Teherani

Hadi Teherani, Architekt und Designer © Roger Mandt, Berlin

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Hadi Teherani.

Für die leichte MuseSpeicherstadt und Hafentour sind der anschauliche Beleg für den Stellenwert dieser einzigartigen Metropole.
weil: Wasser und Handel prägen das Bild der Stadt und sind der Motor ihrer Entwicklung.

Für ExperimentierfreudigeVom Kiez rund um die Reeperbahn über die Elbchaussee bis nach Blankenese und runter zum Strand zeigt sich dem Besucher der ungewöhnliche Facettenreichtum Hamburgs an der Elbe.
weil: Der prägende Strom der Stadt erweist sich als Katalysator für spezifische und dennoch abwechslungsreiche Bilder und Bauformationen.

Die Kulturtipps von Hadi Teherani

Was Sie auf keinen Fall verpassen solltenDer Weg rund um die Außenalster, durch Eppendorf und Harvestehude zur Innenalster, durch den Neuen Wall, die Passagen und Galerien erschließt den zentralen urbanen Kern der Stadt.
weil: Hier präsentiert sich das schöne Hamburg, die für Hamburg typische Stadtidee, die grundlegender Maßstab für das Hamburger Lebensgefühl sein sollte.

Lieblingsprojekte

Ihr LieblingsgebäudeChilehaus und Philharmonie sind in ihrem Expressionismus über fast 100 Jahre hinweg erkennbar miteinander verbunden. Die Erkenntnis daraus sollte sein: Aus engeren Vorgaben für das Bild der Stadt folgt kein inspirierender komplexer Gleichklang, sondern in der Regel schlicht Langeweile.
weil: Die Kombination aus Zukunft und Geschichte bezieht sich auf den Ort und schreibt ihn gleichzeitig fort. Das sollte Architektur stets leisten.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem BüroUnsere Bürohäuser Dockland, Berliner Bogen, DeichtorCenter und Tanzende Türme bilden in ihrem sehr spezifischen Auftritt in Ergänzung zu anderen Fixpunkten moderne Orientierungspunkte des Stadtbetriebs.
weil: Bei allen historischen Bezügen der Architektur soll die Geschichte der Stadt auch ausdrucksstark und markant weitererzählt werden. Nur daraus kann wiederum eine Geschichte unterschiedlicher Epochen entstehen.

Die Kulturtipps von Hadi Teherani, Hadi Teherani

Tanzende Türme © Tom Philippi, Stuttgart

Die Kulturtipps von Hadi Teherani, Hadi Teherani

Tanzende Türme © Tom Philippi, Stuttgart

Biografie

Hadi Teherani – 1954 in Teheran geboren, aufgewachsen in Hamburg – ist ein äußerst produktiver und vielseitiger, international ausgezeichneter deutscher Architekt und Designer. Seine Arbeit vollzieht sich in jeder Beziehung grenzüberschreitend, jenseits von Nationalitäten und Fachdisziplinen. Die Projekte zielen auf atmosphärische Ausstrahlung, emotionale Eindringlichkeit und eine ökologisch fundierte Nachhaltigkeit, die schon im Entwurf angelegt wird. Der erste „grüne“ Bahnhof Deutschlands am Frankfurter Flughafen und die Kölner Kranhäuser am Rheinufer sind wie viele internationale Projekte zu weithin wirksamen Landmarken geworden. In der ungewöhnlich weit reichenden Kompetenz von der Architektur über den Städtebau bis zu Interior und Produkt Design gelingen Kompositionen, in denen alle Elemente harmonisch zusammenwirken. Abu Dhabi, Berlin, Dubai, Hamburg, Istanbul, Kopenhagen, Rom und Teheran gehören zu den Metropolen, für die geplant wird, wie Moskau und Mumbai. Das E-Bike, der Konferenztisch (Thonet), Ledersitzmöbel (Walter Knoll), eine modulare Küche (Poggenpohl), Leuchten (Zumtobel/Steng), Showrooms und Flagship Stores (Kiton) gehören ebenso zum Werkverzeichnis wie Hochhäuser, Unternehmenszentralen, Behörden, Einkaufswelten, Börsen, Bahnhöfe, Schulen und Universitäten. In den letzten Jahren sind vor allem innovative Konzepte für einen nachhaltigen urbanen Wohnungsbau entwickelt und realisiert worden.

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