Olympic City

Am 23. Juni wurde im Rahmen der Stadtwerstatt ein aktueller Einblick in den Planungsstand zu Olympia 2024 gegeben. Die Entwürfe zeigen mögliche Stadtentwicklung während und nach den Paralympischen und Olympischen Spielen. Kees Christiaanse (KCAP) und Nikolaus Goetze (gmp) präsentierten den neuen Zwischenbericht und stellten die nach derzeitigem Stand bevorzugte Variante, zu der die Planungen nun schrittweise vertieft werden, zur Diskussion.

Diese Variante hat folgende Vorteile: Die großen Sportstätten besetzen die drei vorhandenen Höfte, so dass alle drei Stätten eine sehr prominente Lage erhalten. Zum einen werden die Bauten die Ansichten des neuen Stadtteils und damit Hamburgs Stadtansicht an der Elbe mit ihrer außergewöhnlichen Gestalt prägen, zum anderen sind die Lagen eine wichtige Voraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb der späteren Nutzungen. Das Auseinanderrücken der Sportstätten hat während der Spiele den positiven Effekt, dass für die Besucherströme keine Engstellen entstehen und dass die für die Spiele notwendigen warm-up-Bereiche und Trainingsfelder ausreichend Platz im Umfeld des Stadions finden. Das Olympische Dorf kann ausschließlich auf der südlichen Halbinsel angeordnet werden und wird nicht durch den Moldauhafen getrennt, was auch die Sicherung des Dorfes erleichtert. Die Schwimmhalle auf der nördlichen Halbinsel ist sowohl von der U-Bahnstation HafenCity Universität als auch von der neu geplanten Station in der OlympicCity zu Fuß gut zu erreichen. Im Umfeld der Schwimmhalle sind zudem spektakuläre Außenanlagen möglich, sowohl an der Elbe als auch am Moldauhafen. Gleichzeitig wurden die Ideen zur Nachnutzung des Olympiastadions weiter verfolgt und durchdacht: ein rückgebautes Leichtathletikstadion oder Wohnungsbau im Tribünenbereich sind vorstellbar.

Die Erschließungsüberlegungen für den Kleinen Grasbrook werden für die beiden Phasen Olympia und nach Olympia klar unterscheiden. Zum einen werden die Planungen für die Olympischen und Paralympischen Spiele selbst als „Olympic Mode“ bezeichnet. Zum anderen wird der Zustand des kleinen Grasbrook als entwickeltes Stadtquartier nach den Spielen geplant. Dieser Zustand wird als „Legacy Mode“ bezeichnet. Dies wird bei der Erschließungsplanung deutlich: Für Olympia sind zusätzlich zu den später notwendigen Brücken, Straßen und Wegen temporäre Brücken und Wege notwendig. Diese werden zum einen für die enormen Besucherströme als auch für die für Olympia notwendige Logistik benötigt. Eine neue Brücke über die Norderelbe wird den künftigen Stadtteil OlympicCity auf kurzem Weg mit der HafenCity und der Innenstadt verbinden. Für den Stadtteil Veddel wird es gegenüber dem heutigen Zustand zusätzliche Verbindungen auf den Kleinen Grasbrook und damit in Richtung Zentrum geben. Die mögliche U-Bahnstation wäre die erste südlich der Elbe.

Die Bilder zeigen den Masterplan „Olympic Mode“ und Visualisierungen jeweils einer beispielhaften Variante des Stadions und der Schwimmhalle.

alle Bilder: KCAP, Arup, Vogt, Kunst + Herbert, GMP, WES, Drees & Sommer

Die nächsten öffentlichen Veranstaltungen sind:
„Hamburg 2024 – Sportstätten und Spiele“ am 07. Juli 2015 um 19.00 Uhr Magnus Hall, Amsinckstraße 70
„Olympia 2024 – Herausforderungen und Chancen für die Mobilität“ am 14. Juli 2015 um 19.00 Uhr im Cruise Center
Hafen City

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