Neubau des Herz- und Gefäßzentrums am UKE

Grünes Licht für den Neubau des Herz- und Gefäßzentrums am UKE. 388 Betten, neun Operationssäle, neun Herzkatheterlabore und ein Herzbildgebungszentrum:
Mit modernsten Diagnose-, Behandlungs- und Präventionsmethoden entsteht auf dem UKE-Campus ein zukunftsweisender Klinikneubau für eine integrierte Versorgung von kardiovaskulären Erkrankungen. Auch die Anzahl hochwertiger Behandlungsräume wird erhöht: Statt bisher zwei können künftig sechs Säle als sogenannte Hybridlabore genutzt werden, in denen Patientinnen und Patienten mit einer Kombination aus katheterbasiertem Eingriff und endoskopischer Operation behandelt werden.

Eingangshalle Neubau © Entwurf Nickl & Partner Architekten

Damit das UKE auch in Zukunft Krankenversorgung, Forschung und Lehre auf Spitzenniveau und mit internationaler Ausstrahlung für die Metropolregion Hamburg leistet, wird die bauliche Infrastruktur diesen Erfordernissen kontinuierlich angepasst. Auf Basis des von der Stadt beschlossenen Bebauungsplans soll der UKE-Campus weiter strukturiert und die Bebauung verdichtet werden.

Dafür wurde der Zukunftsplan 2050 entwickelt, der mit den Neubauten des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg, der Martini-Klinik und des Campus Forschung II und Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) startet. Die Finanzierung des Neubaus des Herz- und Gefäßzentrums soll, wie die meisten Projekte des Zukunftsplans, über das Mieter-Vermieter-Modell realisiert werden.

Neubau des Herz- und Gefäßzentrums am UKE

Die Bürgerschaft bewilligt den zukunftsweisenden Klinikneubau. 2023 sollen die ersten Patientinnen und Patienten einziehen.

Aussenansicht Neubau © Entwurf Nickl & Partner Architekten

Hochbunker im Herzen St. Pauli

Derzeit wird der beeindruckende Hochbunker im Herzen St. Pauli um fünf pyramidenartige Geschosse erweitert. Visuelles Highlight des landschaftsarchitektonischen Pionierprojekts ist der spektakuläre Dachgarten, der wohl in ganz Deutschland einzigartig ist: mit einem fantastischen Panoramablick über Hamburg, in Sichtachse zur Elbphilharmonie und mit einem bepflanzten „Bergpfad“, der sich außen um den Bunker entlang nach oben schlängelt.

Rendering Hochbunker St. Pauli © Matzen Immobilien GmbH

Zusätzlich zu dieser neuen öffentlichen Naturoase erhält der Bunker zum ersten Mal eine Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges. Zudem entstehen Räume für Stadtteilkultur, Ausstellungsflächen sowie eine Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen.

Hochbunker im Herzen St. Pauli

Die NH Hotel Group hat gerade die Ausschreibung für den Betrieb eines nhow Hotels auf dem Dach des Bunkers gewonnen. Jetzt ist der Vertrag für das Hotel zwischen der NH Hotel Group, dem Vermieter EHP Erste Hamburger Projektmanagement GmbH sowie dem Bauherrn, der Matzen Immobilien GmbH & Co. KG, unterzeichnet worden. Das neue nhow Hamburg wird 136 Zimmer umfassen, zudem u.a. eine Bar, einen Coffeeshop und ein Restaurant. Die Eröffnung ist geplant für Mitte 2021. Das Hotel hat besonders überzeugt mit seinem inklusiven und kreativen Ansatz, der sich hervorragend ins futuristische Gesamtkonzept der Bunkeraufstockung einfügt.

Hochbunker St. Pauli © Matzen Immobilien GmbH

1942 wurde der Hochbunker in nur 300 Tagen gebaut, auch mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern, sollte er an der Feldstraße als einer von zwei sogenannten Flaktürmen zunächst vor allem der Flugabwehr dienen. Zudem war er Propagandamittel des NS-Regimes. Während des Zweiten Weltkrieges fanden Zehntausende Hamburger Schutz vor alliierten Luftangriffen. Mittlerweile ist der Bunker St. Pauli seit langem Sitz von Unternehmen aus Medien, Kultur und Kreativwirtschaft. Sie werden hier auch nach der Aufstockung unverändert ihre Heimat haben.

GMP baut Kongresshotel in der HafenCity

Für das unmittelbar an der U- und S-Bahnstation Elbbrücken gelegene Projekt (Baufeld 119) haben die HafenCity Hamburg GmbH, die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie die ECE soeben den Gewinner des ausgelobten Architekturwettbewerbs und den Hotelbetreiber vorgestellt: Der Siegerentwurf für die Architektur des  kommt vom Architekturbüro gmp Architekten von Gerkan, Marg und Partner, die sich im Wettbewerb gegen sechs weitere Büros durchgesetzt haben. Er entwickelt nach außen hin eine repräsentative, ortstypische Fassade und stellt im Inneren den Kongresssaal als zentrales Element in den Mittelpunkt. Die Hotels werden unter zwei verschiedenen Marken der Hotelgesellschaft Marriott International geführt und von der Odyssey Hotel Group betrieben werden.

Kongresshotel

Kongresshotel HafenCity © moka studio GbR

Der Entwurf von gmp sieht einen acht- und neunstöckigen Sockelbau und einen dreieckförmigen, rund 63 Meter hohen Turm mit 19 Geschossen vor, deren Ziegelfassade sich an der Tradition der Hamburger Backsteinarchitektur orientiert und durch große Fensterelemente und verschiedene Farbnuancen der Ziegel optisch gegliedert wird. Seinen besonderen Charakter erhält der Neubau durch seine geschwungene Gebäudeform, die sich von der vorhandenen Architektur im Baakenhafen absetzt.

GMP baut Kongresshotel in der HafenCity

Herzstück des Gebäudekomplexes ist der große Kongresssaal, der Veranstaltungen mit ca. 1.100 Gästen ermöglicht. Der Saal ist rechteckig gestaltet und in sich teilbar, um zum Beispeil verschiedene Raumgrößen von 200 bis 350 Sitzplätzen zu ermöglichen. Hinzu kommen weitere individuell nutzbare Tagungsräume in unterschiedlichen Größen, die ausreichend Fläche z.B. für Ausstellungen und Empfänge im Rahmen großer Kongresse bieten. Insgesamt umfasst der Kongressbereich eine Fläche von rund 4.500 m². Er schließt damit eine wesentliche Angebotslücke auf dem Hamburger Kongressmarkt – einer der wesentlichen Ausgangspunkte für die Idee zur Entwicklung des Kongresshotels.

Das Upscale-Hotelkonzept der Marke „AC Hotels by Mariott“ wird über 510 Zimmer auf rund 24.000 m² verfügen, das Extended-Stay-Konzept „Residence Inn by Marriott“ weitere 145 Zimmer auf rund 7.000 m² und neben den Kongressgästen auch internationale Geschäftsreisende und Touristen anziehen. Betreiber und Franchisepartner der Marriott Gruppe für das Kongresshotel wird die Odyssey Hotel Group sein, die bereits eine Vielzahl von Businesshotels in Deutschland und Europa, zum Teil mit Kongressangebot, betreibt und seit vielen Jahren eng als Partner mit Marriott zusammenarbeitet.

Kongresshotel

Kongresshotel HafenCity © moka studio GbR

Eines Highlights des Kongresshotels wird die Sky-Bar im 18. Stock des Hotelturms sein, die Ausblicke über den Hafen und die Stadt ermöglicht. Abgerundet wird der Gebäudekomplex durch Büroflächen auf rund 5.000 m². Das gesamte Gebäudeensemble verfügt über eine oberirdische Bruttogeschossfläche von rund 41.000 m².

Sowohl für Kongressteilnehmer als auch für Geschäftsreisende, Touristen und Büronutzer wird das Quartier an den Elbbrücken eine gute Anbindung bieten. Die bereits eröffnete U-Bahn-Haltestelle und die im Dezember in Betrieb gehende  S-Bahn-Haltestelle „Elbbrücken“ befinden sich in unmittelbarer Nähe des Kongresshotels. Die Zufahrt zur Autobahn A 1 ist nur wenige Minuten entfernt. Mit der neuen Vattenfall-Zentrale und dem Elbtower sind zudem weitere Entwicklungen im unmittelbaren Umfeld bereits in Bau oder Planung.

Entwickelt, geplant und realisiert wird das Projekt von der ECE aus Hamburg. Die Planungen sehen – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen – einen Baubeginn im dritten Quartal 2020 und die Fertigstellung Ende 2023 vor. Aufgrund der Größe, Komplexität und der Lage des Projekts sind auch die Planungen besonders aufwendig. Unter anderem muss aufgrund der Nähe zur U-Bahnlinie U4 eine spezielle Baugrube mit bis zu 50 Meter tiefen Schlitzwänden erstellt werden, um mögliche Setzungen auf ein Minimum zu reduzieren und den Bahnverkehr nicht zu beeinträchtigen.

Kongresshotel

Grundriss Kongresshotel HafenCity © gmp Architekten

Bei der Planung und dem Bau des Kongresshotels arbeiten die Projektpartner ECE und gmp sowie ZWP, Züblin und die Lindner AG erstmals in Deutschland in einem so genannten Mehrparteienmodell („Lean IPD“ (Integrated Project Delivery)) zusammen. Dieses Verfahren bündelt alle am Projekt beteiligten Mitarbeiter, Unternehmen und Abläufe in einem gemeinsamen Prozess, in dem Risiko und Ertrag des Bauvorhabens geteilt werden und der Erfolg aller Beteiligten vom gemeinsamen Projekterfolg abhängt. Ziel des Verfahrens ist es, die Abläufe in einem komplexen Projekt wie dem Kongresshotel zu optimieren und die Baukosten und -zeiten effizient und für alle Beteiligten berechenbar zu gestalten.

Kongresshotel

Fassadendetail Kongresshotel HafenCity © gmp Architekten

 

Die Kulturtipps von voellmarpahl: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Katja Pahl Partner im Büro voellmarpahl

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Katja Pahl / voellmarpahl

Porträt Prof. Katja Pahl

Für die leichte Muse: Das Puppenmuseum im Landhaus Michaelsen von Karl Schneider am Falkensteiner Ufer.
weildort in einem wunderbaren Haus mit Ausblick an einem spektakulären Ort eine private Sammlung historischer Puppen gezeigt wird, die einiges über das Wohnen vergangener Zeiten verrät.

Für Experimentierfreudige: Die Dieter Roth Foundation in der Abteistraße.
weildort in einem klassischen Eppendorfer Stadthaus eine sehr spezielle private Sammlung von Werken von Dieter Roth zu sehen ist.

Die Kulturtipps von voellmarpahl

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Eine Tour im Ruderboot auf den Fleeten und Kanälen rund um die Alster
weilman Hamburg so buchstäblich von ganz anderen Seiten sieht.

Sprinkenhof © Katja Pahl

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Das Kontorhaus Sprinkenhof von den Gebrüdern Gerson und Höger
weiles dort unendlich viele spezielle Details zu entdecken gibt.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Unser Lieben Frauen in Bremen
weil: wir dort in einem sehr normalen städtischen Kontext einen ganz besonderen Ort für die Gemeinde Unser Lieben Frauen schaffen durften.

Unser Lieben Frauen, Bremen © Stefan Müller, Berlin

Biografie

seit 2012 Mitglied im Vorstand des BDA Bremen
seit 2009 Studiengangsleitung an der School of Architecture der Hochschule Bremen
seit 2008 Professorin an der School of Architecture der Hochschule Bremen
1998-2008 wiss. Mitarbeiterin / Oberassistentin am Lehrstuhl Raumgestaltung, TU Dresden
2004 Gastprofessur Kent State University, USA
1998-1999 Bothe Richter Teherani Architekten, Hamburg
1997-1998 André Poitiers Architekten, Hamburg
1991-1997 Studium der Architektur in Braunschweig

www.instagram.com/voellmarpahl

Behnisch Architekten baut Vattenfall-Zentrale

Der Gebäudeentwickler EDGE, der Energieversorger Vattenfall, die HafenCity Hamburg GmbH sowie die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen der Freien und Hansestadt Hamburg haben den Architekturentwurf für die künftige Vattenfall-Zentrale der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Siegerentwurf von Behnisch Architekten wurde in einem Workshopverfahren ermittelt und überzeugt durch seine überraschende architektonische Konzeption

Dabei wird das Gebäude von Innen nach Außen entwickelt und harmonisch mit seiner Umgebung verbunden. EDGE ElbSide Hamburg entsteht auf der Südseite des Amerigo-Vespucci-Platzes, dem zentralen Ort des Elbbrückenquartiers in der östlichen HafenCity. Das Gebäude sowohl erneuerbare Energiequellen nutzen als auch eine E-Mobilitäts­infrastruktur bieten. Im Gebäude kommt eine Vielzahl effizienter digitaler Lösungen zum Einsatz, die den ökologischen Fußabdruck minimiert und das Wohlbefinden seiner Nutzer maximiert. Die Fertigstellung ist zum Jahresanfang 2023 vorgesehen.

Behnisch Architekten baut Vattenfall-Zentrale

Der ausgelobte Architekturwettbewerb für EDGE ElbSide fand in einem achttägigen, eingeladenen (geschlossenen) Workshopverfahren mit vier renommierten Architekturbüros statt. Dabei arbeiteten die vier Teams vor Ort zeitgleich ihre Entwürfe aus. Begleitet wurde dies von Feedback- und Beratungsrunden, in denen Vertreter des Auftraggebers, der Stadt und des künftigen Mieters ihre Perspektiven einbrachten. In der abschließenden Präsentationssitzung kürte die achtköpfige Jury das Büro Behnisch Architekten aus Stuttgart zum Sieger. Deren Entwurf beindruckte die Jury insbesondere durch seine organischen Grundrisse, die moderne Arbeitswelten besonders gut abbilden und mit innenliegenden Treppen und Atrien viel Transparenz sowie angenehme Arbeitsatmosphären schaffen – ohne eine klassische Innenhofe-Typologie zu entwickeln. Den zweiten Platz im Wettbewerb belegte blauraum Architekten (Hamburg). Des Weiteren beteiligten sich Eller und Eller (Düsseldorf) und gmp Architekten von Gerkan, Mark und Partner (Hamburg) an dem Wettbewerb.

EDGE ElbSide © EDGE, Behnisch-Architekten

Das 21,4 Hektar große Quartier Elbbrücken wird neben dem Überseequartier das zweite urbane Zentrum der HafenCity. Spektakuläre Hochhäuser, Wasserflächen zu drei Seiten und ein großer, spätestens 2021 eröffnender, zentraler Platz kennzeichnen den hochverdichteten citynahen Geschäfts- und Wohnstandort für ca. 11.000 Arbeitsplätze und rund 1.400 Wohnungen. Der städtebauliche Entwurf des Quartiers stammt von Hosoya Schaefer Architects, die Freiräume wurden vom Atelier Loidl gestaltet. Die Inbetriebnahme der U-Bahnhaltestelle an den Elbbrücken erfolgte im Dezember 2018. Im Dezember 2019 wird auch die neue S-Bahnstation (S3, S31) in Betrieb genommen.

EDGE ElbSide © EDGE, Behnisch-Architekten

Neue Impulse und Visionen für Hamburgs Magistralen

Mit neuen Impulsen und Visionen für Hamburgs Magistralen endet das Internationale Bauforum 2019. Über 200 Experten und rund 8.000 Besucherinnen und Besuchern nahmen beim öffentlichen Rahmenprogramm teil. So war dieses Bauforum die größte Planungswerkstatt in der Geschichte der Stadt.

Hamburgs Magistralen

Bauforum © BSW, Bild Michael Zapf

Das freie Entwurfsformat für die Planerinnen und Planer und die ergänzenden Vorträge von nationalen und internationalen Experten haben neue Impulse für die Stadtentwicklung an den großen Ausfallstraßen und den anliegenden Quartieren der nächsten Jahrzehnte gesetzt.

Neue Impulse und Visionen für Hamburgs Magistralen

Nach sechs Tagen intensiver Arbeit fand am Samstag, den 24. August, das große Finale des Internationalen Bauforum 2019 Hamburgs Magistralen statt – eine Präsentation visionärer Entwürfe für die Stadträume entlang der großen Ausfallstraßen, die von Planungsteams aus ganz Europa erarbeitet wurden.

Bauforum © BSW, Bild Michael Zapf

Die 14 interdisziplinären Teams, zusammengesetzt aus 55 Büros aus den Bereichen Architektur, Stadt, Landschafts- und Verkehrsplanung, bildeten den Kern des Bauforums. In einer offenen und kreativen Werkstattatmosphäre entwickelten die Expertinnen und Experten konkrete Entwürfe und programma-tische Impulse für die Stadtentwicklung an den großen Ausfallstraßen und den anliegenden Quartieren.

Impulse wurden auch im begleitenden Rahmenprogramm gesetzt – durch Vorträge von internationalen Fachleuten wie dem US-Amerikaner Jeff Speck und der Italienerin Paola Viganò sowie Wissenschaftlern und Praktikern aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und den USA.

Insgesamt wurden 14 Konzepte für sieben Magistralen erarbeitet: Je zwei Teams haben pro Magistrale in intensiver Tag- und Nachtarbeit Drehbücher für diese 8 bis 20 km langen Räume entwickelt.

Hamburgs Magistralen

Bauforum © BSW, Bild Michael Zapf

In abwechslungsreichen Präsentationen wurden mit Plänen, Fotos, riesigen Modellen, mit Musik und kleinen Performances gezeigt, dass in den Entwürfen auch viele strukturelle Themen der Hamburger Stadtentwicklung mit Blick auf die nächsten 30 Jahre enthalten sind.

Internationales Bauforum 2019 | Magistralen

Die Ergebnisse sind so vielschichtig wie die Magistralen selber – vom ‚Kartoffelplan‘, der die Nachbar-schaften entlang der Magistralen definiert, bis zur Parade der großen ‚Elefanten‘ (die Solitärbauten der 60er und 70er Jahre in der City Nord), die einen neuen Eingang zum Stadtpark definieren.

Hamburgs Magistralen

Bauforum © BSW, Bild Michael Zapf

Auf der Suche nach dem Ring 2 ist die Idee zu einem urbanen ‚Milky Way‘ entstanden, der die Hierarchien des Straßennetzes in Frage stellt und eine Neuaufteilung des Raumes anbietet. Dass die an die Magistralen angrenzenden Quartiere und Landschaften auch Ideen- und Namensgeber werden können und so aus der B5 nach Bergedorf eine ‚Park Lane‘ erwachsen kann, hat zu vielfältigen und ortsspezifischen Ansätzen geführt. Harburg „greift“ in einem der Entwürfe über die Magistrale der B73 hinweg mit einer neuen Vernetzung über die Seehäfen wieder an die Elbe; Pendlern könnte der Umstieg auf öffentliche Verkehrs-mittel in sogenannten Mobility Hubs erleichtert werden.

Durch die Entwürfe ergeben sich neue innerstädtische Räume, um zu wohnen, zu arbeiten, für die Infrastruktur und Grün – für wirklich urbane Quartiere in all ihrer Heterogenität. Doch so ähnlich sich auch manche Themen und Fragen der künftigen Entwicklung der Magistralenräume sind, vor Ort ist jeweils eine zum Charakter passende Lösung zu finden. Auch dazu gaben die Teams zahlreiche Hinweise: So könnte Bergedorf zur ‚Berge-City‘ werden oder es in Billstedt künftig einen ‚Billstedter Balkon‘ geben.

Die neuen Impulse aus dem Bauforum werden nun aufbereitet und in einer Publikation veröffentlicht. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen entscheidet gemeinsam mit den beteiligten Behörden und Bezirken, welche Ideen zeitnah umgesetzt werden können.

Hamburgs Magistralen

Bauforum © BSW, Bild Michael Zapf

Bauforum © BSW, Bild Michael Zapf

Ottensen macht Platz

„Ottensen macht Platz“. Am Sonntag hat der sechsmonatige Modellversuch begonnen. Für sechs Monate gelten neue Verkehrsregeln auf zwei zentralen Straßen und einigen angrenzenden Straßen des Viertels. Mehrere Straßenabschnitte sind bis Ende Februar 2020 weitgehend autofrei.
Wir berichteten schon im März darüber.

Gelbe Holzkonstruktionen an den Straßenrändern bieten Platz zum Sitzen und Verweilen. Anwohner können und sollen den autofreien Raum in den kommenden sechs Monaten mit eigenen Ideen und Initiativen füllen.

Ottenser Hauptstraße © a-tour

Dem Modellversuch hatten in der Bezirksversammlung Altona alle Fraktionen mit Ausnahme der AfD zugestimmt. Autos müssen weitgehend draußen bleiben, der Lieferverkehr wird auf die Zeit zwischen 23 und 11 Uhr begrenzt. Die schmalen Kopfsteinpflasterstraßen sollen so vom vornehmlich automobilen zum wirklich öffentlichen Raum werden.

Ottensen macht Platz

Fast immer formiert sich dagegen Widerstand: Gewerbetreibende sorgen sich um die Erreichbarkeit ihrer Geschäfte, Anwohner um die Nachtruhe wegen lärmender Straßenpartys, Pendler um die gern genutzte Abkürzung. Fast immer ist es dann aber so: Die Bedenken lösen sich in Luft auf, in den Geschäften steigt der Umsatz, die Menschen nutzen die neuen Freiräume.

Das Institut für Verkehrsplanung und Logistik der TU Hamburg begleitet den Modellversuch mit Verkehrszählungen, Raumbeobachtungen und Befragungen von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Passanten. Das soll Erkenntnisse liefern, wie sich die autofreie Zone auf die Zufriedenheit der Menschen im Quartier auswirkt.

Ottensen macht Platz © a-tour

Ende Februar kommenden Jahres soll die Bezirksversammlung Altona auf Grundlage der Evaluation entscheiden, wie es mit dem Projekt weitergeht. Bis dahin sind alle willkommen den Modellversuch zu testen und sich ein eigens Bild zu machen, wie Stadtbereiche ohne Autos funktionieren. Wir waren gestern Abend vor Ort und haben ein paar Eindrücke gesammelt.

Die Kulturtipps von kbnk: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Hille Krause Partner im Büro kbnk Architekten

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Hille Krause / kbnk Architekten.

Die Kulturtipps von kbnk

Porträt Hille Krause © Markus Abele, Hamburg

Für die leichte Muse: im Sommer abends ein paar Runden im Naturbad Stadtparksee ziehen, danach Kartoffelspalten und Weizenbier im Sierichs und den Sonnenuntergang genießen
weil: es sich anfühlt wie ein Kurzurlaub

Für Experimentierfreudige: vier wundervolle Konzertabende im Kleinen Saal der Elphi im Abo „Klassik der Welt“, Kunstmusik aus aller Herren Länder
weil: ungewohnte Klänge immer wieder zeigen wie herrlich „bunt“ die Welt ist

Die Kulturtipps von kbnk

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: ein Mittagessen in der „Klappe“ in Ottensen
weil: Lars mit seiner Crew das beste „Garagenfutter“ zaubert

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: das Hinterhofgebäude Große Rainstraße 39A
weil: ich immer noch, seit über 20 Jahren, in diesem denkmalgeschützten, atmosphärisch tollen Gebäude super gerne arbeite

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Fleet 3 (Konversion der Behrens-Werft in Finkenwerder)
weil: Tradition + Unternehmergeist + Mut eine radikale Neuordnung des Werftgebäudes ermöglichten

Die Kulturtipps von kbnk

Fleet 3 © Marcus Bredt, Berlin

Biografie

Hille Krause, Dipl. Ing. Arch. BDA
seit 2017 – Gremiumsmitglied „Qualitätsoffensive Wohnungsbau“ (BDA)
seit 2017 – Berufung zur Qualitätssichernden für Backsteinfassaden bei der IFB
seit 2014 – zahlreiche Jurytätigkeiten
2011 – 2018 Vorstand des BDA Hamburg
2007 – KBNK ARCHITEKTEN GMBH
1996 – KBNK Architekten Gbr mit J. Kähne, F. Birwe, F.-J. Nähring
1992 bis 1995 – Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Hamburg
1986 bis 1992 – Architekturstudium an der FH Münster
1984 bis 1986 – Sportstudium an der Universität Düsseldorf
1963 – geboren in Ibbenbüren / WestfalenAus einem historischen Ottensener Hinterhof heraus planen und bauen kbnk eine Vielzahl unterschiedlicher Gebäude von ästhetischer Klarheit und eigenständiger Identität. Konsequent verbinden sie Kontext, Funktion, Ökonomie und Technik zu einer hochwertigen und verständlichen Architektur, die glückliche Nutzer und Bauherren hinterlässt.

Binnenalster-Studie

Soeben wurde die Binnenalster-Studie der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) hat anlässlich eines Bürgerschaftlichen Ersuchens Ende 2018 eine Studie zur Nutzung der Uferbereiche rund um die Binnenalster in Auftrag gegeben. Die bisherigen Ergebnisse wurden in den Räumen der Patriotischen Gesellschaft öffentlich vorgestellt, erläutert und diskutiert.

Binnenalster-Studie

Luftbild Binnenalster © BSW Hamburg, Fotograf Friedel

Wenige Orte prägen das Stadtbild Hamburgs ähnlich nachhaltig wie die Binnenalster mit ihren charakteristischen Alleen und Baumreihen, der gründerzeitlichen Bebauung rund um die Wasserflächen, der Lombardsbrücke mit angrenzendem Park, der „Kleinen Alster“ und dem Jungfernstieg mit den Alsterschiffen. Dieser Bereich übt bis heute eine unverändert starke Anziehungskraft auf Hamburgerinnen und Hamburger und Gäste unserer Stadt aus.

Binnenalster-Studie wurde vorgestellt

Der zentrale Stadtraum Hamburgs bildet mit dem klar umrissenen Becken der Binnenalster, den definierten Uferkanten, den eleganten Straßenzügen und den umgebenden hochwertig gestalteten Bauten ein einzigartiges Ganzes, was Hamburg im Verein der europäischen Großstädte seinen unverwechselbaren hanseatischen Ausdruck verleiht. Oberbaudirektor Franz-Josef Höing sagte „Behutsamkeit – das scheint mir das richtige Vorgehen zu sein, wenn man über eine Weiterentwicklung nachdenkt.“

Binnenalster-Studie

Ballindamm © WES GmbH MoKa

Nach der Neugestaltung des Jungfernstiegs und den aktuell geplanten Veränderungen am Ballindamm setzt nun ein Nachdenken darüber ein, wie dieser Ort sich weiterentwickeln kann. Wie können die Uferbereiche der Binnenalster von den Hamburgerinnen und Hamburgern sowie den Gästen der Stadt genutzt werden, und wie kann dennoch der seit über 100 Jahren bestehende besondere Charakter des Ensembles bewahrt bleiben? Welche Nutzungen können den Raum beleben und sind auch mit den Vorgaben des Denkmalschutzes vereinbar? Welche gastronomischen Angebote verträgt dieser Raum? Welche Ideen haben wir für Veränderungen, was muss Bestand haben?

Binnenalster-Studie

Neuer Jungfernstieg © WES GmbH MoKa

Die Kulturtipps von LA’KET: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von David Lagemann Partner im Büro LA’KET ARCHITEKTEN.

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch  David Lagemann / LA`KET Architeken.

Für die leichte Muse: Das Restaurant: Der Erdbeer fressende Drache
weil: Der Genuss niemals zu kurz kommen darf! Torsten Gillert hat nach dem Artisan wieder ein richtig gutes Restaurant eröffnet, dass er mit viel Leidenschaft und Akribie führt

Für Experimentierfreudige: St. Paulis Eckkneipen
weil: Wie in dem Buch der goldene Handschuh beschrieben, gibt es abseits von Glanz und Gloria immer noch einige Orte, die ein fast vergessenes Bild von Hamburg aufleben lassen. Das Bild ist ab 3.00 Uhr in der Nacht sicherlich nicht in jeder Hinsicht schön, aber als Experiment bereichernd.

Palma, LA’KET @ Ralf Buscher

Die Kulturtipps von LA’KET

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Ein Spaziergang durch den Jenischpark mit Besichtigung des Ernst Barlach Hauses
weil:
Der Park direkt an der Elbe liegt und abseits des Trubels Erholung bietet.
Außerdem beherbergt der Park mit dem Barlach Haus ein Museumsbau von Werner Kallmorgen, der eine großartige Sammlung der Werke Ernst Barlachs enthält.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Das Christianeum von Arne Jacobsen
weil: Wir in Hamburg neben dem Backsteinexpressionismus einige herausragenden Gebäude der Moderne haben. Das Christianeum war mit seinem strukturellen Trag- und Raumkonzept wegweisend und ist heute wieder aktueller denn je.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Palma
weil: Das Gebäude aus meiner Sicht als moderne Interpretation der klassizistischen Architektur eine Bereicherung für die Straße ist. Außerdem beweist es, dass die Bewohner keine opulente Eingangsgeste benötigen, um in ihr Haus zu gelangen!

Biografie

LA`KET Architekten wurden 2009 von David Lagemann und Tim Kettler  gegründet. Das Büro hat Spaß an der Entwicklung von Außergewöhnlichen Lösungen. Wir bearbeiten fast alles, was uns vor die Füße fällt und decken bei Bedarf das gesamte Spektrum der HOAI ab.

LA’KET @ Maren Janning

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