Architekturreisen 2021 – ein kleines Quiz

Die Vorplanungen für unsere Architekturreisen 2021 sind in vollem Gange. Für alle, die schon neugierig sind, haben wir uns eine Überraschung einfallen lassen. Ein kleines Quiz!

Architekturreisen 2021 - ein kleines Quiz

Reisequiz a-tour travel © a-tour

Architekturreisen 2021 – ein kleines Quiz

Ein Kreuzworträtsel schärft die Sinne und das Ergebnis gibt schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was wir gerade planen. Für diegenigen, die uns das richtige Lösungblatt bis zum 20.12.2019 mailen (Foto des ausgefüllten Kreuzworträtsels) gibt es einen Reisegutschein über 50-.€ (maximal ein Gutschein pro Person).

Hier geht es zum Kreuzworträtsel.

Im Januar werden wir Sie über die genauen Destinationen informieren, die wir 2021 ansteuern wollen und das Vorprogramm mit einigen ersten Reiseinformationen fertig haben.

Die Reisetermine für 2020 hingegen stehen schon fest und einige der Architekturreisen sind bereits ausgebucht. Begleiten Sie uns 2020 nach London, Singapur und Kuala Lumpur, nach Mexiko Stadt und Yucatán oder auf die EXPO 2020 nach Dubai und Abu Dhabi. Wir freuen uns auch immer über weitere Vorschläge für Destinationen, die Sie in Zukunft gerne bereisen möchten.

Hier die Reisedaten im Einzelnen:

London vom 30. April – 03. Mai 2020 (ausgebucht)
London vom 25. – 28. Juni 2020
Moskau vom 17.- 22. Juli 2020 (ausgebucht)
Singapur und Kuala Lumpur vom 02. -11. Oktober 2020
Mexiko Stadt und Yucatán vom 27. Oktober – 08. November 2020
EXPO 2020, Dubai und Abu Dhabi vom 8. bis 13. Dezember 2020

Wie Sie wissen, bieten wir schon seit einigen Jahren neben unseren Architekturführungen in Hamburg diese Architektur- und Fachreisen in alle Welt an. Aus dem Hobby ist inzwischen eine Passion geworden. Daher haben wir, Antje Seele und Torsten Stern, den Reiseveranstalter a-tour travel gegründet, um unsere Angebote noch professioneller aufzustellen.

Unsere Reisen sind für Profis und Liebhaber, für Fachleute und Kulturinteressierte gleichermaßen konzipiert. Im Rahmen unseres Netzwerkes guiding-architects garantieren wir Ihnen Besichtigungsprogramme auf hohem Niveau. Und für neue Reiseziele, die von den guiding-architects nicht abgedeckt werden finden wir neue Partner und bereiten diese mit unserer hohen Fachkompetenz vor.

Architekturreisen 2021 - ein kleines Quiz

Antje Seele, Torsten Stern a-tour travel © a-tour

Lassen Sie sich von einem Architekten erläutern, was sich hinter den Fassaden verbirgt. Sie bekommen Führungen mit exklusiven Zugang zu Orten und Gebäuden, die Ihre Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Wir freuen uns schon auf gemeinsame Reisen im nächsten Jahr.

Hamburg Innovation Port von MVRDV

Der erste von vier Bauabschnitten des Hamburg Innovation Port von MVRDV wurde fertig gestellt.

Die Idee für den sogenannten HIP (Hamburg Innovation Port) ist es die Wissenschaft und Wirtschaft unter ein Dach zu bringen. Die erste Bauabschnitt mit einer Gesamtfläche von ca. 6.000 m² wurde an die neuen Mieter, die Technische Universität Hamburg (TUHH) sowie innovative Wirtschaftsunternehmen übergeben. Das auf Nachhaltigkeit und Effizienz ausgerichtete Gebäude von den bekannten nierderländischen Architekten MVRDV bietet neben Büro- und Laborflächen auch eine großzügige Spielebene mit Dachgarten zum Netzwerken, Arbeiten, Erholung und für Events.

Hamburg Innovation Port von MVRDV

Hamburg Innovation Port MVRDV © Allard van der Hoek

HIP ist ein vom Hamburger Bauunternehmen und Projektentwickler HC HAGEMANN privat initiierter Technologie- und Innovationsstandort im Channel Hamburg. Neben der Erweiterung der Technischen Universität Hamburg (TUHH) entstehen hier auf insgesamt 70.000 m² Flächen für technologieorientierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Startups sowie Labore, Events und Coworking-Spaces. Eine Vernetzung zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und die Etablierung einer Gründer- und Start-up-Szene soll gezielt vorangetrieben und größtmögliche Synergien ermöglichen.

Hamburg Innovation Port von MVRDV

Der „HIP One“ hebt sich nicht nur durch seine besondere Architektur und einer Keramikfassade aus dem Umfeld ab, sondern ist überdies ein Gebäude, das unter höchsten Ansprüchen an Nachhaltigkeit und Effizienz entwickelt und gebaut wurde. Auf konventionelle Lösungen, wie das Verwenden fossiler Brennstoffe, wurde dabei gänzlich verzichtet. Photovoltaik und Luft-Wärmepumpen liefern die benötigte Energie und Wärme. Zudem ist das Gebäude vollklimatisiert. Die Flächen verfügen über modernste Heiz- Kühl- Deckensegel, mit denen das Raumklima individuell gesteuert und beispielsweise im Sommer um bis zu sieben Grad im Verhältnis zur Außentemperatur reduziert werden kann.

Seit dem 1. Oktober hat die TUHH, gemäß dem verabschiedeten Wachstumskonzept, ihre ersten Flächen inklusive Labor im „HIP One“ übernommen. Auf den 4000 m² von geplanten 15.000 m² wird unter anderem in den hoch relevanten Bereichen der Umwelttechnik, Energiewirtschaft, Informatik und Themen der Künstlichen Intelligenz geforscht und gelehrt. Zudem hat das Start-up 3D.aero GmbH ihre Flächen bezogen. Dies erforscht, entwickelt und vertreibt innovative Roboter und Automatisierungslösungen für die Luftfahrtindustrie. In der 3. Etage befindet sich eine großzügige Spiel- und Eventfläche, die eigens für die Mieter, aber auch für Externe eingerichtet wurde. Spiel- und Sportgeräte, bequeme Lounge-Möbel, Community-Tables sowie eine Kaffee-Getränkebar sollen für Austausch und Entspannung sorgen und kreativen Raum für innovative Ideen liefern. Mit einem außergewöhnlichen Blick über das Hafengelände bietet der direkt angrenzende Dachgarten zusätzlich Platz für Gespräche und Aufenthalte im Freien. Die Spielfläche kann für Vorträge, Sitzungen und Firmenevents angemietet werden. Sie bietet aber auch Platz für Coworking und Zusammenkünfte aller Art außerhalb des Büros.

Der zweite Bauabschnitt „HIP Two“ ist in der Planung und es entstehen weitere 20.000 m². Erste Flächen sollen hier ab 2021 bezugsfertig sein.

Hamburg Innovation Port von MVRDV

Hamburg Innovation Port MVRDV © Allard van der Hoek

Die Kulturtipps von Thüs Farnschläder: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Thüs Farnschläder:

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Axel Farnschläder

Die Kulturtipps von Thüs Farnschläder

Porträt Axel Farnschläder © Thüs Farnschläder

Für die leichte Muse: elektronische beats im Wagenbau, im Pal, im Moloch…
weil: Herzschlag und Rhythmus sich verbinden können und die Seele sich dabei mit positiver Energie füllt.

Für Experimentierfreudige: Probetraining im Gorilla Gym in der Rindermarkthalle
weil: die wunderbare Inhaberin Ayten Gülec und Ihr Team sowohl Sport, Kampfkunst und Kultur perfekt verbinden und vermitteln.

Die Kulturtipps von Thüs Farnschläder

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: eine Ausstellungen bei: heliumcowboy, Feinkunst Krüger, Affenfaust Galerie
weilsich an diesen Orten das Blickfeld hinsichtlich kreativer Möglichkeiten erweitern und schärfen lässt.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Bruder- Klaus- Feldkapelle von Peter Zumthor bei Wachendorf
weiles ein sehr schönes Beispiel dafür ist, wie Architektur in Verbindung mit dem Ort, für den Menschen spürbar und erlebbar wird.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: TALSCHMUCK. Der Neubau einer Wohnanlage mit teilweise öffentlich geförderten Mietwohnungen und die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses in Hamburg St. Pauli.
weil: es eine komplexe Planungs- und Bauaufgabe war, die bestehende Stadtstruktur aus gründerzeitlicher und teilweiser denkmalgeschützter Bebauung durch neue moderne Gebäude zu verbinden und auch zu ergänzen.

Die Kulturtipps von Thüs Farnschläder

Talschmuck © Andrea Flak, Bildrechte TFA

Biografie

1987 – Gründung des Büros Architekten Giffey + Thüs
2000 – Büronachfolge Thüs Farnschläder Architekten

Das Architekturbüro entwickelt sich seit seiner Gründungsphase bis heute aus den Arbeitsgebieten Stadtsanierung, öffentliche Bauten und Wohnungsbau stetig zu einem Büro mit einem breit gefächertem Leistungsspektrum. Durch die Erfahrungen aus über 3 Jahrzehnten in sämtlichen Planungsphasen können wir von der ersten Skizze bis zum fertigen Gebäude eine hohe Designqualität garantieren.

Partner:

Axel Farnschläder wurde 1969 in Bonn geboren. Er absolvierte sein Architekturstudium an der FH Lübeck und der University of Westminster London. Seit 1997 ist Axel Farnschläder selbstständig. Im Jahr 2000 gründet er das Büro Thüs Farnschläder Architekten als Nachfolgebüro von Architekten Giffey + Thüs. Axel Farnschläder ist Beisitzer im Vorstand des BDA Hamburg.

Norman Fischer wurde 1984 in Rostock geboren und absolvierte sein Architekturstudium an der Fachhochschule in Erfurt. Während dieser Zeit arbeitete er in diversen Büros in Erfurt und Hamburg, u.a. bei Störmer Murphy and Partners Architekten. Nach Abschluss seines Studiums mit Diplom im Jahre 2008 arbeitete er zunächst in Schwerin und ist seit 2012 im Büro Thüs Farnschläder Architekten tätig. Seit Juni 2015 ist Norman Fischer Partner bei Thüs Farnschläder Architekten.

OPUS 84 – hochbaulicher Realisierungswettbewerb entschieden

Am nördlichen Ufer des Baakenhafens, dem größten Hafenbeckens der HafenCity, wird auf circa 27.500 qm Geschossfläche ein gemischter Stadtblock entstehen: OPUS 84 vereint vielfältige Wohnangebote mit Flächen für Co-Working, Musik und Sport sowie mit kulturellen und kulinarischen Angeboten für die Nachbarschaft und über diese hinaus. Auch die Loki-Schmidt-Stiftung wird hier mit ihrer Geschäftsstelle und einer Dauerausstellung einziehen.

OPUS 84 – hochbaulicher Realisierungswettbewerb in der HafenCity entschieden

Die Bauherren PATRIZIA AG und die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG haben in Zusammenarbeit mit der Baugemeinschaft AMIGO* sowie im Einvernehmen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und der HafenCity Hamburg GmbH einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb ausgelobt, zu dem 20 Architekturbüros aus dem In- und Ausland eingeladen waren. Aus diesem sind zwei Hamburger Architekturbüros und ein Architekturbüro aus London als Sieger hervorgegangen.

OPUS 84

OPUS 84 © PATRIZIA / DFZ Architekten

Das bunt gemischte innerstädtische Bauvorhaben mit insgesamt rund 250 Wohnungen passt in das sozial und kulturell überaus vielfältig geprägte Quartier Baakenhafen: Auf dem Baufeld 84a plant die PATRIZIA AG Wohnungen für Familien im Sinne einer „vertikalen Siedlung“ – kompakt, kleinteilig und individuell. Auch findet sich hier im Erd- und Warftgeschoss mit Zugang zur Promenade die mögliche neue Geschäftsstelle der Loki-Schmidt-Stiftung samt Ausstellungsbereich zum Thema Naturschutz in Hamburg sowie für wechselnde Ausstellungen. Entlang der Versmannstraße werden in den Obergeschossen auf ca. 5.300 qm geförderte Wohnungen entstehen. Im Erdgeschoss bieten Co-Working-Flächen den zukünftigen Nutzern ein breites Angebot an unterschiedlichen und flexiblen Raum- und Arbeitssituationen.

OPUS 84

OPUS 84 © PATRIZIA / Fletcher Priest Architekten

Auf dem Baufeld 84b, ebenfalls von der PATRIZIA AG geplant, entstehen entlang der Versmannstraße auf ca. 2.800 qm Wohnungen im Bereich Co-Living, die die richtige Wohnform für junge Starter im frei finanzierten Segment darstellen. Die Besonderheit für dieses Projekt ist die Nähe zum Co-Working-Bereich im Erdgeschoss des Gebäudeblocks. Wohnen und Arbeiten sollen hier eng verknüpft werden. Auf der Nordostseite werden im Obergeschoss auf ca. 2.700 qm weitere geförderte Wohnungen realisiert. In den beiden südlich gelegenen Gebäudeteilen entstehen insgesamt ca. 6.900 qm freifinanzierte Wohnungen. Ein geplantes Musikfachgeschäft sowie eine hochwertige Gastronomie mit Ausrichtung zum Liselotte-von-Rantzau-Platz und eine Gastronomie mit Kulturangebot im Warftgeschoss bieten Raum für kulinarische und kulturelle Genüsse.

OPUS 84

OPUS 84 © Hamburger Wohnen / bof Architekten

Auf dem Baufeld 84c leistet die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG mit der Baugemeinschaft AMIGO* einen Beitrag zu einer vielfältigen Nachbarschaft mit einem aktiven Zusammenleben. Die Baugemeinschaft AMIGO* wird dort im Sinne einer Mehrgenerationengemeinschaft zusammenleben. Der Anspruch eines ausgeprägten Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsgedankens soll sich in einer anpassungsfähigen Architektur äußern.

Mit der „QuarterPipe“ erhält die Baugemeinschaft nicht nur einen Gemeinschaftsraum für ihre gemeinschaftlichen Aktivitäten, sie stellt diesen auch der Nachbarschaft und der Öffentlichkeit zum Skaten sowie für Kulturveranstaltungen zur Verfügung – ein besonderer Beitrag zur (Jugend-)Kultur einer lebendigen und lebenswerten Nachbarschaft und urbanen Lebendigkeit in der östlichen HafenCity.

Welche Architekturentwürfe für die einzelnen Nutzungen am besten passen und sich darüber hinaus gut in das städtische Umfeld des Quartiers einfügen, wurde von der Jury des Architekturwettbewerbs unter Vorsitz des Münchener Architekten Prof. Andreas Hild wie folgt entschieden:

Baufeld 84a | PATRIZIA:
1. Preis: DFZ Architekten, Hamburg

Baufeld 84b | PATRIZIA
1. Preis: Fletcher Priest Architects, London/England

Baufeld 84c | Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG/Baugemeinschaft „AMIGO“
1. Preis: bof architekten, bücking, ostrop und flemming partnerschaft mbb, Hamburg

Die Ausstellung der Architekturentwürfe findet vom 15. November 2019 bis 1. Dezember 2019
im Kesselhaus, Am Sandtorkai 30, 20457 Hamburg statt.

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2019/20

Das Jahrbuch Architektur in Hamburg 2019/20 wurde soeben der Öffentlichkeit vorgestellt. In dem von der Hamburgischen Architektenkammer herausgegebenen Buch betrachten namhafte Architekturkritiker die von einer Jury ausgewählten interessantesten neuen Bauten Hamburgs. Darüber hinaus greift das Jahrbuch wichtige Themen der Hamburger Stadtentwicklung und Stadtplanung auf.

Im neuen Band werden u.a. vorgestellt: U-Bahnhof Elbbrücken (gmp), Umnutzung Frohbotschaftskirche Dulsberg (WRS), Hamburg Heights (Winking Froh u. Kunst + Herbert), erste Bauten am Baakenhafen (Delugan Meissl, sop slapa oberholz pszczulny, KBNK u.a.), Intelligent Quarters Hafencity
(Störmer Murphy and Partners), Stadtraumerneuerung Osterstraße (Kontor Freiraumplanung, SBI, ARGUS, steg), Denkmalgerechte Sanierung Kapellen 1 + 2 in Ohlsdorf (Dohse Architekten), Flüchtlings-Folgeunterkunft Kieler Straße (SKAI Siemer Kramer Architekten), Edeka Neugraben
(coido architects).

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2019/20 erschienen

Im Hamburger Feuilleton wirft die Redaktion einen Rückblick auf fünfzig Jahre Steilshoop und die gefährdeten Bauten der Spät- und Postmoderne in Hamburg. Außerdem widmen sich die Autoren u.a. der aktuellen Gestaltung von Haltestellen der Hamburger S-Bahn, der Frage, ob neue Stadträume vor allem neue Verkehrsräume sein sollten, dem Thema Dichte in historischer und aktueller Perspektive
sowie den neuen Hamburger Kreativorten am Wasser. Im aktuellen Porträt werden dieses Jahr die Architekten Wacker Zeiger, im historischen Porträt die Architekten Ingeborg und Friedrich Spengelin vorgestellt. Ein Fotoessay begleitet den Abriss des City-Hofs.

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2019/20

Jahrbuch Architektur in Hamburg 2019/20 © JUNIUS

Im Jahr des Bauforums zu den Magistralen geht es Jahrbuch Architektur in Hamburg natürlich auch um die Entwicklung des Autoverkehrs: „Die notwendige Reduktion der überdimensionalen Verkehrsflächen war durchweg Konsens, die Urbanisierung und Aufwertung der so gewonnenen Räume ebenfalls“, schreibt Karin Loosen, die Präsidentin der Hamburgischen Architektenkammer.

Es geht im aktuellen Jahrbuch auch um die Vergangenheit. In einem Essay fordert Claas Gefroi die Rettung der Hamburger Postmoderne, der derzeit an verschiedenen Stellen der Abriss droht. Gebäude, die in alten Jahrbüchern einstmals gelobt wurden, sind schon gefallen. Auch dem Cityhof wird eine Träne nachgeweint, die großen Chancen der Hafenlandschaft um Oberhafen, Brandshof, Billekraftwerk ausdrücklich betont.

Die Kulturtipps von Spengler Wiescholek: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Spengler Wiescholek:

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Ingrid Spengler und Manfred Wiescholek

Die Kulturtipps von Spengler Wiescholek

Porträt Spengler Wiescholek © Stephanie Brinkkoetter

Für die leichte Muse: „leicht“ und „schwer“ können weder meine Musen noch ich unterscheiden. Gerne sehen wir – am liebsten freitags – Filme abseits vom Mainstream in Programmkinos wie Abaton und
Zeise
weil: man dort hinterher prima im Abaton-Bistrot ( Moules frites ) oder im Eisenstein, einer
umgenutzten historischen Eisengießerei in den Zeise-Hallen ( Pizza ) essen und diskutieren
kann und das Ambiente einen nicht überfordert. Nett ist auch die Filmhauskneipe um die
Ecke. In allen drei Lokalen kann man im Sommer draußen sitzen. Das Zeise liegt in Ottensen
mit seinem dichten Netz von Kneipen, Restaurants, Cafés und kleinen Läden.

Für Experimentierfreudige: Ob es ein Experiment war, weiß man meist hinterher. „Selbstversuche“ für offene Ohren gibt es in der Reihe „Musik für Kenner“ ( 4 Veranstaltungen pro Jahr ) in der Elfi, die ohnehin zu Recht zum Pflichtprogramm gehört. Es werden zeitgenössische Stücke geboten, auch mal
Uraufführungen, die eigene Hörgewohnheiten in Frage stellen, aber auch den Horizont
grandios erweitern können. An der Abendkasse gibt es manchmal noch Karten für „Spontis“.
Dann: Konzerte im „Resonanzraum“ im Bunker an der Feldstraße, Spielort des Ensemble
Resonanz. Repertoire: Experimentell bis klassisch, ungewöhnlich und überraschend.
weil: es einen doch unterfordert, immer nur das Vertraute zu hören. Neugier auf das Unbekannte
bietet die Chance, neue Klangwelten zu entdecken. Auch in der Architektur wünschte man
sich mehr Mut zum „Ungewohnten“.

Die Kulturtipps von SpenglerWiescholek

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Mal wieder eine Hafenrundfahrt zu machen, am besten mit Erweiterung ins Billebecken oder Richtung Harburg.
weildas ist nun mal Hamburg – typisch, die lebendige Hafenwelt mit ihren alten Speicher- und
Schuppenbauten, den modernen Verladeanlagen, aber auch das von romantischen
Wasserläufen durchzogene Hinterland. Östlich der Elbbrücken liegt die Halbinsel
Entenwerder, wo man vom Café-Ponton mit goldglänzender Metallhülle aus den
Sonnenuntergang genießen kann. Dann die Elbe: Ein wunderbarer Ort mit Blick auf den Fluß
und die dort vorbeiziehenden hochhaushohen Containerschiffe ist der Ponton am
Fähranleger Teufelsbrück. Dort im 1. Stock das feine Restaurant Engel, unten im Getümmel
des Fährverkehrs, der Schlepper und der Lotsen, ein prima Imbiss mit Sitzplatz draußen, in
erster Reihe.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Die Silhouette der Großmarkthalle von Bernhard Hermkes, das Dach des Schuppens des ehemaligen Überseezentrums am Moldauhafen, die neue Silhouette der Stadt von Südosten aus gesehen mit Elbphilharmonie.
weilUnikate wie diese die Stadt besonders machen, sie von anderen unterscheiden

Die Kulturtipps von Spengler Wiescholek

Katharinenschule © Spengler Wiescholek

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Das hybride Gebäude der HafenCityschule mit integrierter Kita, Sporthalle, Wohnhaus und Schulhof auf dem Dach
weil: komplexe Aufgaben mehr Spaß machen

Biografie

Das 1980 gegründete Büro arbeitet im städtebaulichen wie im hochbaulichen Maßstab.
Besonderes Thema ist neben Schul-, Gewerbe- und Wohnungsbau die Auseinandersetzung
mit Konversionsflächen im städtischen Kontext. Die Architekturauffassung ist geprägt von
einem ganzheitlichen Ansatz, der nicht Form, Funktion, Technik und Ökologie als jeweils
autarke Themen behandelt, sondern das eine aus dem anderen entwickelt und zu einem
schlüssigen Ganzen verbindet. Die Ergebnisse sind individuell und ortsbezogen, dennoch
rational.

Architekturreise nach Singapur und Kuala Lumpur

Gerade kommen wir zurück von unserer Architekturreise nach Singapur und Kuala Lumpur, die vom 25. Oktober bis 3. November 2019 stattfand.

Wir erlebten in Singapur eine Stadt, die uns sehr an Europa erinnert. Ein frischer Wind weht durch die Stadt. Lange galt Singapur als ebenso saubere wie biedere Geschäftsstadt. Doch mithilfe atemberaubender Architekturen habe sich die südostasiatische Metropole in den vergangenen Jahren ganz neu erfunden.

Gardens by the Bay

Gardens by the Bay © a-tour

In den letzten Jahren entstand in der 5,6 Millionenstadt eine staatliche geförderte Kunstszene, große Ausstellungen wurden in die Metropole geholt und neue Museen gebaut. Aber besonders beeindruckte uns ihre atemberaubende Architektur. Ob Michael Wilford, Kenzo Tange, Kisho Kurokawa, Ken Yeang, WOHA, Moshe Safdie, Ingenhoven, UN Studio, Toyo Ito, RSP Architects, OMA oder Ole Scheeren. Alle bekannten Architekten haben in der südostasiatische Metropole gebaut. Glitzernde Shopping-Malls, über Wolkenkratzer schwebende Palmengärten und ökologische Kulturbauten verleihen Singapur ein völlig neues, attraktives Erscheinungsbild.

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur

Marina Bay Sands Hotel © a-tour

Architekturreise nach Singapur und Kuala Lumpur

Einen tollen Kontrast zum cleanen Singapur bietet Kuala Lumpur, das von seinen Bewohnern liebevoll KL („Kay El“) genannt wird. Hier öffnet sich das Tor nach Südostasien. Die 2 Millionenstadt zeichnet sich durch eine spannende Verbindung kolonialer Gebäude und hochmoderner Wolkenkratzer aus. Die 1998 in nur sechsjähriger Bauzeit von Cesar Pell errichteten eleganten und zugleich monumentalen Petronas Towers sind die unübersehbaren architektonischen Wahrzeichen von Kuala Lumpur. Wie aus einem Science-Fiction-Film entliehen ragen die beiden Zwillingstürme über 450m in den Himmel. Auch hier sahen wir spannende Architektur von international bekannten Architekten wir Norman Foster oder Jean Nouvel. Erlebten aber auch lokale Projekte von Eleena Jamil Architect und Unit One Design.

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur /

Masjid Negara Moschee © a-tour

Der aussführliche Reisebericht ist in Arbeit und bald hier zu lesen. Lassen Sie sich bis dahin von unseren Bilder begeistern.

Singapore University of Technology and Design

Singapore University of Technology and Design © a-tour

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur /

Supertrees Skywalk © a-tour

Interlace

Interlace © a-tour

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur /

Parkroyal © a-tour

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur /

Masjid Negara Moschee © a-tour

DUO

DUO © a-tour

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur /

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur / Skizze © Claudia Mohr

Architekturreise Singapur und Kuala Lumpur /

Nanyang Universität © a-tour

The Jewel

The Jewel © a-tour

Die nächste Architekturreise nach Singapur und Kual Lumpur ist schon geplant. Sie findet vom vom
2. bis 11. Oktober 2020 statt. Mehr Informationen zur gepanten Reise finden Sie hier.

Impulse für die Stadt der Zukunft

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, hat heute gemeinsam mit Oberbaudirektor Franz-Josef Höing, dem Stadtplaner und früherem Oberbaudirektor, Prof. Jörn Walter, den Fritz-Schumacher-Preis des Hamburger Senats überreicht.

Die Auszeichnung vergibt der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg alle drei Jahre an Architekten und Stadtplaner und erinnert an die überragende Bedeutung des ehemaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher (1869-1947) für Hamburgs Baukultur und Stadtentwicklung.

Impulse für die Stadt der Zukunft
Senat vergibt Fritz-Schumacher-Preis 2019 an den früheren Oberbaudirektor Jörn Walter

Mit der Auszeichnung wird Prof. Jörn Walter für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Stadtplanung und für seine Impulse für die architektonische Gestaltung Hamburgs gewürdigt. Der gebürtige Bremer (*1957) absolvierte ein Studium der Raumplanung in Dortmund und ein Städtebaureferendariat in Düsseldorf. Anschließend leitete er das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal, danach das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden. Von 1999 bis 2017 war er Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg.

Impulse für die Stadt der Zukunft

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt überreicht den Fritz-Schumacher-Preis an Jörn Walter © Ulrich Perrey

Jörn Walter hat städtebauliche Entwicklungen angeregt, die Hamburg weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht und das Gesicht der Stadt verändert haben. In seinen 18 Jahren als Oberbaudirektor hat er große städtebauliche Projekte wie die HafenCity, den „Sprung über die Elbe“ und die Internationale Bauausstellung / Internationale Gartenschau in Wilhelmsburg angestoßen, planerisch geprägt und weitgehend abgeschlossen. Zudem hat er die Mitte Altona, das Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ für den Hamburger Osten sowie die Fortsetzung des „Sprungs über die Elbe“ konzeptionell und politisch auf dem Weg gebracht. Sein Interesse an den zukunftsweisenden Themen ging stets einher mit seiner Freude am Wirken, aber auch mit Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft. All dies macht Professor Jörn Walter zu einer Leitfigur der Stadtentwicklung für die Bundesrepublik.

Neben Professor Jörn Walter wurden James Horkulak, ETH Zürich, und Frederik Springer, TU Berlin, mit Nachwuchspreisen ausgezeichnet und erhalten für ihre beispielhaften, fachübergreifenden Leistungen Reisestipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro.

Neubau des Herz- und Gefäßzentrums am UKE

Grünes Licht für den Neubau des Herz- und Gefäßzentrums am UKE. 388 Betten, neun Operationssäle, neun Herzkatheterlabore und ein Herzbildgebungszentrum:
Mit modernsten Diagnose-, Behandlungs- und Präventionsmethoden entsteht auf dem UKE-Campus ein zukunftsweisender Klinikneubau für eine integrierte Versorgung von kardiovaskulären Erkrankungen. Auch die Anzahl hochwertiger Behandlungsräume wird erhöht: Statt bisher zwei können künftig sechs Säle als sogenannte Hybridlabore genutzt werden, in denen Patientinnen und Patienten mit einer Kombination aus katheterbasiertem Eingriff und endoskopischer Operation behandelt werden.

Eingangshalle Neubau © Entwurf Nickl & Partner Architekten

Damit das UKE auch in Zukunft Krankenversorgung, Forschung und Lehre auf Spitzenniveau und mit internationaler Ausstrahlung für die Metropolregion Hamburg leistet, wird die bauliche Infrastruktur diesen Erfordernissen kontinuierlich angepasst. Auf Basis des von der Stadt beschlossenen Bebauungsplans soll der UKE-Campus weiter strukturiert und die Bebauung verdichtet werden.

Dafür wurde der Zukunftsplan 2050 entwickelt, der mit den Neubauten des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg, der Martini-Klinik und des Campus Forschung II und Hamburg Center for Translational Immunology (HCTI) startet. Die Finanzierung des Neubaus des Herz- und Gefäßzentrums soll, wie die meisten Projekte des Zukunftsplans, über das Mieter-Vermieter-Modell realisiert werden.

Neubau des Herz- und Gefäßzentrums am UKE

Die Bürgerschaft bewilligt den zukunftsweisenden Klinikneubau. 2023 sollen die ersten Patientinnen und Patienten einziehen.

Aussenansicht Neubau © Entwurf Nickl & Partner Architekten

Hochbunker im Herzen St. Pauli

Derzeit wird der beeindruckende Hochbunker im Herzen St. Pauli um fünf pyramidenartige Geschosse erweitert. Visuelles Highlight des landschaftsarchitektonischen Pionierprojekts ist der spektakuläre Dachgarten, der wohl in ganz Deutschland einzigartig ist: mit einem fantastischen Panoramablick über Hamburg, in Sichtachse zur Elbphilharmonie und mit einem bepflanzten „Bergpfad“, der sich außen um den Bunker entlang nach oben schlängelt.

Rendering Hochbunker St. Pauli © Matzen Immobilien GmbH

Zusätzlich zu dieser neuen öffentlichen Naturoase erhält der Bunker zum ersten Mal eine Gedenkstätte für die Opfer des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges. Zudem entstehen Räume für Stadtteilkultur, Ausstellungsflächen sowie eine Halle für Sport- und Kulturveranstaltungen.

Hochbunker im Herzen St. Pauli

Die NH Hotel Group hat gerade die Ausschreibung für den Betrieb eines nhow Hotels auf dem Dach des Bunkers gewonnen. Jetzt ist der Vertrag für das Hotel zwischen der NH Hotel Group, dem Vermieter EHP Erste Hamburger Projektmanagement GmbH sowie dem Bauherrn, der Matzen Immobilien GmbH & Co. KG, unterzeichnet worden. Das neue nhow Hamburg wird 136 Zimmer umfassen, zudem u.a. eine Bar, einen Coffeeshop und ein Restaurant. Die Eröffnung ist geplant für Mitte 2021. Das Hotel hat besonders überzeugt mit seinem inklusiven und kreativen Ansatz, der sich hervorragend ins futuristische Gesamtkonzept der Bunkeraufstockung einfügt.

Hochbunker St. Pauli © Matzen Immobilien GmbH

1942 wurde der Hochbunker in nur 300 Tagen gebaut, auch mit dem Einsatz von Zwangsarbeitern, sollte er an der Feldstraße als einer von zwei sogenannten Flaktürmen zunächst vor allem der Flugabwehr dienen. Zudem war er Propagandamittel des NS-Regimes. Während des Zweiten Weltkrieges fanden Zehntausende Hamburger Schutz vor alliierten Luftangriffen. Mittlerweile ist der Bunker St. Pauli seit langem Sitz von Unternehmen aus Medien, Kultur und Kreativwirtschaft. Sie werden hier auch nach der Aufstockung unverändert ihre Heimat haben.

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