Die Kulturtipps von LA’KET: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von David Lagemann Partner im Büro LA’KET ARCHITEKTEN.

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch  David Lagemann / LA`KET Architeken.

Für die leichte Muse: Das Restaurant: Der Erdbeer fressende Drache
weil: Der Genuss niemals zu kurz kommen darf! Torsten Gillert hat nach dem Artisan wieder ein richtig gutes Restaurant eröffnet, dass er mit viel Leidenschaft und Akribie führt

Für Experimentierfreudige: St. Paulis Eckkneipen
weil: Wie in dem Buch der goldene Handschuh beschrieben, gibt es abseits von Glanz und Gloria immer noch einige Orte, die ein fast vergessenes Bild von Hamburg aufleben lassen. Das Bild ist ab 3.00 Uhr in der Nacht sicherlich nicht in jeder Hinsicht schön, aber als Experiment bereichernd.

Palma, LA’KET @ Ralf Buscher

Die Kulturtipps von LA’KET

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Ein Spaziergang durch den Jenischpark mit Besichtigung des Ernst Barlach Hauses
weil:
Der Park direkt an der Elbe liegt und abseits des Trubels Erholung bietet.
Außerdem beherbergt der Park mit dem Barlach Haus ein Museumsbau von Werner Kallmorgen, der eine großartige Sammlung der Werke Ernst Barlachs enthält.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Das Christianeum von Arne Jacobsen
weil: Wir in Hamburg neben dem Backsteinexpressionismus einige herausragenden Gebäude der Moderne haben. Das Christianeum war mit seinem strukturellen Trag- und Raumkonzept wegweisend und ist heute wieder aktueller denn je.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Palma
weil: Das Gebäude aus meiner Sicht als moderne Interpretation der klassizistischen Architektur eine Bereicherung für die Straße ist. Außerdem beweist es, dass die Bewohner keine opulente Eingangsgeste benötigen, um in ihr Haus zu gelangen!

Biografie

LA`KET Architekten wurden 2009 von David Lagemann und Tim Kettler  gegründet. Das Büro hat Spaß an der Entwicklung von Außergewöhnlichen Lösungen. Wir bearbeiten fast alles, was uns vor die Füße fällt und decken bei Bedarf das gesamte Spektrum der HOAI ab.

LA’KET @ Maren Janning

Wettbewerb Grasbrook beginnt

Der Wettbewerb Grasbrook beginnt. Der Grasbrook soll mit einen attraktiven Wasserlagen und der guten Verkehrsanbindungen zu einem Innovationsstadtteil Hamburgs werden. Es gilt, die innerstädtischen Qualitäten auf der südlichen Elbseite zu stärken und Impulse für die Entwicklung Hamburgs zu setzen.

Für die städtebauliche und freiraumplanerische Qualifizierung des neuen Hamburger Stadteils Grasbrook soll unter nationaler und internationaler Beteiligung eine qualitätsvolle städtebauliche und freiraumbezogene Funktionsplanung erstellt werden. Als Verfahren wurde der Wettbewerbliche Dialog gewählt, der eine kontinuierliche Bearbeitung im Dialog und eine weitergehende Beteiligung der Öffentlichkeit ermöglicht. Als besonders innovatives Element des Wettbewerblichen Dialogs wird die Freiraumplanung nicht als „nachträgliche Begrünung“, sondern als gleichberechtigter Wettbewerbsbestandteil zeitgleich mit dem Städtebau bearbeitet.

Wettbewerb Grasbrook: Vorgeschalteter Teilnahmewettbewerb hat begonnen

Der Wettbewerbliche Dialog als kombiniertes und zweiphasiges Verfahren für die zeitgleiche Qualifizierung der städtebaulichen und freiraumplanerischen Gestaltung des neuen Stadtteils Grasbrook soll im September 2019 starten. Der vorgeschaltete Teilnahmewettbewerb zur Bestimmung von jeweils sechs Städtebau- und sechs Landschaftsarchitekturbüros wurde am 22. Juni 2019 EU-weit bekannt gemacht.

Was passiert auf dem Kleinen Grasbrook?, Wettbewerb Grasbrook

Kleiner Grasbrook © a-tour

Grasbrook, Wettbewerb Grasbrook

Grasbrook © Hosoya Schaefer Architects

Weitere Informationen können Sie hier finden Vergabeunterlagen

Internationales Bauforum 2019

Vom 19. bis 24. August 2019 findet in den Deichtorhallen ein Internationales Bauforum statt.Das Bauforum ist ein Hamburger Veranstaltungsformat mit Tradition. Ein kreatives Versuchslabor ohne Grenzen, in dem Ideen von Übermorgen entstehen.

Die Deichtorhallen verwandeln sich dabei in eine Entwurfswerkstatt für die Zukunft der Hamburger Magistralen. Die Magistralen sind in ihrer Funktion als Ein- und Ausfallstraßen Stadteingang, erste Adresse, Quartierszentrum und zugleich Zäsur, Barriere und ein „Transitraum“.

Eine kurze Geschichte der Bauforen

Ob HafenCity, Internationale Bauausstellung (IBA) oder die „Perlenkette“ am Elbufer Altona – alle diese Hamburger Stadtentwicklungsprojekte haben eines gemeinsam: Ihnen ging ein „Bauforum“ voraus.

Internationales Bauforum Hamburg © BSW Hamburg Fotograf: Carsten Rabe

Die traditionsreiche Veranstaltung widmet sich in unregelmäßigen Abständen besonderen Orten und Themen und entwickelte sich über die Jahrzehnte von einer geschlossenen Expertenrunde zu einem öffentlichen Planungsformat mit Werkstattcharakter für ArchitektInnen, Stadt-, Landschafts- und VerkehrsplanerInnen und die interessierte Öffentlichkeit.

Die Bauforen blicken dabei stets über die Grenzen einzelner Fachdisziplinen hinaus und betrachten Stadträume integriert. In der Tradition des Formats steht auch die mutige Wahl herausfordernder Themen der Stadtentwicklung: So widmeten sich die vorangegangene Veranstaltungen u. a. der Transformation alter Hafenareale und monofunktionaler Gewerbegebiete oder wagten den „Sprung über die Elbe“ zu einem viele Jahre vernachlässigten Stadtteil Hamburgs.

Im Zusammenwirken von Fachwelt, Zivilgesellschaft und Verwaltung sollen Entwürfe, Konzepte, Skizzen und Bilder entstehen, die über den Alltag hinausgehen und gehabte Denkmuster aufbrechen. Das Bauforum soll dabei nicht nur innovative Ansätze für die Fragestellungen der Hamburger Magistralenräume hervorbringen, sondern auch neue Impulse für die Lösung zukünftiger städtischer Herausforderungen über Hamburgs Grenzen hinaus setzten.

Das Format adressiert nicht nur ExpertInnen, sondern auch die interessierte Öffentlichkeit.
Der fachliche Arbeitsprozess wird durch Vorträge und Diskussionen zu internationalen Beispielen und Zukunftstrends im Kontext der Magistralen begleitet. Das Bauforum ist eingebettet in ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm und eine wachsende Ausstellung.

1. Bauforum (1984): „Wohnungsbau als Architekturaufgabe“
Der damalige Oberbaudirektor Egbert Kossak hebt das „Bauforum“ aus der Taufe – als zweitägiger Kongress für rund 200 Fachleute. Schon damals aktuell: das Thema bezahlbarer Wohnungsbau.

2. Bauforum (1985): „Stadt am Hafen— Projekte für das Elbufer“
Nach der Verlagerung des Hafens flussabwärts wendet sich die Stadt dem Wasser zu. Im Bauforum entwerfen ArchitektInnen wie Zaha Hadid erste Ideen für den Bereich westlich des Fischmarktes und stoßen damit die Entwicklung für eine städtebauliche Neuordnung des in Vergessenheit geratenden nördlichen Elbufers an. Heute befindet sich hier ein mischgenutztes Stadtquartier mit zahlreichen Neubauten – auch „Perlenkette“ genannt.

3. Bauforum (1987): „Architektur und städtebauliches Umfeld von Arbeitsstätten in Industrie und Gewerbe“
Das dritte Hamburger Bauforum widmet sich der Frage, wie die Gestaltung von Industriegebieten, ihr städtebauliche Ordnung und ökologische Strukturierung angegangen werden kann. Das durch Egbert Kossak auch unter dem Namen „Baukultur statt Schuhschachtel-Architektur“ bekannt gewordenen Bauforum entfaltet jedoch nicht die erhoffte Wirkung. Heute steht die Integration von Gewerbe und Produktion in die Stadt der kurzen Wege jedoch wieder auf der Agenda der Stadtplanung.

4. Bauforum (1989): „Hafencity“
Im Jahr 2000 wird der erste Masterplan für die HafenCity veröffentlicht. Doch bereits elf Jahre zuvor denkt das Bauforum die Idee einer Stadterweiterung im damaligen Freihafen mit dem Arbeitstitel „Hafencity“ vor. Das Gelände ist damals nicht öffentlich zugänglich und zum Teil noch hafenwirtschaftlich genutzt. Heute ist die HafenCity zum Großteil gebaute Realität und eins der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Bis 2030 sollen dort 15.000 Menschen wohnen und dreimal so viele Menschen arbeiten.

5. Bauforum (1993): „Stadtvisionen“
In seiner fünften Ausgabe heißt das Forum „Stadtentwicklungsforum“ und widmet sich der „Innerstädtischen Verflechtung von Wohnen und Arbeiten, Architektur und Natur“ in den Hamburger Stadtteilen Hammerbrook, Hamm-Süd und Rothenburgsort. Viele der Grundideen wurden inzwischen umgesetzt oder fanden sich später im Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ wieder – etwa die Rückkehr des Wohnens in die gewerblich dominierten Areale.

6. Bauforum (2003): „Sprung über die Elbe“
Mit dem Leitprojekt „Sprung über die Elbe“ will Hamburg die südlich der Elbe gelegenen Stadtteile besser integrieren. Mit den im Jahr 2013 gleichzeitig in Hamburg-Wilhelmsburg durchgeführten Großveranstaltungen Internationale Bauausstellung (IBA) und internationale gartenschau (igs) werden dazu wichtige Weichen gestellt. Viele der am Bauforum beteiligten Büros tragen später auch in Form realisierter Projekte zur IBA oder igs bei.

Internationales Bauforum 2019 | Magistralen

Ein Internationales Bauforum widmet sich 2019 den Hamburger Magistralen. Ziel ist es, diese Hauptverkehrsadern als Stadträume neu zu denken, um so auf aktuelle Themen und Probleme zu reagieren. Insgesamt ergeben sich neun Thesen, welche Rolle die Magistralen im städtischen Gefüge einnehmen könnten.

Architektur- und Planungsbüros aus Hamburg, Deutschland und ganz Europa, Mobilitätsfachleute und Querdenkende, Fachleute aus der Hamburger Verwaltung und Studierende – im Rahmen des Bauforums kommen verschiedene Menschen und Fachrichtungen zusammen und entwerfen in 14 interdisziplinär zusammengesetzten Teams die Zukunft der Hamburger Magistralen

Die Teams erhalten die Aufgabe, die Magistralen als Stadtraum ganzheitlich neu zu denken und visionäre Lösungsansätze zu entwickeln. Im Vordergrund stehen dabei die Fragen: Wie können die Magistralen zu lebenswerten öffentlichen Räumen, Wohn- und Arbeitsorten für alle werden, ohne ihre Verbindungsfunktion einzuschränken? Wie kann die Wahrnehmung der Magistralen von städtischen Problemräumen hin zu städtischen Potenzialräumen verändert werden? Was wäre gewonnen, wenn der Raum anders organisiert und gestaltet wird?

Die Teams sollen bewusst eigene Wege erkunden und genießen eine hohe kreative Freiheit.

Schwarzplan Magistralen © Kartengrundlage LGV (Bearbeitung-urbanista)

Darüberhinaus werden öffentliche Abendveranstaltungen angeboten. Am Dienstag- und Donnerstagabend, 20. und 22. August 2019, bietet das Bauforum eine große Bühne für anregende Vorträge über gesellschaftliche Entwicklungen und Zukunftstrends im Kontext der Magistralen.

Dienstag, 20. August 2019
Beginn: 19:00 Uhr / Ende ca. 21:00 Uhr
Deichtorhallen „Main Stage“
Eintritt frei

Begrüßung: Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher
Keynote 1: Jeff Speck
Keynote 2: Paola Viganò

Öiffentliche Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 22. August 2019
Stadt – Raum – Mobilität

Auch wenn sich Mobilitätskultur ändert, bleiben die Magistralen die Hauptschlagadern der Stadt, von deren „Funktionieren“ die Zukunftsfähigkeit Hamburgs abhängt. Ein hochkarätig besetztes Podium geht am Donnerstag der Frage nach, wie sich die Stadträume entlang der Magistralen mit neuen Nutzungen städtebaulich und verkehrlich neu vernetzen lassen.

Kees Christiaanse
Morten Kabell
Philine Gaffron
Steffen Braun
Henrik Falk

Donnerstag, 22. August 2019
Beginn: 19:00 Uhr / Ende ca. 21:30 Uhr
Deichtorhallen „Main-Stage“
Eintritt frei

Das komplette Programmheft können sie hier runterladen Internationales Bauformum 2019

Die Kulturtipps von Jan Hinrichs: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Jan Hinrichs Partner im Büro HN architekten

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Jan Hinrichs.

Für die leichte Muse: An einem schönen Sommerabend auf dem Sülberg unter den Platanen zu Abend essen und auf das Mühlenberger Loch und Schweinesand schauen.
Wenn das Wetter nicht mitspielt ins Nacht Asyl über dem Thalia Theater.
weil: Der Sülberg ein ganz starker Ort ist. Wie das Nacht Asyl auch.

Für Experimentierfreudige:Die Sammlung Falckenberg in den Phoenix Hallen in Harburg anschauen.
weilDas ein super spannendes Paket ist, angefangen von der Location in den alten Industriehallen in Harburg, über die gute Architektur des Kollegen Bundschuh, bis hin zu den sensationellen Kunstwerken, welches eigentlich viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Das mag daran liegen, dass ein Besuch nur im Rahmen einer Führung möglich ist, die Mühe lohnt sich aber.

Die Kulturtipps von Jan Hinrichs

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Mit der HADAG Fähre Linie 72 von der  Anlegestelle Elbphilharmonie zu den Landungsbrücken fahren.
weil: 
Die Elbphilharmonie erst von der Wasserseite so richtig zur Geltung kommt und es so schön ist das Spiel des Lichtes auf den geschwungenen Scheiben zu beobachten, wenn das Boot sich um den Wechsel der Perspektive kümmert.

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Das Pirelli Hochhaus von Gio Ponti in Mailand
weil: Es durch seine Scheibenform eine unglaublich elegantes Objekt im Stadtraum ist, sehr unterschiedlich von Blickpunkt zu Blickpunkt, und diese Eleganz bis ins Detail fortgeführt wird. Wer kann sollte sich unbedingt das Belvedere im obersten Geschoss ansehen. Sonst lohnt auch schon ein Blick auf die Details der Treppenhausbalkone auf den Gebäudeschmalseiten den Besuch.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro: Immer ein aktuelles, im Moment die Renovierung und Erweiterung des Görtz Palais am Neuen Wall
weil: Wir lieber nach vorne als nach hinten sehen und weil uns komplexe Aufgaben wie die Umnutzung eines 200 Jahre alten Stadtpalais zu modernen Büroflächen unter Beibehaltung der vorhandenen Struktur Spaß machen.

Biografie

Frank Nicolovius, geboren 1967, Studium in Dortmund, von 2000 bis 2004 Projektleiter bei Antonio Citterio and Partners in Hamburg.
Jan Hinrichs, geboren 1966, Studium in Stuttgart und Zürich, von 2000 bis 2004 Partner bei Antonio Citterio and Partners in Hamburg.

Seit 2005 gemeinsames Architekturbüro HN architekten in Hamburg

Görtz Palais @ Caruso St John Architects

Jan Hinrichs und Frank Nicolovius @ Briese

Drei Gemeinschaftshäuser für die HafenCity

Das soziale Leben in der HafenCity wird um drei neue, bunte und vielfältig nutzbare Gemeinschaftshäuser bereichert. In den drei Parkanlagen der HafenCity – Grasbrookpark, Lohsepark und Baakenpark – werden diese entstehen, die für vielfältige nachbarschaftliche Aktivitäten und als Treffpunkte mit Mehrzweckcharakter dienen sollen, zudem können sie als Kioske, Cafés und öffentliche Toiletten genutzt werden. Dazu fand ein offener hochbaulicher Realisierungswettbewerb statt, an dem sich 70 Architekturbüros aus dem In- und Ausland beteiligt hatten. Folgende Gewinner gingen aus dem Wettbewerb hervor:

Gemeinschaftshaus Grasbrookpark: ARGE HOFFMANN, SCHLÜTER, ZEH, Köln
Gemeinschaftshaus Lohsepark: rethmeierschlaich architekten, Köln
Gemeinschaftshaus Baakenpark: ARGE HOFFMANN, SCHLÜTER, ZEH, Köln

Der Bedarf an solchen Räumen ist mit dem Wachsen des jungen Stadtteils entsprechend hoch: So wohnen derzeit circa 4.000 Menschen in der HafenCity, die Altersstruktur der Bewohnerschaft ist stark durchmischt: Der Anteil an Haushalten mit Kindern unter 18 Jahren liegt mit 22,7 Prozent über dem Niveau anderer innenstadtnaher Stadtteile.

Drei Gemeinschaftshäuser für die HafenCity

Die drei Gemeinschaftshäuser werden am Grasbrookpark (120 qm), im Lohsepark (290 qm) und im Baakenpark (590 qm) angesiedelt sein. An deren Nutzungskonzeptionen hatte die HafenCity Hamburg GmbH mit aktiver Beteiligung der Nachbarschaft intensiv gearbeitet. So haben Mitglieder der AG Soziales des Netzwerk HafenCity e.V. Nutzungskonzepte für Gemeinschaftshäuser entwickelt und bei der Vorprüfung des Architektenwettbewerbs mitgearbeitet. Die Flächen mussten allerdings aufgrund der Parklage begrenzt werden. Äußerlich an lebhaften Farben und Formen gut erkennbar, präsentieren sich die drei Gemeinschaftshäuser im Inneren flexibel nutzbar. Jeweils etwa die Hälfte der Grundfläche wird der gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung stehen, mit Mehrzweckräumen, Büros, Küchen und Co-Working-Spaces. Die andere Hälfte wird Funktionen für die Park- und Spielflächen bieten, etwa ein Kiosk, öffentliche Toiletten und Lagerflächen für Leihgeräte.

Es wurde ein offenes Wettbewerbsverfahren gewählt, um vielen – auch kleinen und jungen – Büros die Möglichkeit zu eröffnen, sich mit dieser inhaltlich wie städtebaulich-architektonisch kniffligen Aufgabenstellung zu befassen. Die Architekten haben die schwierige Aufgab, eigenständige Gemeinschaftshäuser, die zugleich selbstverständlicher Teil der Parks sind, sehr gut gelöst. Die drei mit einem 1. Preis prämierten Entwürfe zeichnen sich durch Originalität und Frische aus. Es sind einladende Gebäude mit einer jeweils spezifischen Atmosphäre, deren Zweck sofort erkennbar ist: Gemeinschaft und Nachbarschaft zu fördern, sagt Dieter Polkowski, Abteilungsleiter des Amts für Landesplanung und Stadtentwicklung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Die Jury, bei der auch das Netzwerk HafenCity e.V. stimmberechtigt beteiligt war, hat unter Vorsitz des Zürcher Landschaftsarchitekten und Planers des Lohseparks, Prof. Günther Vogt, drei Entwürfe von besonders poetischer Wirkung ausgewählt.

Das Siegerkonzept für den Grasbrookpark (ARGE HOFFMANN, SCHLÜTER, ZEH) besticht, so befindet die Jury, „durch ein gekonnt aus den inneren Funktionen abgeleitetes Gefüge unterschiedlicher Formen. Damit gelingt es den Verfassern eindrucksvoll, dem eingeschossigen Bau das nötige Volumen zu geben, um die gewünschte Präsenz zu erzeugen, ohne dabei zu massiv zu werden – genau das richtige Maß für diesen Standort und die richtige „Brosche“ für diesen Ort! Das Haus greift damit die spielerische Gestaltung des Parks auf und übersetzt diese in eine eigen(willig)e, leicht verständliche und anregende Sprache.“

Gemeinschaftshäuser Grasbrookpark © ARGE Hoffmann Schlüter Zeh

Das mit dem 1. Preis ausgezeichnete Konzept für das Gemeinschaftshaus im Lohsepark (rethmeierschlaich architekten) setzt nach Auffassung der Jury „dem Bestand etwas Eigenständiges auf hervorragende Weise entgegen“ und erinnert dabei z. B. an die Tivoli-Architektur in Kopenhagen. „Der eher liegend ausformulierte Baukörper erhält mit einem Aussichtsturm einen Kontrapunkt, der das Gebäude im Park weithin sichtbar markiert. Seine farbige Holzfassade mit regen- und sonnenschutzspendenden Vordächern, Markisen und erkerartigen Ausstülpungen geben dem Haus einen spielerischen Ausdruck, der die architektonische Eigenständigkeit optimal mit der landschaftsarchitektonischen Idee des Lohseparks verbindet.“

Gemeinschaftshäuser Lohsepark © rethmeierschlaich architekten

Beim Gewinnerentwurf für das Haus am Baakenpark ((ARGE HOFFMANN, SCHLÜTER, ZEH) überzeugte die Jury die fröhliche Grundhaltung für das Gemeinschaftshaus, „weil seine einfache lego-artige Ästhetik die Parknutzer unmittelbar anspricht.“ Dabei erinnert die Gestaltung des Gebäudes an eine Denkfabrik oder ein Werkstattgebäude und trifft damit den Kern der Aufgabenstellung für diesen Ort – ein identitätsstiftender Ort, der die Nutzung im Inneren auch nach außen abbildet.

Gemeinschaftshäuser Baakenpark © ARGE Hoffmann Schlüter Zeh

Wie geht es mit der Realisierung der Gemeinschaftshäuser weiter? Noch 2019 sollen die Bauanträge für die Häuser im Grasbrook- und im Lohsepark eingereicht werden. Bauherrin für die Häuser wird die HafenCity Hamburg GmbH durch das Sondervermögen Stadt und Hafen sein, Baubeginn ist für 2020 geplant. Doch zunächst wird die HafenCity Hamburg GmbH zusammen mit dem Netzwerk HafenCity e.V. und anderen Beteiligten zwei moderierte Workshops durchführen, auf deren Grundlage dann die Ausschreibung für das Quartiersmanagement (inklusive des Betriebs der Gemeinschaftshäuser) auf den Weg gebracht wird.

Die Arbeiten des Wettbewerbs „Drei Gemeinschaftshäuser für die HafenCity“ werden öffentlich ausgestellt:

Datum: 14. Juni 2019 bis 07. August 2019
Ort: Kesselhaus, Am Sandtorkai 30, 20457 Hamburg
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr

„Hammerbrooklyn“ Hamburgs digitaler Stadtteil wächst

Hamburgs digitaler Stadtteil soll nun tatsächlich losgehen. Der Grundstein für Hamburgs Digitalcampus mit dem ambitionierten Namen Hammerbrooklyn wurde am Montag gelegt. Wegen eines auch öffentlich ausgetragenen Streits zwischen den Initiatoren stand das Projekt, gelegen zwischen Deichtorhallen und Großmarkt, zwischenzeitlich kurz vor dem Scheitern, eine Blamage drohte.

150 Millionen Euro soll Hammerbrooklyn kosten und Unternehmen branchenübergreifend die Möglichkeit geben, sich zu vernetzen, um an digitalen Lösungen zu arbeiten. Der Immobilienentwickler Art Invest stellt in den kommenden Monaten den US-Pavillon von der Expo 2015 in Mailand an einem alten Hafenbecken wieder auf. Das Grundstück gehört durch den Bau der nahegelegenen Hafencity zu einer der attraktivsten Freiflächen in Hamburg.

„Hammerbrooklyn“ Hamburgs digitaler Stadtteil wächst

Auf insgesamt 7.600 Quadratmetern, verteilt auf fünf Ebenen, entstehen hier eine Townhall, ein Auditorium sowie eine Vielzahl an Räumen für beispielsweise Workshops, Co-Working-Areas, Co-Creation-Zones und auch Gastronomie. Darüber hinaus sind ein Maker Space sowie verschiedene Labs geplant, die durch Ausstattung, Infrastruktur und Flexibilität unterschiedliche Formen der Innovationsgestaltung ermöglichen. Auch eine Indoor-Haltestelle für selbstfahrende Elektrobusse ist in Planung. Der Pavillon soll im Frühjahr 2020 den Betrieb aufnehmen. Entworfen wurde das Gebäude von dem New Yorker Architekten James Biber. Nun findet der Bau eine neue nachhaltige Funktion als zentrales Zukunfstlabor des neuen Digitalstandorts in Hamburg.

Hammerbrooklyn, digitaler Stadtteil

Hammerbrooklyn © Hammerbrooklyn

Gleich im Anschluss an den Pavillonaufbau entsteht nebenan das„Solution Building“. Auch hier ist die Gebäudeinfrastruktur den neuen, flexiblen Arbeitsrhythmen angepasst und bietet vielfältig einsetzbare Flächen für jede Art von Arbeit, Workshops und Austausch. Sie erweitern den realen Wirkungsraumdes Digital.Pavillons und geben noch mehr Unternehmen die Möglichkeit, an den Zukunftsprozessen teilzuhaben.

Gleichzeitig hat die grüne Hammerbrooklyn.Box ihre Arbeit aufgenommen. Dertemporäre Bau ist eine Art Betaphase für den Pavillon. Bis das Thinktank-Zentrum im Frühjahr 2020 seinen Betrieb aufnimmt, werden in dem Containerbau die Herausforderungen der Digitalisierung exemplarisch erkundet, debattiert und durchdacht.

Hamburgs Status als Tech-Standort ist bei denen, die sich in der Szene auskennen, jedenfalls umstritten. Deutschland habe im Hinblick auf die Digitalisierung geschlafen meinen einige. Bei Hammerbrooklyn soll das nun anders werden – die Digitalstadt Hamburg könnte vor einem Neustart stehen.

Hammerbrooklyn, digitaler Stadtteil

Hammerbrooklyn © Hammerbrooklyn

Architekturreise nach New York

Gerade kommen wir zurück von einer Architekturreise nach New York. Zusammen mit unserem Guiding Architects Netzwerkpartner aplusnyc besuchten wir vom 15. bis 22. Juni 2019 die heimliche Hauptstadt Amerikas und erlebten die pulsierende Großstadt mit all ihrer kreativen Energie.

Nach unserer letzten Reise im Jahr 2013 sahen wir die vielfältigen Veränderungen in der Skyline, die sich unter anderem durch die superschlanken Wolkenkratzer die sogenannten „supertalls“ völlig verändert hat.

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, PUBLIC by Hezog & de Meuron © a-tour

New York schläft nicht sondern befindet sich in ständiger Veränderung. Wir besuchten neue Quartiere auf ehemals unzugänglichem Landflächen und sahen wie die internationalen Architektur-Superstars ihre Spuren in jeder Ecke der Stadt hinterlassen haben. Das weltweit höchste Passivhaus, temporäre Kunstinstallationen und neue innovative Grünflächen konkurrieren in New York um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und ganze Stadtteile verändern sich mit atemberaubender Geschwindigkeit.

Architekturreise nach New York

Wir sahen wie in wenigen Jahren eine bemerkenswerte Anzahl neuer Gebäude von einigen der bekanntesten Architekten aus der ganzen Welt entstanden sind: Adjaye, BIG, Foster, Fuksas, Hadid, Herzog & de Meuron, Nouvel, OMA, Piano und SANAA haben sich zu ihren amerikanischen Kollegen Diller Scofidio + Renfro, Gehry, Holl, Meier, Morphosis, Selldorf, SHOP und SOM gesellt und neue faszinierende Anlaufpunkte geschaffen. Von Museen, Galerien, Hotels, Restaurants, Bars und Geschäften bis hin zu Wohn- und Bürohäusern aber auch öffentlichen Räumen – in New York hat eine neue Ära der Architektur begonnen.

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, World Trade Center Transportation Hub by Santiago Calatrava © a-tour

Ein besonderes architektonsiches Highlight der Reise war dabei unser Hotel. In der Chrystie Street 215 realisierte der Hotelier Ian Schrager nach den Entwürfen von Herzog & de Meuron das Luxushotel
PUBLIC. Mit diesem Hotel hatten wir die allerste Wahl getroffen. Mitten in Soho gelegen avancierte es durch die cozy Lobby zum Hotspot des Viertels. Auf dem „The Roof“, der coolen Dachterrassenbar im 18. Stock des Hotels, the place to be in Soho, haben wir in lockerer Atmosphäre mit guten Drinks an dem einen oder anderen Abend den sensationellsten Ausblick auf die Stadt genossen.

Auf Stadtspaziergängen und Radtouren durch Manhattan und Brooklyn New Yorks neueste Gebäude und einige wichtige Ikonen der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts erkundet sowie interessante Nachbarschaften, neue faszinierende Parks und bedeutende Kunstinstallationen entdeckt.

Außerdem steand ein Tagesausflug zu Philip Johnsons Glass House und SANAAs Grace Farms in New Canaan und zum Yale Campus nach New Haven mit Bauten u.a. von Louis Kahn, Eero Saarinen, Paul Rudolph, Marcel Breuer und SOM auf dem Programm. Atemberaubend!

Der aussführliche Reisebericht ist in Arbeit und bald hier zu lesen.
Lassen Sie sich bis dahin von unseren Bilder begeistern.

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, Glas House by Philip Johnson © a-tour

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York © a-tour

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, Guggenheim by Frank Lloyd Wright © a-tour

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, Skyline © a-tour

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, VIA West 57th by BIG © a-tour

Architekturreise nach New York

Architekturreise nach New York, Vessel by Thomas Heatherwick © a-tour

Stimmen unserer Reiseteilnehmer:

Was ich gut gelöst fand, war der Spagat der Führungen im Anspruch: ich glaube, sowohl unsere Profis wie wir Laien kamen immer zum jeweiligen Recht. Ich fand es weder überkandidelt elitär-architektonisch noch zu einfach sondern: genau richtig im Anspruch für die Hörer und Mitläufer.
Bisschen zum süchtigwerden.
Wichtig war der Reisebericht, der hat alles noch mal aktualisiert. Aber noch wichtiger als ein konkreter Moment ist die Gesamtempfindung, dass ich wirklich ein Gefühl dafür bekommen habe, wie Bauen in New York funktioniert; welches die große Linie ist, wie die Stadt aufgebaut ist und wie sie funktioniert – auf jeden Fall ein bisschen so – und sicher unglaublich viel für nur eine Woche da sein.
Super fand ich das Hotel, Lage und auch das besondere Flair da. Als Einzelreisende hätte ich mir das nie ausgesucht, viel zu fancy – und so war es toll, dass wir in diesem Rahmen sein konnten. Insgesamt hat es die Reise vermutlich noch teurer gemacht – ich finde, es hat sich gelohnt.
Also: Insgesamt Super-Reise. Hab ich schon vielen weiter empfohlen und werde das auch weiter machen: Die Organisation wirkte sehr vertrauensbildend. Man merkte, ihr alle wisst, was ihr tut. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben. Geradezu sensationell gut vorbereitet war auch Bettina und toll fand ich, wie sie nachgehalten hat.
Insgesamt einfach zu volle Tage – weniger wär manchmal mehr gewesen. Und ein halber freier Tag hätte vielleicht auch ganz gut gepasst… Danke! War schön mit Euch!
Dorothea H.

Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz

Das Büro von Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz. Die Eigentümerin AUG. PRIEN Immobilien, Gesellschaft für Projektentwicklung GmbH aus Hamburg (API) hat CARSTEN ROTH ARCHITEKT mit der Neugestaltung für das Gebäude-Ensemble an der Hamburger Domstraße beauftragt, der sich in einem Architektenwettbewerb gegen 5 nationale Büros durchsetze.

Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am DomplatzCarsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz

Hamburger Domstraße © CARSTEN ROTH ARCHITEKT

Das traditionsreiche Ensemble, vis á vis zum traditionsreichen Domplatz, dem Ort, wo einst die Hammaburg gestanden hat, wird zu einem neuen, in sich geschlossenen Stadtbaustein entwickelt.

Mit rund 10.000 qm Büroflächen (ca. 19.000 qm BGF), 58 Wohnungen inklusive gefördertem Wohnraum, sowie ca. 1.250 qm Gewerbeflächen und Restaurants soll ein Grundstück mit Stadtgeschichte verschönert werden und das Ensemble zur Belebung der Innenstadt beitragen.

Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz

Die in den 1920er Jahren neu etablierte Domstraße hat seinerzeit eine historisch nicht existente Quartiersgrenze geschaffen, die die Altstadt mit ihrem Rathaus vom Kontorhausviertel trennte. Entlang dieser Schnittstelle liegt der Domplatz mit den Ausgrabungsstätten der Hammaburg als Ort des ältesten Siedlungskerns Hamburgs direkt vis-a-vis des Quartiergrundstücks.

Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz

Hamburger Domstraße © CARSTEN ROTH ARCHITEKT

Die Besonderheit des Grundstücks entsteht durch das Zusammentreffen mehrerer Umstände aus der Nachkriegsplanung. Die Domstraße verschwenkt von der Willy-Brandt-Straße in die Altstadt. Das ehemalige Gebäude der Commerzbank und das Zürich-Haus wurden noch als moderne Nachkriegs-Bürobauten entlang der ehemaligen Ost-West-Straße erlebt. An der Kreuzung Domstraße/Große Reichenstraße erreichen bzw. verlassen die Verkehrsteilnehmer das Innere des Altstadtquartiers – und mehr noch, an der Kreuzung Domstraße/Alter Fischmarkt befindet sich der historisch so bedeutsame Domplatz.

Der Entwurf des Hamburger Büro Carsten Roth ergreift nun diese besonders Gelegenheit und schafft eine neue Situation am Schnittpunkt Altstadt / Kontorhausviertel / Willy-Brand-Straßenzug.
Straßenparallel wurde ein Stadtbaustein platziert, wodurch eine überaus
einprägsame Situation entsteht: Das Merkzeichen an der Grenze zweier bzw. dreier Quartiere, insbesondere der städtebaulich wünschenswerte Ein- und Ausgang in das Altstadtzentrum mit seinem Domplatz.

Der einprägsame Zuschnitt des Hochhauses verfolgt – neben der Einhaltung der Abstandsflächen und der Genehmigungsfähigkeit – die Straßenparallelität und verleiht dem gesamten Baublock ein „Gesicht in Richtung Süden“ zum Haupteingang des Gebäudes.

Der übrige Baublock orientiert sich an den gegenüberliegenden Gebäuden entlang der Großen Reichenstraße.

Die einzelnen Bauabschnitte werden im Bereich der Staffelgeschosse durch Pergola-Übergänge gegliedert. Hierdurch werden unterschiedlich Höhen zum Altbestand vermittelt, Dachterrassen geschaffen, und Bauabschnitte in der Abfolge technisch vereinfacht.

Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz

Hamburger Domstraße © CARSTEN ROTH ARCHITEKT

Das Bürohochhaus, die Bürotrakte und das Wohngebäude sind im Entwurf klar ablesbar. Die Büronutzungen gliedern sich über die Volumen und Fassaden in kleinteilige Abschnitte.

„PolyDOM“ steht für die Wahl des Materials:
Inspiriert von zwei exzellenten Kontorhäusern von 1906 bzw. 1911, entworfen von den Architekten Leon Frejtag und Erich Elingius in der Schauenburger Straße 15 und 21, orientieren sich die Neubauten an den Oberflächen der farbigen, irisierenden Keramik (grès flammée).

Das Wohngebäude wird ein Sichtmauerwerk aus überwiegend rötlich, teils grünlich schimmernden glasierten Ziegeln erhalten. Die Bürogebäude eine Kunststein-Fertigteilfassade aus rotgrauem Zement mit roten und grünen großformatigen Zuschlägen. Die Zuschläge sollen heterogen zugemischt werden und die einzelnen Fertigteile dabei abgrenzen. So sollen die einzelnen Bauteile in den Oberflächen unterschiedlich glatt hergestellt werden und wechselvolle Lichtreflektionen bekommen, wobei die horizontalen Elemente bauabschnittsweise unterschiedlich geneigt sein werden.

Carsten Roth gewinnt Wettbewerb am Domplatz

Hamburger Domstraße © CARSTEN ROTH ARCHITEKT

Die Kulturtipps von Neil Winstanley: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Neil Winstanley (Geschäftsführender Gesellschafter Spine Architects).

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Neil Winstanley.

Für die leichte Muse: Kaffeepause bei Public Roasters im ehemaligen Spiegelhochhaus, Brandswiete 3. (Architekt: Werner Kallmorgen / 1967 – 1969)
weil: Bei diesem Café mit Außenterrasse im denkmalgeschützten Architekturklassiker der Nachkriegsmoderne von Werner Kallmorgen passt die Mischung zwischen hervorragendem Kaffee und kosmopolitisches Treiben.

Für Experimentierfreudige: Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade von den Deichtorhallen zum Entwerderpark.
weil: Hier befindet sich die Innenstadt in einem noch sehr spannenden, unfertigen, und experimentierfreudigen Zustand. Los geht’s mit einem Ausstellungsbesuch in den Deichtorhallen (Hier kann Hamburg tatsächlich mit den internationalen Institutionen mithalten), dann vorbei an unsere Baustelle „Hammerbrooklyn Digital Campus“ am Oberhafen, der von unserem Büro maßgeblich mitgestaltet wird sowie die wunderbaren Großmarkthallen (s. Lieblingsgebäude), danach ein Zwischenstopp zum Filterkaffeetanken an der Oldtimer Tankstelle Brandshof, dann weiter unter der Autobahn zum Chillen auf Ponton-Cafe Entenwerder_01 am Entenwerderpark wo man den Sonnenuntergang an der Elbe genießen kann.

Die Kulturtipps von Neil Winstanley

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Sich am neuen Infocontainer vor Ort über den Planungs- und Ausführungsstand des Pergolenviertels am Stadtpark zu informieren.
weil:
Hier entsteht ein neues Stadtquartier mit ca. 1.400 Wohnungen im Geiste Fritz Schumachers (Legendärer Hamburger Oberbaudirektor von 1909 – 33) mit viel Gemeinsinn, Backstein, Grünflächen und ein überzeugendes Mobilitätskonzept. Unser Büro ist hier an der Planung und Ausführung von zwei Wohnbauprojekte beteiligt. (BF2a „Bloom“ für die Firma Garbe Development und BF10 für zwei Baugemeinschaften die von der FLUWOG und der Lawaetz Stiftung betreut werden)

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Der neue Hamburger Großmarkt (Architekt: Bernhard Hemkes / 1958 – 60)
weil: Noch ein Nachkriegsklassiker bei dem alles stimmt: Die Fernwirkung der Wellendächer, das Kathedralenhafte des Innenraums sowie die damals experimentelle, bahnbrechende Technik des Spannbetonbaus.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro:
LOLA – Locals.Logistics.Labs auf dem Louis Braille Platz (wird aber erst zum ITS Kongress 2021 fertig!)
weil: Unser Beitrag zur Verkehrswende + Magistralenaufwertung in Hamburg: LOLA ist ein Stadtbaustein, der über die vielerorts diskutierten Vorschläge zu Micro-Hubs, Ride-Sharing, Elektrifizierung und Last-Mile-Logistik hinaus ein lokales und soziales Angebot schaffen möchte.

Die Kulturtipps von Neil Winstanley

LOLA Locals Logistics Labs © Spine Architects, Visualisierung VIR.works, Dortmund

Biografie

Spine Architects wurde von den Architekten Jan Löhrs, Jörn Hadzik und Neil Winstanley gegründet. Seit 2001 bearbeiten sie vielfältige Architekturprojekte in allen Größen und Leistungsphasen. Arbeitsschwerpunkte sind vorwiegend Wohn- und Bürobauten, Bauen im Bestand sowie mehrgeschossige Holzbauweise.

Spine Architects lieben Urbanität, kurze Wege und den traditionellen Montagskuchen im Büro.

Die Kulturtipps von Neil Winstanley

Spine Architects © Martin Kunze, Hamburg

Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis für den Baakenpark

Der Wettbewerb um den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2019 wurde entschieden. Der Erste Preis ging an den Baakenpark in der HafenCity Hamburg. Eröffnet im Mai 2018, ist der landschaftliche ‚Sehnsuchtsort‘ im Baakenhafen schon heute beliebter Treffpunkt für Anwohner und Besucher. Die freiraumplanerische Gestaltung des Baakenparks entstand auf der Basis des Entwurfs von Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin, das 2012 den freiraumplanerischen Wettbewerb gewonnen hatte.

Baakenpark

Baakenpark, Himmelsberg © ELBE&FLUT, Quelle: HafenCity Hamburg GmbH

Der Baakenpark erhebt sich als 1,6 Hektar große, künstlich errichtete Halbinsel aus dem  Baakenhafen und ist das grüne Herzstück der östlichen HafenCity. Die östliche HafenCity erhielt mit der Halbinsel ein grünes Zentrum und mit einer zusätzlichen Brücke eine neue Verbindung der nördlichen und südlichen Uferseiten. Rund um das Hafenbecken werden in den beiden Quartieren Baakenhafen und Elbbrücken insgesamt rund 3.600 Wohnungen und circa 15.500 Arbeitsplätze entstehen.

Baakenpark

Baakenpark © a-tour

Der Wettbewerb fand bereits zum 14. Mal statt. Untersucht werden sozial und ökologisch orientierte Siedlungs- und Landschaftskonzepte sowie eine zeitgemäße Freiraumplanung. Urbanes Wachstum, Entleerung ländlicher Regionen, Klimaveränderungen, Energiewende, ökonomische Herausforderungen – die Entwicklungen der heutigen Zeit erfordern ein grundsätzliches Umdenken auf allen Planungsebenen. „Grüne Infrastruktur“ wurde zum Sinnbild für die Bedeutung der Grün-, Freiraum- und Landschaftsplanung für die Daseinsvorsorge, für multifunktionale Qualifizierung und Gestaltung von Grünräumen.

Deutscher Landschaftsarchitektur-Preis für den Baakenpark

Auf ihrer Sitzung im Deutschen Architektur Zentrum sichteten die elf vom bdla berufenen Preisrichter unter Leitung der Juryvorsitzenden Prof. Inga Hahn, Hahn Hertling von Hantelmann, Hamburg/Berlin, insgesamt 35 nominierten Arbeiten und vergaben den Ersten Preis sowie Auszeichnungen in neun Kategorien. Die gesamten Ergebnisse der neun Kategorien des Wettbewerbs sind hier zusammengefasst.

Die Ehrung des Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis erfolgt im Rahmen einer abendlichen Festveranstaltung am Freitag, 20. September 2019, im Allianz Forum in Berlin.

Baakenpark

Baakenpark © a-tour

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