Gartenstadt

Hamburg wächst in Neugraben-Fischbek. Mit einem städtebaulich-landschaftsplanerischen Wettbewerb geben die IBA Hamburg und das Bezirksamt Harburg den Startschuss für die Entwicklung eines neuen Wohn- und Gewerbegebietes am westlichen Rand des Bezirks Harburg. Zwischen den S-Bahnstationen Fischbek und Neu Wulmstorf soll auf rund 70 ha ein Quartier mit rund 2.000 neuen Wohneinheiten entstehen.

Die ersten planerischen Voraussetzungen für das neue Quartier schaffen sechs namhafte Städtebauarchitekturbüros, die im anstehenden Wettbewerb miteinander konkurrieren. Unter dem Leitbild der „Gartenstadt des 21. Jahrhunderts“ sollen im Entwicklungsgebiet die Idealbilder der Gartenstadt neu interpretiert werden.

Wettbewerb Gartenstadt des 21. Jahrhunderts als zweistufiges Verfahren

Gartenstadt Hamburg

Gartenstadt Fischbeck © IBA

Der Wettbewerb ist als zweistufiges Verfahren vorgesehen. Die beim Auftakt- und beim späteren Schlusskolloquium anwesenden Bürger erhalten die Möglichkeit, sich über die Randbedingungen des Wettbewerbs und die Entwurfsergebnisse zu informieren und der Wettbewerbsjury aus renommierten Fachleuten, potenziellen Investoren und Bezirkspolitikern Empfehlungen mitzugeben. Eine weitere Besonderheit des Wettbewerbsverfahrens liegt in der Zusammenarbeit mit potenziellen Investoren bereits in der frühen Planungsphase. Dadurch werden von Beginn an Interessen gebündelt und die Weichen für eine erfolgreiche Vermarktung gestellt.

Im Anschluss an den Wettbewerb wird die IBA Hamburg für die Fischbeker Reethen auch die Projektentwicklung und die Vermarktung übernehmen. Gemäß der Vorgaben des Hamburger Senats stehen bei der Gebietsentwicklung Wohn- und Gewerbenutzungen in etwa gleichwertig nebeneinander. Im Wohnungsbauteil ist eine Mischung unterschiedlicher Wohnformen vorgesehen: 55% des Wohnungsbauvolumens im Geschosswohnungsbau, 40% als Reihenhäuser und 5% in Form von freistehenden Einfamilienhäusern. Weiterhin sollen soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten und ein Sportplatz entstehen. Im Gewerbeteil könnten forschungs- und technologieorientierte Unternehmen sowie Handwerksbetriebe angesiedelt werden. Die ursprünglichen Planungen, das Gebiet für die Ansiedlung von Logistikbetrieben zu entwickeln, werden nicht weiter verfolgt.