Die Kulturtipps von Neil Winstanley: Wohin gehen Hamburgs Architekten?

Diesen Monat die Kulturtipps von Neil Winstanley (Geschäftsführender Gesellschafter Spine Architects).

Wohin gehen Hamburgs Architektinnen und Architekten am liebsten? Regelmäßig berichten hier Hamburger Architektinnen und Architekten was sie in Hamburg am liebsten mögen.

Was ist auch abseits der großen Attraktionen empfehlenswert? Ob Restaurant oder Konzert, spannendes Gebäude oder Ausstellung. Lassen Sie sich inspirieren!

Dieser Fragebogen wird ausgefüllt durch Neil Winstanley.

Für die leichte Muse: Kaffeepause bei Public Roasters im ehemaligen Spiegelhochhaus, Brandswiete 3. (Architekt: Werner Kallmorgen / 1967 – 1969)
weil: Bei diesem Café mit Außenterrasse im denkmalgeschützten Architekturklassiker der Nachkriegsmoderne von Werner Kallmorgen passt die Mischung zwischen hervorragendem Kaffee und kosmopolitisches Treiben.

Für Experimentierfreudige: Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade von den Deichtorhallen zum Entwerderpark.
weil: Hier befindet sich die Innenstadt in einem noch sehr spannenden, unfertigen, und experimentierfreudigen Zustand. Los geht’s mit einem Ausstellungsbesuch in den Deichtorhallen (Hier kann Hamburg tatsächlich mit den internationalen Institutionen mithalten), dann vorbei an unsere Baustelle „Hammerbrooklyn Digital Campus“ am Oberhafen, der von unserem Büro maßgeblich mitgestaltet wird sowie die wunderbaren Großmarkthallen (s. Lieblingsgebäude), danach ein Zwischenstopp zum Filterkaffeetanken an der Oldtimer Tankstelle Brandshof, dann weiter unter der Autobahn zum Chillen auf Ponton-Cafe Entenwerder_01 am Entenwerderpark wo man den Sonnenuntergang an der Elbe genießen kann.

Die Kulturtipps von Neil Winstanley

Was Sie auf keinen Fall verpassen sollten: Sich am neuen Infocontainer vor Ort über den Planungs- und Ausführungsstand des Pergolenviertels am Stadtpark zu informieren.
weil:
Hier entsteht ein neues Stadtquartier mit ca. 1.400 Wohnungen im Geiste Fritz Schumachers (Legendärer Hamburger Oberbaudirektor von 1909 – 33) mit viel Gemeinsinn, Backstein, Grünflächen und ein überzeugendes Mobilitätskonzept. Unser Büro ist hier an der Planung und Ausführung von zwei Wohnbauprojekte beteiligt. (BF2a „Bloom“ für die Firma Garbe Development und BF10 für zwei Baugemeinschaften die von der FLUWOG und der Lawaetz Stiftung betreut werden)

Lieblingsprojekte

Ihr Lieblingsgebäude: Der neue Hamburger Großmarkt (Architekt: Bernhard Hemkes / 1958 – 60)
weil: Noch ein Nachkriegsklassiker bei dem alles stimmt: Die Fernwirkung der Wellendächer, das Kathedralenhafte des Innenraums sowie die damals experimentelle, bahnbrechende Technik des Spannbetonbaus.

Ihr eigenes Lieblingsprojekt aus Ihrem Büro:
LOLA – Locals.Logistics.Labs auf dem Louis Braille Platz (wird aber erst zum ITS Kongress 2021 fertig!)
weil: Unser Beitrag zur Verkehrswende + Magistralenaufwertung in Hamburg: LOLA ist ein Stadtbaustein, der über die vielerorts diskutierten Vorschläge zu Micro-Hubs, Ride-Sharing, Elektrifizierung und Last-Mile-Logistik hinaus ein lokales und soziales Angebot schaffen möchte.

Die Kulturtipps von Neil Winstanley

LOLA Locals Logistics Labs © Spine Architects, Visualisierung VIR.works, Dortmund

Biografie

Spine Architects wurde von den Architekten Jan Löhrs, Jörn Hadzik und Neil Winstanley gegründet. Seit 2001 bearbeiten sie vielfältige Architekturprojekte in allen Größen und Leistungsphasen. Arbeitsschwerpunkte sind vorwiegend Wohn- und Bürobauten, Bauen im Bestand sowie mehrgeschossige Holzbauweise.

Spine Architects lieben Urbanität, kurze Wege und den traditionellen Montagskuchen im Büro.

Die Kulturtipps von Neil Winstanley

Spine Architects © Martin Kunze, Hamburg

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