300 zusätzliche Wohnungen in der Hafencity

Bei der Hafencity-Erweiterung setzt Hamburg auf einen hohen Anteil von Genossenschafts- und Sozialwohnungen. 300 zusätzliche Wohnungen und mehr Grünanlagen sollen im östlichen Teil des Neubaugebietes entstehen. Das geht aus der Überarbeitung des Masterplans für die Hafencity hervor, wie NDR 90,3 am Donnerstag berichtete.

Vor allem will der Senat mit der neuen Planung den Vorwurf entkräften, das Quartier zwischen Kreuzfahrtterminal und Elbbrücken würde ein „Reichendomizil“ werden. Hafencity-Bewohner hatten sich in einer Anhörung beschwert, dass viele Millionäre nur alle paar Monate für ein Wochenende in ihre Appartements kämen.

Stadtentwicklungs-Senatorin Anja Hajduk glaubt, dass bei der Entwicklung der östlichen Hafencity die soziale Mischung durch entsprechenden Wohnungsbau gefordert werden muss. Jede dritte Wohnung soll deshalb für Familien reserviert werden.

Der Masterplan teilt das Neubaugebiet in Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen auf. Es ist gelungen, hier noch einmal die Wohnungszahl auf 5.800 zu steigern. Die jetzige Hafencity hatte der Zukunftsrat Hamburg, ein Netzwerk von mehr als 100 Vereinen, Initiativen, Instituten und Unternehmen, als Betonwüste bezeichnet. Nun soll der vier Hektar große Lohsepark den Grünanteil erhöhen.

Kritik gab es dennoch: Die Baugenossenschaften bemängelten am Masterplan, dass die siebenstöckigen Wohnhäuser viel zu eng stünden. Und eine Anwohnerin verlangte mehr Bienenstöcke und Wildkräuter.

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